Die physiologische Vena-poplitea-Kompression bei der Beinstreckung – der Poplitea-Jet

M. Holtzmann

Beim Laufen und Gehen und besonders im Hochleistungssport werden die Knie ventral und dorsal in der Schwebephase gestreckt. Die wulstigen Pole der Kondylen verursachen bei der Kniegelenkstreckung eine Vorwölbung der Gelenkkapsel nach dorsal und spannen das Ligamentum popliteum obliquum in das Spatium popliteum. Somit tritt der Boden der Fossa poplitea in der Sagittalebene nach hinten gegen das widergela­gerte, fest gespannte und harte Dach der Fossa poplitea, die Fascia lata. Die Folge ist, dass der Fettkörper der Kniekehle mit allen anderen durchlaufenden Strukturen einen hochgradigen, physiologischen Druckanstieg erfährt. Die konsekutive intensive Lumeneinengung der Vena poplitea ist eindrucksvoll, und die explosionsartige Strömungsbeschleunigung lässt sich über die Vena iliaca externa bis in die Vena cava inferior nachweisen.

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