Alle Beiträge aus der Onkologie
Darmkrebs bei jüngeren Menschen in Deutschland seltener als in den USA
Die Entwicklung hin zu mehr Darmkrebsdiagnosen bei Menschen unter 50 Jahren in den USA lässt sich in Deutschland nicht in vergleichbarem Ausmaß beobachten. Das ist die Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren einer Krebsregisterauswertung aus neun deutschen Bundesländern.1 Daraus schließen sie,...
S3-Leitlinie zur Palliativmedizin umfassend aktualisiert
Die aktualisierte S3-Leitlinie zur Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung erweitert die Versorgung um Empfehlungen zu Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zudem wurden zahlreiche bestehende Empfehlungen, unter anderem zur Symptomkontrolle, überarbeitet.
Pankreaskarzinom: Neuer Wirkstoff verdoppelt Überlebenszeit
Im Rahmen der Phase-III-Studie RASolute 302 überlebten Erkrankte mit Pankreaskarzinom mit dem neuen Wirkstoff Daraxonrasib doppelt so lange im Vergleich zu Patientinnen und Patienten, die stattdessen mit einer Chemotherapie behandelt wurden. Die Studienergebnisse wurden im Rahmen des jährlichen...
Onkolotsen unterstützen Krebspatienten auf ihrem Weg
Das Onkolotsen-Projekt bietet Krebspatienten* eine kontinuierliche und ganzheitliche Unterstützung und Begleitung an, weit über die Therapie hinaus. Es trägt der Tatsache Rechnung, dass die Herausforderungen in der Krebsversorgung ebenso gestiegen sind wie der Informations- und Betreuungsbedarf.
Neue Substanzen, neue Nebenwirkungen: Komplexe Substanzgruppen in der Gynäkoonkologie
Zunehmend halten neue, komplexe Substanzgruppen (CDK4/6-Inhibitoren, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und Immuncheckpoint-Inhibitoren) Einzug in die gynäkoonkologische Versorgung. Deren Nebenwirkungsprofile und konkrete Handlungsempfehlungen für die Mitbetreuung in der niedergelassenen Praxis waren...
Lymphomatoide Papulose: Diagnostik & Therapie
Die lymphomatoide Papulose (T-Zell-Pseudolymphom) ist ein seltenes, CD30-positives kutanes T-Zell-Lymphom. Dieser Beitrag liefert einen kompakten Überblick zu Ätiologie, Diagnostik und Therapie.
Lungenkrebsscreening seit April 2026: Frühe Diagnose erhöht Überlebenschancen
Das Lungenkrebsscreening per Niedrigdosis-CT ermöglicht Risikogruppen eine frühere Diagnose und verbessert die Therapiechancen. Auf dem 132. DGIM-Kongress wurde die neue Kassenleistung eingeordnet – mit konkreten Auswirkungen auf Abläufe in den Praxen.
FOKO 2026: Fortbildung als Schlüssel moderner Frauengesundheit
Unter dem Leitgedanken „Impulse für morgen – Kompetenz für heute“ setzte der FOKO 2026 vom 4. bis 7. März 2026 in Düsseldorf einen klaren Schwerpunkt auf kontinuierliche, qualitätsgesicherte Fortbildung als zentrale Voraussetzung für eine zukunftsfähige Gynäkologie und Geburtshilfe.
Neue S3-Leitlinie zu Ernährung in der Onkologie rät von Krebsdiäten ab
Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind laut Leitlinie nicht geeignet. So zeigen Studien keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für lebensgefährliche Mangelernährung.
S3-Leitlinie Mammakarzinom aktualisiert: Personalisierte Therapien im Fokus
Die aktualisierte S3-Leitlinie Mammakarzinom enthält neue Empfehlungen für Diagnostik und Screening bei Brustkrebs und empfiehlt Deeskalationsstrategien bei operativen Therapien. Außerdem nahmen die Autoren und Autoren zahlreiche neue medikamentöse, personalsierte Therapien in die Leitlinie auf.
SUPREMO-Studie: Weniger Bestrahlung nach Brustentfernung
Patientinnen, die aufgrund von Brustkrebs einen Brustentfernung (Mastektomie) erhielten, müssen nicht zusätzlich bestrahlt werden, wenn die feingewebliche Untersuchung nur ein mittleres Rückfallrisiko ergibt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle britische SUPREMO-Studie.
Kachexie - Wie Krebszytokine die Muskeln zerstören
Krebspatientinnen und -patienten nehmen häufig sehr stark ab. Ausgelöst wird diese durch Krebs induzierte Kachexie (CIC) durch Krebszytokine. Eine Studie hat nun untersucht, wie diese entzündungsfördernden Zytokine in den Stoffwechsel der Muskeln eingreifen und sie aktiv umgestalten.
