Lavendelöl gegen Schlafstörungen und depressive Verstimmung

Aufgrund permanenter beruflicher oder privater Überforderung oder einschneidender belastender ­Ereignisse leiden immer mehr Menschen an innerer Unruhe und Angstgefühlen. Daraus können sich Schlaf­störungen und depressive Begleitbeschwerden entwickeln. Die Symptome verschwinden meist nicht ohne Behandlung und beeinträchtigen die Alltagsaktivität und die Lebensqualität der Betroffenen.

Da psychische Erkrankungen oft nicht von alleine ausheilen1, ist es wichtig, schon leichtere psychische Beschwerden ernst zu nehmen und zu behandeln. Viele Patienten legen dabei Wert darauf, keine chemisch-synthetischen Arzneimittel verschrieben zu bekommen, da sie deren Nebenwirkungen und Abhängigkeit fürchten2.

Eine gut verträgliche pflanzliche Option ist Lasea®, das zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung zugelassen ist. Das darin enthaltene hochdosierte, spezielle Öl ­Silexan® aus dem Arzneilavendel (­Lavandula ­angustifolia Mill.) löst die ständige Anspannung und die kreisenden Gedanken, Unruhe und Angstgefühle lassen nach, Entspannung ist wieder möglich. Es ist nicht verschreibungspflichtig und führt im Gegensatz zu vielen chemisch-synthetischen Beruhigungs- und Schlafmitteln nicht zu Abhängigkeit. Da es tagsüber nicht müde macht, beeinträchtigt es weder die Konzentration noch die Maschinen- oder Fahrtüchtigkeit.

Zudem ist es gut verträglich und auch für eine längere Anwendung geeignet. Mehrere klinische Studien und auch Metaanalysen zeigten die Wirksamkeit von ­Silexan® bei Angstgefühlen, Unruhezuständen und daraus resultierenden Schlafstörungen. Der pflanzliche Wirkstoff ist daher geeignet für Patienten, die aktiv und berufs­tätig sind und eine wirksame Behandlung benötigen.

Wie wirkt sich Lavendelöl auf depressive Symptome aus?

MetaanalyseMäßig starke depressive Begleitsymptome besserten sich in der Verumgruppe statistisch signifikant stärker als in der Placebo­gruppe.

Auf einestärker ausgeprägtedepressive Begleit­symptomatik wirkte sich das Lavendel­öl noch deutlicher positiv aus.

Häufig haben Patienten mit ängstlicher Verstimmung auch depressive Begleitsymptome oder erhalten in der Folge eine weitere Dia­gnose einer psychischen ­Erkrankung, zum Beispiel die der Depression.3 Eine Metaanalyse untersuchte 2012 den Einfluss von ­Silexan® auf depressive Begleitsymptome.4

Anhand des Items 6 der ­Hamilton-Angst-Skala (HAMA) wurden die depressiven Symptome Interessen­verlust, mangelnde Freude an ­Hobbys, Nieder­geschlagenheit, Früherwachen und Tagesschwankungen bewertet. Verglichen wurde dieser Punktwert zwischen Studienbeginn und zehn Wochen nach Behandlung mit ­Silexan® oder Placebo. Mäßig starke depressive Begleitsymptome besserten sich in der Verumgruppe statistisch signifikant stärker als in der Placebo­gruppe. Auf eine stärker ausgeprägte depressive Begleit­symptomatik wirkte sich das Lavendel­öl noch deutlicher positiv aus.

Gute Wirkung auch bei Symptomen einer ängstlichen und depressiven Verstimmung

Auch bei Patienten, die Symptome sowohl einer ängstlichen als auch einer depressiven Verstimmung zeigen, wurde untersucht, ob Silexan® einen positiven Einfluss auf die depressive Symptomatik in Zusammenhang mit der Angsterkrankung hat.5

Zur Bewertung wurden die HAMA und die Montgomery-Åsberg-­Depressions-Skala (MADRS) herangezogen. Ein Vergleich der Punktwerte über zehn Wochen unter einer Behandlung mit Silexan® oder Placebo zeigte, dass sich die depressiven Symptome bereits nach zwei Wochen besserten. Ab der vierten Woche bis zum Behandlungsende war der positive Effekt in der Verumgruppe statistisch signifikant stärker ausgeprägt als in der Placebogruppe. So sank beispielsweise der MADRS-­Gesamtwert in der Verumgruppe von einem mittleren Ausgangswert von 22,0 (± 6,4) Punkten auf 12,8 (± 8,7) Punkte bei Behandlungsende und in der Placebo­gruppe von 22,1 (± 6,1) auf 16,0 (± 9,8) Punkte (p ≤ 0,01).

