Dreimonatskoliken – was leisten Phytotherapeutika?

Zubereitungen aus Fenchel (Foeniculum vulgare) und Pfefferminze (Mentha piperita) lindern bei Säuglingen kolikartige Beschwerden und Schreiattacken, und sind dabei gut verträglich.

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So lautet das Fazit eines aktuellen systematischen Reviews mit Metaanalyse, der die Daten aus sieben randomisierten kontrollierten Doppelblindstudien (RCTs) untersuchte.

Die Behandlung erfolgte mit pflanzlichen Mono- oder unterschiedlichen Kombinationspräparaten in Form von Tropfen oder Tees, in Kombination bzw. im Vergleich mit Lactobacillus-Stämmen (n=1), Simeticon (n=1) bzw. mit Massage (n=1).

Als Zielparameter wurden die Dauer von Wein-/ Schreianfällen, kolikartige Beschwerden sowie die Anzahl an nächtlichen Wachphasen erfasst.

Einfluss auf Wein-/Schreiattacken

Die Behandlung mit Fenchel hatte bereits nach einwöchiger Anwendung einen signifikanten Einfluss auf die Dauer der Wein-/Schreiattacken; Pfefferminze reduzierte die tägliche Kolikdauer deutlich stärker als Simeticon. Die Verträglichkeit der pflanzlichen Präparate war sehr gut.

Zwar gehen die Autoren trotz der unterschiedlichen Therapieansätze nur von einer geringen, nicht signifikanten Heterogenität der vorliegenden Studien aus. Dennoch werden für gezielte Therapieempfehlungen weitere Studien von guter Qualität benötigt.

Quelle: http://jpr.mazums.ac.ir/article-1-165-en.pdf