Studien zeigen Wirksamkeit der verkürzten CyberKnife-Therapie bei Prostatakrebs
Die HYPOSTAT-Studienreihe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) erforscht die CyberKnife-Radiochirurgie, eine besonders schonende, hochpräzise Bestrahlungsmethode für Prostatakrebs. Ziel ist es, die Behandlungsdauer weiter zu verkürzen ohne Einbußen bei Sicherheit und Wirksamkeit.
Neue Leitlinie zum Fertilitätserhalt bei onkologischen Erkrankungen
Viele onkologische Therapien tragen dazu bei, die Gonadenfunktion der Patientinnen und Patienten zu schädigen. Die neue S2k-Leitlinie „Fertilitätserhalt bei onkologischen Erkrankungen“ beschreibt die Verfahren, die zum Erhalt oder der (Wieder-)Herstellung der Fertilität zu Verfügung stehen.
GeriPAIN: Erste S3-Leitlinie zur Schmerztherapie bei älteren Menschen
Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. veröffentlichte Ende Oktober die erste nationale und internationale S3-Leitlinie zur Schmerztherapie speziell für ältere Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen: „Schmerzmanagement bei GERiatrischen PAtIeNt:innen (GeriPAIN)“.
Bessere Bewertung der Aggressivität von Prostatakrebs durch KI
Die Einschätzung der Aggressivität von Prostatakrebs erfolgt bislang vor allem durch das Gleason-Grading – eine Analyse des Krebsgewebes im Pathologie-Labor, die mit hoher Subjektivität verbunden ist. Ein neues KI-Modell soll nun die Diagnostik transparenter und weniger fehleranfällig machen.
HPV-Impfung nach Konisation: Evidenz für geringeres Rückfallrisiko?
Ein aktueller Cochrane-Review deutet darauf hin, dass die HPV-Impfung bei Frauen nach Konisation das Risiko für erneute hochgradige Krebsvorstufen (CIN2+) verringern könnte. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz bleibt jedoch gering und der Forschungsbedarf bleibt groß.
Personalisierte Brustkrebstherapie: Neuer Ansatz bei eingeschränkter Tamoxifen-Wirkung
Ein Stuttgarter Forschungsteam hat einen zukunftsweisenden Therapieansatz für Brustkrebs entwickelt, bei dem die Wirkung des Standardmedikaments Tamoxifen eingeschränkt ist. Die innovative Kombinationstherapie wurde unter dem Namen TAMENDOX erfolgreich in einer klinischen Studie getestet.
Stellenwert der Radiotherapie beim Prostatakarzinom nimmt zu
Prof. Dirk Vordermark, Universitätsmedizin Halle, ist neu gewählter Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). In einem Interview berichtet er über Entwicklungen und anstehende Herausforderungen des Faches sowie über den Stellenwert der Radiotherapie in der Onkologie –...
Moderne Krebstherapien: Wie lassen sich schwere Nebenwirkungen am Auge verhindern?
Moderne Krebsmedikamente wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Immuntherapien können schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge bis hin zur Erblindung verursachen. Augenärztliche Kontrollen vor und während der Therapie sind deshalb erforderlich, um eine wirksame Behandlung einzuleiten.
Krebs und seltene Erkrankungen: Genomsequenzierung besser als Standarddiagnostik
Eine Genomsequenzierung erfasst schneller und genauer krankheitsverursachende Veränderungen im Erbgut als bisherige Standardmethoden. Von dem Diagnostikverfahren profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten mit Krebs oder seltenen Erkrankungen.
Triple-negativer Brustkrebs: Metastasierung in Lymphknoten verhindern
Angela Riedel erforscht am Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum, wie Tumorzellen dem Immunsystem entkommen. Ihr Fokus liegt auf den Lymphknoten. Ihre neuesten Erkenntnisse weisen auf neue Therapiestrategien beim triple-negativen Brustkrebs hin und könnten die Überlebenschancen der Frauen verbessern.
Speichelprobe gibt Auskunft über Darmmikrobiom und Krankheitsrisiko
Speichelproben könnten in Zukunft nützliche Informationen auf die Zusammensetzung des Mikrobioms im Magen- und Dünndarmbereich liefern. Dies könnte dabei helfen, das individuelle Risiko für bestimmte Krankheiten wie Endokarditis oder Darmkrebs zu beurteilen.
Wie Tamoxifen zu Gebärmutterkrebs führen kann - neuer Tumorsignalweg entdeckt
In einer neuen Studie zeigte sich ein bislang unbekannten Mechanismus, über den das Brustkrebsmedikament Tamoxifen das Risiko für Gebärmutterkrebs erhöhen kann. So aktiviert Tamoxifen einen wichtigen zellulären Tumorsignalweg.