Druckmessungen unter Klettverschluss-Kompression Selbstbehandlung durch feste, unelastische Beinwickelung

G. Mosti, H. Partsch

Schwere Formen einer chronischen Veneninsuffizienz und Lymphödeme benötigen Drücke, welche über jene von medizinischen Kompressionsstrümpfen hinausgehen (>40 mmHg).

Zweck: Untersuchung, ob Patienten im Stande sind, sich selbst einen Klettverschluss-Verband (CircAid® juxtalite®) mit genügend hohem Druck anzulegen.

Material und Methoden: 31 Patienten (CEAP C6=23, C5=5, C3=2, gemischt arteriell-venöses Ulkus = 1) legten nach kurzer Instruktion den Klettverschluss-Verband an den eigenen Beinen an und wurden gebeten, den Druck nach ihrem Gefühl nachzujustieren. Der Druck unter dem Verband wurde nach Anlegen und 24 Stunden später gemessen.

Ergebnisse: Die medianen Druckwerte am ersten und zweiten Tag betrugen bei den 30 Patenten ohne arterielle Verschlüsse 44,5 mmHg (IQR 42–48) bzw. 46 mmHg (IQR 44–48,25), beim Patienten mit einem gemischt arteriell-venösen Ulkus 34 bzw. 36 mmHg.

Schlussfolgerung: Alle gemessenen Druckwerte lagen im therapeutisch gewünschten Bereich, was zeigt, dass eine adäquate Selbstbehandlung mit Klettverschluss-Binden möglich ist, und dass die Patienten den Druck durch Nachjustieren auch aufrechthalten können.

 

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