Wie die Namen der WM-Fußballspieler richtig klingen

Die korrekte Aussprache von Spielernamen wie Wojciech Szczęsny oder Kepa Arrizabalaga ist nicht immer leicht. Maximilian Hubert, Student der Geschichte und Slavistik an der Universität Bamberg, hat deshalb im Rahmen eines Audio-Projekts ausländische Namen von Sportlern, Schiedsrichtern und Trainern eingesprochen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat begonnen. 32 Nationen werden das Turnier in insgesamt 64 Spielen ausrichten. Bis zum Finale am 15. Juli 2018 wird die Berichterstattung der Zeitungen, in Radio und Fernsehen von den sportlichen Erfolgen und Niederlagen großer und kleiner Länder geprägt sein. Dabei können Fans, Zuschauer, Kommentatoren oder Moderatoren leicht in ein Fettnäpfchen treten, denn die korrekte Aussprache von Spielernamen wie Wojciech Szczęsny oder Kepa Arrizabalaga ist nicht immer leicht. Maximilian Hubert, Student der Geschichte und Slavistik an der Universität Bamberg, hat deshalb im Rahmen eines Audio-Projekts bereits zum zweiten Mal ausländische Namen von Sportlern, Schiedsrichtern und Trainern eingesprochen. Unterstützt wird er dabei von Lehrenden und Muttersprachlern, die zum Großteil an der Universität Bamberg studieren.

Die Audiodateien sind nebst einer Liste mit der korrekten Schreibweise und weiteren Informationen zu den Spielern zum Nachhören und Nachlesen kostenlos im Webauftritt der Universität Bamberg zu finden:
www.uni-bamberg.de/slavling/wm-2018 

Seine Geburtsstunde hatte das Projekt anlässlich der Europameisterschaft 2016 gefeiert. Im Jahr 2018 arbeiteten rund zwei Dutzend Helfer daran, „einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten“, wie es Maximilian Hubert ausdrückt. Keine leichte Aufgabe, denn bei der korrekten Aussprache der Spielernamen müssen selbst Muttersprachler feinste regionale sowie individuelle Unterschiede beachten. Spanisch ist beispielsweise nicht Spanisch: Die Aussprache in Mexiko oder Argentinien unterscheidet sich hörbar von der europäischen Variante. Hinzu kommen individuelle Fälle wie Namen, die nicht aus der Muttersprache des Benannten stammen, aber an deren Ausspracheregeln angepasst werden. Der eigentlich englische Vorname von James Rodríguez wird beispielsweise im kolumbianischen Spanisch „Chames“ ausgesprochen. Wegen dieser feinen Unterschiede liegen den Audio-Dateien zusätzliche Recherchen zugrunde, die Beiträge und Interviews in der jeweiligen Landessprache auswerten. Doch für den Fußball-Fan Maximilian Hubert lohnt die Mühe: „Schließlich ist es ein Zeichen von Respekt, die Namen richtig auszusprechen.“

Quelle: Tanja Eisenach, Otto-Friedrich-Universität Bamberg.