Risikofaktoren für eine Blasenentzündung

Auch wenn eine Blasenentzündung eine bakterielle Infektion ist, gibt es Faktoren und Einflüsse, die das Risiko einer Blasenentzündung erhöhen können z.B. Kälte hervorgerufen durch nasse Badekleidung.


Geschwächtes Immunsystem aufgrund von Stress

Stress und Schlafmangel schwächen das menschliche Immunsystem grundsätzlich – und machen es damit auch anfälliger für Infektionen wie eine Blasenentzündung.


Kälte oder Nässe

Nasse Bekleidung im Sommer

Ein entspannter Urlaubstag. Gerade noch die Sonne und das kühle Nass genossen, ein paar Stunden später das: Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen – verräterische Symptome einer Blasenentzündung.

Hervorgerufen wird sie meist von E.coli Bakterien, die nach einer Schmierinfektion an der äußeren Harnröhrenöffnung in die Harnwege aufsteigen. Ist der Körper Kälte und Nässe ausgesetzt, ziehen sich die Gefäße zusammen und die Durchblutung sinkt. Eine schlecht durchblutete Schleimhaut ist häufig nicht mehr in der Lage eine aufsteigende Infektion abzuwehren, die Zystitis erwischt die Betroffenen sprichwörtlich kalt. Deshalb gilt auch bei heißen Temperaturen: nasse Badekleidung unbedingt wechseln!

Tipp: Während eines Badeurlaubs können 2 g D-Mannose täglich zur Prophylaxe eingesetzt werden. 
 

 

Geschlechtsverkehr

Zuviel des Guten und auch zuviel des Schönsten kann eine lästige Blasenentzündung verursachen: häufiger Sex nämlich. Er reizt die Schleimhäute, außerdem gelangen die Bakterien durch die mechanische Reibung leichter in die Harnröhre, die gerade bei Frauen sehr kurz ist.

Das Risiko für wiederkehrende Harnwegsinfektionen erhöht sich mit der Häufigkeit von Geschlechtsverkehr.1 

 

 

 

Häufiger Geschlechtsverkehr kann das Risiko für wiederkehrende Harnwegsinfektionen um das 10-Fache erhöhen.1

Diabetes

Diabetiker gehören zur Risikogruppe für Blasenentzündungen, auch hier sind vor allem Frauen betroffen. Hohe Blutzuckerwerte führen dazu, dass die Niere die Glucose in den Urin abgibt. Der ist bekanntermaßen warm und zusammen mit der Glucose ein idealer Nährboden für Bakterien: Sie können sich schneller vermehren, das Infektionsrisiko steigt. Außerdem kann Diabetes zu einer Blasenfunktionsstörung führen, bei der die Blase nicht ganz entleert wird. Der dauerhafte Restharn kann einer Blasenentzündung ebenfalls Vorschub leisten. Bei Diabetikern kann die Blasenentzündung schwieriger zu diagnostizieren sein, weil sie oftmals keine Schmerzen verursacht.

Weitere Faktoren:

  • Übertriebene Intimhygiene
  • Geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre)

    mehr zum Risikofaktor Wechseljahre finden Sie hier 

————

1 Scholes D et al., Risk Factors for Recurrent Urinary Tract Infection in Young Women. J Infect Dis. 2000 Oct; 182(4): 1177–82. 3.

Mit freundlicher Unterstützung der Klosterfrau Healthcare Group