D-Mannose: einzigartiges Wirkprinzip ohne Resistenzrisiko

Blasenentzündungen gehören zu den häufigsten Infektionen bei Frauen. Zunehmende Antibiotikaresistenzen erfordern jedoch ein Umdenken in der Therapie. Der natürliche Zucker D-Mannose bietet aufgrund seines einzigartigen Wirkprinzips eine gute Option für die Prävention und unterstützende Behandlung bei rezidivierenden Harnwegsinfekten – ohne ein bekanntes Risiko von Antibiotikaresistenzen.


Weshalb treten Blasenentzündungen so häufig wiederholt auf?

Eine Blasenentzündung kommt selten allein, in vielen Fällen sind Rezidive zu beobachten.  Bakterien schützen sich vor Immunreaktionen oder Antibiotika durch Eindringen ins Gewebe. In diesem sog. Keimreservoir verbleiben sie und werden von der Erstbehandlung und der körpereigenen Abwehr nicht erfasst. Zu einem späteren Zeitpunkt treten diese Keime aus dem Keimreservoir hervor und können erneut Probleme verursachen - es kommt zu einer Reinfektion durch verspätet freigesetzte E. coli Bakterien


Rezidivprophylaxe

Die übliche Therapie und Rezidivprophylaxe bei unkomplizierten HWI besteht in der Gabe von Antibiotika – mit dem Risiko der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen und weiteren Nebenwirkungen. Als Alternative zu Antibiotika werden bei akuter unkomplizierter Zystitis traditionell pflanzliche Wirkstoffe eingesetzt. Verwendung finden vor allem Bärentrauben- und Birkenblätter, Cranberry- und Preiselbeerfrüchte, Orthosiphonblätter, Goldrutenkraut, Wacholderbeeren und Liebstöckelwurzel, die im Allgemeinen als Teemischungen angewendet werden, was eine standardisierte Behandlung erschwert.

Vorteile in der Prävention und unterstützenden Behandlung von rezidivierenden HWI kann der natürliche Zucker D-Mannose bieten. Verantwortlich hierfür ist der besondere Wirkmechanismus.


So wirkt D-Mannose

D-Mannose ist ein Epimer der Glucose, das die Anhaftung von Pathogenen an das Epithel der Harnwege wirksam verhindert, und damit die Anlagerung von Mikroben unterbinden kann, die in den Urogenitaltrakt eindringen. Dadurch wird die Virulenz bzw. Fähigkeit, sich an das Gewebe der Harnwege anzuheften, herabgesetzt und das hilft, ein erneutes Auftreten von Infektionen physikalisch zu verhindern.



Spezifische Wirkung am Infektionsort

Verursacht werden Blasenentzündungen in den meisten Fällen – bis zu 90 % – durch das Darmbakterium E. coli. Um im Harntrakt aufzusteigen, nutzen E. coli Bakterien die sogenannte Stick-and-roll Bewegung. Mithilfe des FimH-Proteins docken sie dabei an den Zelloberflächen des Harntrakts an.

Oral eingenommen durchläuft D-Mannose den Körper, nahezu ohne verstoffwechselt zu werden. Löst sich das FimH, kann D-Mannose die Bindungsstellen als natürlicher FimH-Antagonist besetzen, sodass  die Bakterien nicht mehr an die Schleimhautzellen im Urogenitaltrakt andocken und keine Entzündung auslösen können. Die Zucker-Bakterien-Komplexe werden mit dem Urin ausgeschwemmt.

Eine Resistenzentwicklung ist bei dieser Art der Inaktivierung der Bakterien nicht bekannt.

 


Wirkweise von Femannose N




Klinisch belegte Wirksamkeit von D-Mannose

Klinische Studien1,2 belegen, dass der natürliche Zucker D-Mannose in der Prophylaxe von rezidivierenden Blasenentzündungen ebenso gut wirksam ist wie die übliche Antibiotikatherapie – ohne Resistenzrisiko und bei besserer Verträglichkeit. Eine ausführliche Beschreibung der Studien finden Sie hier ►Klinisch belegte Wirksamkeit von D-Mannose bei HWI

Auch laut der  S3-Leitlinie Harnwegsinfektionen3 kann bei häufig rezidivierender Zystitis der Frau D-Mannose zur Prophylaxe empfohlen werden. 

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1 Kranjcec B et al. World J Urol 2014; 32: 79–84
2 Porru D et al. J Clin Urol 2014; 7: 208–13
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-044l_S3_Harnwegsinfektionen_2017-05.pdf

Mit freundlicher Unterstützung der Klosterfrau Healthcare Group