Weniger Fehltage bei der Arbeit mit Lavendelöl

Am Behandlungsende fühlten sich in der Arztbeurteilung nach CGI (Clinical Global Impression) 47,7 Prozent der Patienten unter Silexan® „besser“ oder „viel besser“. Unter Placebo waren dies nur 31,2 Prozent der Patienten (p < 0,01). Einschränkungen bei der Arbeit, in der Schule, in der Ausbildung oder im Sozial- bzw. ­Familienleben sowie bei Aufgaben im Haushalt waren in der Verumgruppe geringer. Außerdem hatten diese Patienten auch deutlich weniger Fehltage bei der Arbeit, in der Schule oder in der Ausbildungsstätte sowie weniger Tage mit geringer Produktivität.

Auch in den Gesamtwertungen des mentalen und körperlichen Gesundheitsempfindens im SF-36 (Short Form Health Survey) war ­Silexan® Placebo signifikant überlegen. Unerwünschte Ereignisse traten unter dem Lavendelöl (25,0 %) nur wenig häufiger auf als unter dem Placebo (22,8 %). Aufstoßen war die einzige Nebenwirkung, die in der Silexan®-Gruppe deutlich häufiger vorkam.


Beide Studien4,5 zeigen, dass ­Silexan® depressive Symptome als begleitende Beschwerden bei Unruhe- und Angstzuständen lindern kann.*



Welchen Effekt hat ein spezielles ­Lavendelöl auf Schlafstörungen?

Symptome von Unruhezuständen und ängstlicher Verstimmung können die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. Stetiges Grübeln macht tagsüber zerstreut, nachts lässt es die unruhigen Patienten häufiger aufwachen und nicht mehr einschlafen. Wenn der Schlaf nicht erholsam ist, sind sie nicht mehr in gewohnter Weise in der Lage, die Herausforderungen des Alltags zu bewältigen. In einer aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftler nun, worauf der Schlaf-verbessernde Effekt von Silexan® basiert6: Sie fanden heraus, dass sich das Lavendelöl statistisch signifikant positiv auf den Schlaf auswirkt – und zwar nicht direkt, sondern indirekt, indem es anxio­lytisch wirkt. Der verbesserte Schlaf unter Silexan® beruht also nicht auf einer Sedierung, sondern ist vielmehr die Folge der beruhigenden und angstlösenden Wirkung des Lavendel­öl-Präparates.

Wirksam ohne Wechselwirkungen, Abhängigkeit und Gewöhnung

Für Silexan® sind keine Wechsel­wirkungen bekannt, auch nicht mit oralen Kontra­zeptiva.7,8 Es ist daher problemlos mit anderen Medikamenten kombinierbar. Dabei besitzt das Lavendel­öl kein Abhängigkeitspotenzial. Eine Studie zeigt, dass bei abruptem Absetzen nach Therapieende (10 Wochen) keine Entzugsymptomatik auftritt.9 Bei Langzeit­einnahme von Silexan® kommt es weder zu einer Abschwächung der Wirkung noch zu einer Gewöhnung. Mögliches Aufstoßen kann durch eine Einnahme zum Essen oder kurz vor dem Zubettgehen gebessert werden.
Das spezielle ätherische Öl Silexan® wird durch schonende Wasserdampfdestillation aus dem Arzneilavendel gewonnen. Der kontrollierte Wirkstoffgehalt des ­Lavendelöls in Silexan® übertrifft dabei sogar die strengen Anforderungen des ­Europäischen Arzneibuches (Ph. Eur.).

* In einer klinischen Studie wird nun der antidepressive Effekt des Lavendel­öls bei Vorliegen einer leichten bis mittelschweren Depression genauer untersucht.

1 Wittchen H-U et al. Eur Neuropsychopharmacol 2011; 21: 655-679.
2 Volz HP. EHK 2011; 60(4): 212-218.
3 Lewinsohn PM et al. Psychol Med 2004; 34: 613-622.
4 Kasper S et al.World J Biol Psychiatry 2018; 19(6): 412-420.
5 Kasper S et al. Eur Neuropsychopharmacol 2016; 26(2): 331-340.
6 Seifritz E et al. J Psychiatr Res 2019; 115: 69-74.
7 Doroshyenko O et al. Drug Metab Dispos 2013; 41(5): 987-993.
8 Heger-Mahn D et al. Drugs R D 2014; 14(4): 265-272.
9 Gastpar M et al. Int J Psychiatry Clin Pract 2017; 21(3): 177-180.

Mit freundlicher Unterstützung von Dr. Willmar Schwabe