Experteninterview: Blasenentzündungen wirksam mit D-Mannose vorbeugen und unterstützend behandeln

Akute Harnwegsinfekte (HWI) sind ein brennendes Problem. Bei leichteren und rezidivierenden HWI wird der Einsatz von Antibiotika aufgrund des Risikos von Resistenzbildungen kritisch betrachtet. Im Interview sprach PD Dr. med. Gert Naumann, Erfurt, über die Vorteile zur Prophylaxe und unterstützenden Behandlung unkomplizierter HWI mit D-Mannose (in Femannose® N).

Rund 70 % aller Frauen leiden mindestens einmal im Leben unter einer unkomplizierten HWI, 5 – 10 % der Betroffenen wiederholt. Auslöser ist meist Escherichia coli. Die übliche Therapie und Rezidivprophylaxe bei unkomplizierten HWI besteht in der Gabe von Antibiotika – mit dem Risiko der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen. Die Indikation zur Antibiotikatherapie sollte daher streng gestellt werden, betont PD Dr. Gert Naumann, HELIOS  Klinikum Erfurt.

Vorteile in der Prophylaxe und unterstützenden Behandlung von HWI kann der natürliche Zucker D-Mannose bieten. Verantwortlich hierfür ist der besondere Wirk­mechanismus (s. Interview).

Klinisch belegte Wirksamkeit von D-Mannose

Eine randomisierte klinische Studie (RCT) belegt, dass D-Mannose in der Rezidivprophylaxe von Harnwegsinfekten ebenso wirksam ist wie die Therapie mit dem Standardantibiotikum Nitrofurantoin und zudem besser verträglich.1 Die Studie hatte insgesamt 308 Frauen mit akuter Cystitis eingeschlossen, die wiederholt unter Harnwegsinfekten gelitten hatten. Nach sechs Monaten hatten in der Gruppe ohne Prophy­laxe rund 61 % der Frauen erneut eine Blasenentzündung, in der Nitrofurantoin-Gruppe 20,4 % und in der D-Mannose-Gruppe nur 14,6 %. 

In einer randomisierten Cross-over-Studie bei 60 Patientinnen mit akutem symptomatischem HWI und mindestens drei HWI-Rezidiven innerhalb der letzten zwölf Monate verlängerte D-Mannose im Vergleich zur Antibiotikagabe signifikant die Zeit bis zum Auftreten eines erneuten HWI-Rezidivs (52,7 vs. 200 Tage; p < 0,0001).2

In Femannose® N ist D-Mannose mit 2 g optimal dosiert, natürlich vegan, frei von Gluten, Laktose und Konservierungsmitteln.

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3 Fragen an Dr. Gert Naumann

Wie wirkt D-Mannose?

D-Mannose ist ein natürlicher Einfachzucker. Er wird von der Leber und Niere nicht verstoffwechselt, sondern nach der Einnahme über die Nieren in die Blase abgegeben. Dort bindet er an die Fimbrien der E. coli-Bakterien und blockiert diese. Anstatt sich an der Blasen­innenwand anzuheften und eine Entzündung auszulösen werden die Bakterien so mit dem Urin ausgeschwemmt. D-Mannose zeichnet sich durch eine hohe Effektivität aus, ist gut verträglich und trägt nicht zur Resistenz­bildung bei.

Welche Empfehlungen geben die Leitlinien für die Behandlung einer unkomplizierten HWI?

Die aktuellen Leitlinien zur Behandlung des unkomplizierten Harnwegsinfekts geben uns die Möglichkeit zwischen einer Behandlung mit und ohne Antibiotikum zu wählen. Wir wissen, dass eine Antibiotikagabe effektiv ist, aber in Anbetracht der hohen Resistenzlage sehr sorgsam gewählt werden sollte. Da 30 – 50 % der unkomplizierten HWI nach einer Woche spontan abgeheilt sind, sollten wir auch die Möglichkeit überprüfen, mit Methoden ohne Antibiotika zu behandeln. In vielen Fällen, gerade bei leicht oder mittelschweren Problemen, kann die Patientin auch mit einer gut verträglichen und wirksamen Selbstmedikation arbeiten, sodass wir hier kein Antibiotikum benötigen.

Wann ist eine vorbeugende Einnahme von D-Mannose sinnvoll?

Es gibt in unserem klinischen Alltag eine große Gruppe an Frauen, die sehr anfällig für HWI sind und die wissen, dass sie durch HWI in ihrem Alltag sehr beeinträchtigt sind. Diese Frauen wünschen sich ein präventives Mittel, um Rezidiven vorbeugen zu können – insbesondere in bestimmten Lebenssituationen wie berufliche Aktivität oder Antritt eines Urlaubes. Hier bietet sich D-Mannose als sehr gut verträgliches und wirksames Präparat gut an, um Rezidive zu verhindern.

 

1 Kranjcec B et al. World J Urol 2014; 32: 79–84
2 Porru D et al. J Clin Urol 2014; 7: 208–13


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