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Allgemein- & Innere Medizin, Proktologie, Aus der Industrie Allgemein- & Innere Medizin Analbeschwerden
Dossier Analbeschwerden

Komplexer als gedacht? Hämorrhoidalleiden in der hausärztlichen Praxis

Hämorrhoidalleiden zählen zu den häufigen Beratungsanlässen im Praxisalltag. Neben klassischen Risikofaktoren wie einem ungünstigen Toilettenverhalten, Obstipation oder Bewegungsmangel rücken aktuelle Daten genetische Einflüsse sowie mögliche Zusammenhänge mit Komorbiditäten in den Fokus.1-3


16.04.2026
DR. KADE
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Genetik und Komorbiditäten differenziert einordnen

Eine groß angelegte genomweite Assoziationsstudie identifizierte 102 unabhängige Risikoloci, darunter Gene mit Bezug zur neuromuskulären Motilität, zur Kontraktion glatter Muskeln und zur Organisation der extrazellulären Matrix.1 Die Daten sprechen für einen genetischen Mitbeitrag, erlauben jedoch keine kausalen Aussagen zur Krankheitsentstehung. Retrospektive Analysen berichten zudem über eine erhöhte Depressionsinzidenz bei Betroffenen, wobei die eingeschränkte diagnostische Validität hämorrhoidaler Kodierungen im hausärztlichen Setting zu berücksichtigen ist.2 Auch für Diabetes mellitus zeigen Beobachtungsstudien eine erhöhte Prävalenz, ohne einen kausalen Zusammenhang zu belegen.3

Versorgungsrealität: hohe Symptomlast – geringe Inanspruchnahme

Hämorrhoidalleiden sind im Alltag vieler Betroffener präsent, dennoch ist die Inzidenz derjenigen, die sich laut S3-Leitlinie in ärztliche Behandlung begeben, sehr niedrig (ca. 4 %).4 Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte trotz Symptomen wie Juckreiz, Nässen oder Blut auf dem Stuhl keinen ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholt – häufig mit der Begründung, die Beschwerden seien „nicht schlimm genug“.5 Obwohl Hämorrhoidalleiden in vielen Fällen konservativ behandelbar sind, werden Betroffene oft erst bei zunehmender Symptomatik vorstellig. In der Praxis kommen dabei – je nach Symptomatik – auch verschreibungspflichtige Präparate zum Einsatz. Liegt zum Beispiel eine kombinierte Analerkrankung aus einem Hämorrhoidalleiden zusammen mit Schmerzen durch eine kleine Fissur oder eine Analvenenthrombose vor, können bei akuten Schmerzen auch stärkere Lokalanästhetika wie Cinchocain z. B. in DoloPosterine® verordnet werden. Bei entzündlichen Begleiterscheinungen, etwa einem irritativ-toxischen Anal­ekzem, können topische Corticosteroide wie in Postericort® eingesetzt werden.

Unterstützung für reponierbare Hämorrhoiden

In der Umfrage berichten 27 % der Befragten, bereits außenliegende Hämorrhoidalpolster ertastet zu haben, die sich spontan oder aktiv wieder in den Analkanal zurückverlagern lassen; 10 % geben an, die Polster mit dem Finger zurückzuschieben.5 Der Postericare® Hämorrhoiden-Stick von DR. KADE ergänzt die Selbstmedikation bei Hämorrhoiden Grad II–III um eine physikalisch wirksame Option: Der anatomisch angepasste Stick aus medizinischem Silikon wird insbesondere nach dem Stuhlgang angewendet und unterstützt eine schonende Repositionierung der hervorgetretenen Polster. Durch das Zurückverlagern und Halten in physiologischer Position können angestaute Flüssigkeiten besser abfließen, was die Rückbildung des geschwollenen Hämorrhoidalgewebes begünstigt und das Risiko typischer Beschwerden wie Nässen, Brennen oder Reizungen reduzieren kann. 
 

