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DGIM 2026

Adipositas beim Mann ist meist mit Testosteronmangel assoziiert

Bei einem von Besins Healthcare veranstalteten Symposium anlässlich des DGIM 2026 ging es um metabolische und opioidassoziierte Ursachen des Testosteronmangels beim Mann sowie um den Nutzen und die Sicherheit der Testostherontherapie bei Adipositas. 


02.06.2026
Besins Healthcare
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Prof. Claudius Jacobshagen, Karlsruhe, wies in seinem Vortrag darauf hin, dass ein metabolisches Syndrom bei einem Mann oft mit einem funktionellen Testosteron (T)-Mangel verbunden ist. Das vermehrte viszerale Fett bei Adipositas führe zu gesteigerter Aromataseaktivität, die T-Mangel hervorrufe, was wiederum Adipositas begünstige – ein Teufelskreis mit erhöhtem Risiko für Atherosklerose.

Als Basistherapie bei metabolischem Syndrom ist laut dem Experten eine Lebensstilveränderung mit Reduktion der Risikofaktoren (Übergewicht, Hypertonie, Dyslipidämie, Diabetes, Rauchen) sowie Bewegung und Ernährung wichtig. „Zusätzlich können GLP1-und GIP-Analoga helfen, Adipositas zu behandeln. Aber durch die verminderte Substrataufnahme kommt es zum Verlust an Muskelmasse.“ 

Teufelskreis mit Testosterontherapie durchbrechen

Mit einer T-Therapie (TTh) könne der Teufelskreis aus Adipositas und T-Mangel durchbrochen werden. Deshalb rät er zu einer kombinierten Behandlung aus GLP1-/GIP-Analoga plus TTh plus Lebensstiländerung. „Die TTh erhält die Muskelmasse und wirkt der sarkopenen Adipositas entgegen.“ Er wies darauf, dass die TTh sicher ist. Laut einem Experten-Panel der FDA gäbe es keine Bedenken mehr hinsichtlich eines erhöhten Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen oder Prostatakrebs. 

Laut Prof. Michael Zitzmann, Münster, leidet ein Mann unter einem T-Mangel, wenn das Gesamt-T <12 nmol/l oder das freie T <220pmol/l ist.1 Außerdem müssten persistierende Symptome eines T-Mangels bestehen.1 Zu diesen gehörten u.a. verminderte Libido, erektile Dysfunktion, Müdigkeit und Erschöpfung. Auch Opioide könnten einen reversiblen sekundären T-Mangel hervorrufen.

Zitzmann beschrieb eine Studie, bei der sich Schmerzen, Körperzusammensetzung und Lebensqualität bei Männern unter Opioid-Therapie mit T-Gel verbessert hatten.2 Laut Zitzmann sind in Deutschland für die TTh transdermales Gel (z.B. Testogel®), i.m.-Injektionslösungen (z.B. Testosteron Besins®) oder orale Präparate auf dem Markt, wobei das Gel am besten zu dosieren sei. Mit einer TTh solle der physiologische T-Spiegel wieder hergestellt werden (ca. 12-35 nmol/l).

Katrin Breitenborn, Redakteurin


Quelle: Symposium „Testosteronmangel beim Mann – welche Rolle spielen Adipositas und Schmerz?“ anlässlich des DGIM 2026 am 18.04.2026 in Wiesbaden. Veranstalter: Besins Healthcare