ADHS bei Erwachsenen: Verhaltenstherapie durch DiGA
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gilt als häufigste psychiatrische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) attexis® kann als digitales Tool bei Erwachsenen helfen, Alltagsprobleme besser zu meistern.
Die Prävalenz von ADHS liegt in Deutschland bei ca. 5 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren, wobei bei etwa 60 % der Betroffenen wesentliche Symptome der ADHS auch im Erwachsenenalter bestehen.1,2
Multimodale Therapieansätze sind dabei in allen Altersklassen wichtig für die Behandlung, mit dem Ziel, die Kernsymptome und krankheitsbedingten Alltagsprobleme zu reduzieren. Dabei nehmen verhaltenstherapeutische Maßnahmen einen hohen Stellenwert ein, doch es gibt Versorgungsengpässe, besonders bei den Erwachsenen, die häufig nicht adäquat diagnostiziert oder behandelt werden.3
DiGA kann im Alltag unterstützen
Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) attexis® kann als digitales Tool bei Erwachsenen helfen, Alltagsprobleme besser zu meistern. Das ist entscheidend, denn fehlende Strukturen, Chaos im Kopf oder Konzentrationsschwierigkeiten führen zu schwierigen Situationen am Arbeitsplatz und Konflikten im sozialen Umfeld. Die DiGA vermittelt in verschiedenen Modulen zentrale Themenbereiche wie Psychoedukation, Coping von Aufmerksamkeitsproblemen, Selbstwert und Selbstbild, Verbesserung der Impulskontrolle und Achtsamkeit. Die signifikante Reduktion der ADHS-Kernsymptome konnte durch klinische Studien belegt werden.4 Das betrifft sowohl die Reduktion der ADHS- bzw. der depressiven Symptomatik als auch die Verbesserung des sozialen und beruflichen Funktionsniveaus, ebenso die Erhöhung des Selbstwertgefühls und die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Dabei ist es irrelevant, ob die Patientinnen und Patienten medikamentös behandelt werden.
Elke Engels
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1 Schlack R et al. Bundesgesundheitsblatt, 2007, 50:827–835.
2 Wender PH et al. Adults with ADHD. Ann NY Acad Sci 2001;932:1–16.
3 de Zwaan M et al. The estimated prevalence and correlates of adult ADHD in a German community sample, 2012, European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, 262(1),79–86.
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