1 Zheng T et al. Genome-wide analysis of 944,133 individuals provides insights into the etiology of haemorrhoidal disease. Gut. 2021;70:1538–1549.
2 Kostev K et al. Hemorrhoids are associated with an increased risk of depression. J Psychiatr Res. 2024;175:381–385.
3 Ciftel E et al. Hemorrhoidal disease in the diabetic population. Life (Basel). 2025;15:178.
4 Joos AK, Jongen J. S3-Leitlinie Hämorrhoidalleiden – Kurzfassung. AWMF-Register-Nr. 081/007. Coloproctology. 2021;43:1–21.
5 Umfrage zum Thema Hämorrhoidalbeschwerden von ­Bilendi im Auftrag von DR. KADE, Stichprobe: 1.000 Personen der deutschen Bevölkerung im Alter von 25–69 Jahren, Befragungszeitraum 19.01.–02.02.2026.

Postericort® Salbe, Postericort® Zäpfchen, Wirkstoff: Hydrocortisonacetat. Verschreibungspflichtig. Zus.: 1 g Salbe enthält 3,3 mg Hydrocortisonacetat (Ph. Eur.). Sonst. Bestandt.: Phenoxyethanol, weißes Vaselin, gereinigtes Wasser, Wollwachs (enth. Butylhydroxytoluol). 1 Zäpfchen enthält 3,3 mg Hydrocortisonacetat (Ph. Eur.). Sonst. Bestandt.: Hartfett, mittelkettige Triglyceride. Anw.: Postericort® Salbe: Zur Behandlung von akutem, juckendem, gerötetem Analekzem. Postericort® Zäpfchen: Zur Linderung von akuten, juckenden, geröteten Analekzemen, insbesondere im Analkanal und angrenzenden Enddarm. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gg. einen Bestandteil des Arzneimittels, spezifische Hautprozesse (z. B. Tuberkulose, Lues, Gonorrhoe) im Behandlungsbereich, Varizellen, Vakzinationsreaktionen, bakterielle Hautinfektionen, Mykosen, periorale Dermatitis, Rosacea, Säuglinge. Nebenw.: Allergische Hautreaktionen (allergische Follikulitiden, Lokalreaktion, Blutung, Brennen, Juckreiz, Trockenheit, Spannung im Analbereich); bei länger dauernder Anwendung Hautatrophien, Steroidakne, Teleangiektasien, Striae. Warnhinw.: Postericort® Salbe enthält Wollwachs und Butylhydroxytoluol. Packungsbeilage beachten. DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin. 
Stand: 11/2025


DoloPosterine® N Salbe (Creme), DoloPosterine® N Zäpfchen, Wirkstoff: Cinchocainhydrochlorid. Verschreibungspflichtig. Zus.: 1 g Creme enthält 5,0 mg Cinchocainhydrochlorid. Sonst. Bestandt.: Aluminiumstearat; Butylhydroxytoluol (Ph. Eur.); Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Citronensäure-Monohydrat; Glycerolmonostearat 40 - 55; Isopropylmyristat (Ph. Eur.); Magnesiumstearat (Ph. Eur.); Palmitoylascorbinsäure (Ph. Eur.); Pentaerythritoldicocosfettsäureester; Propylenglycol; hochdisperses, hydrophobes Siliciumdioxid; weißes Vaselin; gereinigtes Wasser. 1 Zäpfchen enthält 6,0 mg Cinchocainhydrochlorid. Sonst. Bestandt.: Butylhydroxytoluol (Ph. Eur.), Citronensäure-Monohydrat, Glycerolmonostearat 40 - 55, Hartfett, Palmitoylascorbinsäure (Ph. Eur.), Propylenglycol, mittelkettige Triglyceride. Anw.: Zur symptomatischen Linderung von akuten Schmerzen bei anorektalem Symptomkomplex. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gg. Cinchocainhydrochlorid od. einen d. sonst. Bestandteile; Kinder < 12 Jahren. Vermeidung gleichzeitiger Anwendung anderer Lokalanästhetika. Nebenw.: Lokale Überempfindlichkeitsreaktionen im Afterbereich (Jucken, Brennen); Kontaktekzem (Rötung, Bläschenbildung); generalisiertes Kontaktekzem (Rötung, Bläschenbildung mit Ausbreitung). Warnhinw.: DoloPosterine® N Salbe enthält Butylhydroxytoluol, Cetylstearylalkohol u. Propylenglycol. DoloPosterine® N Zäpfchen enthalten Butylhydroxytoluol. Packungsbeilage beachten. DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin. 
Stand: 03/2023 

Mit freundlicher Unterstützung der DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH