Persönliche Erfahrung mit D-Mannose zur Vorbeugung bei HWI – ein Interview

Rezidivierende Harnwegsinfekte (HWI) sind für viele Frauen eine starke Belastung. Sibylle S, 37 Jahre, erzählt im Interview wie HWI den Alltag beeinträchtigen und welche Erfahrungen sie mit verschiedenen Therapieformen gemacht hat.


Seit wann haben Sie mit Harnwegsinfekten zu kämpfen?

Es fing ungefähr im Alter von 20 Jahren an. Anfangs hatte ich circa zwei bis dreimal pro Jahr mit einer HWI zu kämpfen. Die Beschwerden sind dabei häufig sehr belastend, sodass ich mehr als einmal auch schon am Wochenende den ärztlichen Notdienst aufsuchen musste.


Beeinflusst die HWI Ihren Alltag?

Es ist gar nicht einmal die HWI an sich, die einen beeinträchtigt, da man durch eine Antibiotikagabe schnell wieder fit ist. Es ist eher der Gedanke, es könnte jederzeit in unpassenden Momenten wieder eine HWI auftreten, die die Lebensqualität mindert. Man versucht ständig alle Tipps zu berücksichtigen, um die nächste HWI möglichst lange hinaus zu zögern – viel trinken, nasse Kleidung wechseln usw. Einige schöne Dinge haben zudem einfach einen negativen Beigeschmack, wie z.B. Geschlechtsverkehr. Werden danach durch einen Gang zur Toilette die Bakterien nicht aus der Harnröhre gespült, bekomme ich oft zwei Tage später die Quittung in Form einer HWI. Das ist natürlich sehr unentspannt. Ähnlich ist es mit längeren Urlauben. Die Angst, hier eine HWI zu bekommen, ist ständig präsent – besonders, wenn es ein Badeurlaub ist.


Welche Therapie wurde zu Behandlungen der HWI angewendet?

Da die HWI oft von starken Schmerzen begleitet wurden, hat der Arzt eigentlich immer ein Antibiotikum verschrieben. Mein Hausarzt hatte mir anfänglich zur Vorbeugung und bei leichten HWI zusätzlich auch pflanzliche Präparate empfohlen. Ich muss allerdings sagen, dass ich von der Wirkung der Präparate nicht wirklich überzeugt war. Selbst wenn ich bei leichten Anzeichen einer HWI, direkt viel getrunken und pflanzliche Präparate eingenommen hatte, wurden die Symptome nicht besser. Auch die Einnahme von zusätzlichen Schmerzmitteln machten die Erkrankung nicht unbedingt erträglicher, und es endete früher oder später doch wieder mit der Einnahme eines Antibiotikums.


Wie empfinden Sie die häufige Einnahme von Antibiotika im Hinblick auf die Resistenzen?

Früher habe ich die Einnahme des Antibiotikums eigentlich nicht hinterfragt. Jetzt wird durch die Medien immer mehr kommuniziert, dass man Antibiotika eigentlich nicht leichtfertig einsetzen sollte – auch nicht bei HWI. Allerdings frage ich mich, wie ich das zum Beispiel für mich im Alltag umsetzen soll. Kein Antibiotikum zu nehmen würde für mich bedeuten, dass ich bestimmt für mindestens eine Woche außer Gefecht gesetzt wäre. Nach der Einnahme eines Antibiotikums geht es einem sehr schnell besser und man ist auch direkt wieder arbeitsfähig. Allerdings macht man sich dann schon Gedanken über die Resistenzen und der Wunsch nach einer wirksamen Alternative bzw.  einer geeigneten Prophylaxe ist groß.

 

Sybille S, 37 Jahre, über die Vorbeugung mit D-Mannose:
„Ich habe das gute Gefühl, etwas an der Hand zu haben, was ich erfolgreich zur Prophylaxe einsetzen kann.“

  

 

Haben Sie  vorbeugende Maßnahmen ausprobiert?

Es gibt wahrscheinlich nichts, was ich noch nicht getestet hätte. Viele pflanzliche Präparaten, zwischenzeitlich wurde auch viel über Cranberrysaft berichtet, sogar eine Impfung habe ich ausprobiert. Hier hatte ich auch das Gefühl, dass diese zwei bis drei Jahre erfolgreich war. Als allerdings wieder die erste HWI auftrat – ausgerechnet im Urlaub – machte sich hier etwas Enttäuschung breit. Da die Reaktion auf die Impfung bei mir sehr stark ausfiel und ich immer starke Schmerzen an der Einstichstelle hatte, habe ich mich dann doch wieder gegen die Impfung entschieden. Durch einen Austausch mit einer Freundin und zufällig parallel durch meinen Gynäkologen habe ich dann die Empfehlung mit D-Mannose bekommen.


Wie sah die Empfehlung aus und wie waren Ihre Erfahrungen mit der Einnahme von D-Mannose?

Da ein größerer Urlaub bevorstand habe ich die Sorgen bezüglicher einer erneuten HWI mit einer Freundin bzw. meinem Gynäkologen geteilt. Mir wurde empfohlen, zunächst 2 g D-Mannose täglich über 30 Tage  einzunehmen und im Urlaub dann prophylaktisch 2 g D-Mannose täglich anzuwenden. Die Empfehlung habe ich so umgesetzt. Zusätzlich habe ich  zwischenzeitlich D-Mannose prophylaktisch für fünf Tage verwendet z.B. im Sommer zur Freibadsaison oder in sexuell aktiverer Zeit. Mittlerweile sind zwei Jahre und sogar drei Urlaube vergangen. Bisher ist noch keine neue HWI aufgetreten. Ich kann natürlich nicht sagen, ob das wirklich 100%ig der Einnahme von D-Mannose zu verdanken ist und wann die nächste HWI auftreten wird. Aber ich habe zumindest das gute Gefühl, etwas an der Hand zu haben, was ich erfolgreich zur Prophylaxe einsetzen kann. Durch die Form des fertigen Trinkgranulats und den angenehmen Geschmack von Femannose empfinde ich es nicht als störend, die D-Mannose über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Auch viele Frauen in meinem Umfeld haben ähnlich gute Erfahrungen mit D-Mannose gemacht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: dal
 

Mit freundlicher Unterstützung der Klosterfrau Healthcare Group