vasomedQuiz 3-2018 - Kennen Sie dieses Krankheitsbild?

E. Mendoza

68-jährige Frau, vorgestellt von ihrem Hausarzt (HA) zum Ausschluss eines Lipödems. Seit sechs Monaten habe sie eine Umfangvermehrung der Oberarme bemerkt. Dies sei zusammengefallen mit einer ausgeprägten Anämie nach Einnahme eines Rheuma-Mittels (Arthritis).

Die Anamnese ist sehr erschwert, das einzige, was die Patientin weiß ist, dass sie in ihre Kleidung nicht mehr passt, und dies belastet sie sehr. Angaben zu Medikamenten sind nicht möglich, der HA im Urlaub, keine weiteren Angaben auf der Überweisung. Die Patientin ist spindeldürr, hat einen BMI von 17, ganz dünne Unterarme und ab Mitte der Oberarme bis zum Nacken eine deutliche, weiche Fettvermehrung (s. Abb.). Ein Druckschmerz ist nicht vorhanden, auch keine Wassereinlagerung im Ultraschall; hier stellt sich das Gewebe homogen hyperechogen mit Septen wie beim typischen Fettgewebe dar.

Der vom HA dann zur Verfügung gestellte Brief gibt folgende Aufschlüsse: Zustand nach Alkoholabusus mit Entzug, derzeit unklare Abhängigkeitssituation, Leber­zirrhose, COPD, Arthritis der Finger in Behandlung mit Immunsuppressiva bis vor sechs Monaten. Damals bei Zustand nach Teerstühlen mit Anämie (Hb 7,6 mg/dl) stationäre Aufnahme, Bluttransfusion, Magen- und Darmspiegelung und Nachweis einer erosiven Gastritis, Helicobacter pylori positiv. In der Folge Absetzen der Immunmodulation, Antibiose, Protonenpumpenhemmer. Derzeitige Medikation Metamizol, Tilidin, Diclofenac, Pantoprazol, Salmeterol, Salbutamol und Risendronsäure sowie Vitamin D. Die Arme wurden im Bericht nicht beschrieben. Laut HA und Patientin aber seitdem Umfangzunahme.             

E. Mendoza, Venenpraxis, Wunstorf

Frage: Welche Diagnose würden Sie stellen?

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Auflösung des vasomedQuiz aus vasomed 2/2018

Der Patient leidet an einem Morbus Mondor einer oberflächlichen Vene am Thorax. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Thrombophlebitis superficialis von epifaszialen Venen des Rumpfes, aber zum Beispiel auch des Penis. Ausgelöst werden kann die Erkrankung durch ein Trauma. Im Falle einer spontanen Entstehung muss an eine paraneoplastische oder auch parainfektiöse Ursache gedacht werden. Im Falle des Patienten ergab die erneute und forcierte Anamneseerhebung eine bekannte HIV-Infektion.

T. Hirsch, Praxis für Innere Medizin und Gefäßkrankheiten, Halle/Saale