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Evidenzbasierte Behandlung

Lavendelöl bei Ängsten und einhergehenden Depressionen

Angst und Depression treten häufig gemeinsam auf und verstärken sich gegenseitig.1 Das Lavendelöl Silexan® zeigt anxiolytische Wirksamkeit, lindert innere Unruhe und einhergehende depressive Symptome – und das ohne Abhängigkeitspotenzial.


18.07.2025
Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG
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Die Entstehung psychischer Beeinträchtigungen ist multifaktoriell. Um eine Chronifizierung zu vermeiden und die Lebensqualität Betroffener zu erhöhen, ist eine angemessene Therapie ausschlaggebend. 

Psychotherapie und Pharmakotherapie sind die zwei Hauptpfeiler der Behandlung von Angst und Depression. SSRI und SNRI werden in verschiedenen internationalen Leitlinien als die Therapie der ersten Wahl genannt.2 Doch ein möglicher Einsatz pflanzlicher Arzneimittel wird häufig von Patienten thematisiert. Insbesondere in frühen Stadien und bei milderen Krankheitsverläufen können psychische Beschwerden auch mit evidenzbasierten Phytopharmaka effektiv behandelt werden.3

Lavendelöl bei Angst und Depression: Wirksamkeit von Silexan®

Das spezielle Lavendelöl Silexan® lindert nachweislich innere Unruhe, Ängste und einhergehenden depressive Symptome, so eine kürzlich erschienene Übersichtsarbeit.4 Dieser pflanzliche Wirkstoff zeige in Referenz-kontrollierten Studien eine vergleichbare anxiolytische Wirksamkeit wie 0,5 mg ­Lorazepam und 20 mg Paroxetin und dies ohne Abhängigkeitspotenzial.

Bei Patienten mit Angst und depressiver Verstimmung gemischt ­wirke Silexan® nicht nur anxiolytisch sondern bessere auch die depressive Begleitsymptomatik. Eine Referenz-kontrollierte Studie zeige zudem, dass der pflanzliche Wirkstoff leichte bis moderate Depressionen vergleichbar linderte wie 50 mg Sertralin. 

Die Autoren der Übersichtsarbeit weisen auf bildgebende Untersuchungen hin, die zeigen, dass Silexan® das Bindungspotenzial des Serotonin-1a-Rezeptors herabsetzte, was ähnlich auch für SSRI bekannt sei. Zudem hemme Silexan® spannungsabhängige Calcium-Kanäle und reduziere so die übermäßige Ausschüttung erregender Neurotransmitter. 

Des Weiteren führe dieser Wirkstoff zu einer vermehrte Alpha-Aktivität im Gehirn, was in der Hirnforschung mit einem entspannten, jedoch wachen Zustand assoziiert sei. Diese neurobiologischen Aspekte unterstreichen das angstlösende und antidepressive Potential von Silexan®, das im Gengensatz zu vielen anderen angstlösenden Medikamenten, nicht auf Sedierung basiert. Dementsprechend beeinträchtige Silexan® auch nicht die Fahrtüchtigkeit. Zudem zeige es keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und oralen Kontrazeptiva.

Fazit: Insbesondere bei leichteren psychischen Beschwerden gibt es eine gute Evidenz für einige pflanzliche Wirkstoffe. Silexan® lindert innere Unruhe, Ängste und komorbide depressive Symptome und das bei guter Verträglichkeit.



[1] Jacobson NC, Newman MG. Anxiety and depression as bidirectional risk factors for one another: A meta-analysis of longitudinal studies. Psychol Bull. 2017;143(11):1155-1200

[2] Kasper S et al. Angststörungen. Medikamentöse Therapie. Konsensus-Statement– State of the art 2018. CliniCum neuropsy 2018; Sonderausgabe.

[3] Bartova L et al. Therapieoptionen bei Angsterkrankungen unter Berücksichtigung der Phyto- Psychopharmakothera pie . J Neurol Neurochir Psychiatr 2022;23:124-30.

[4] Neibert et al. Phyto-Psychopharmakotherapie: effektive und evidenzbasierte Behandlung von Angsterkrankungen, Depression und assoziierten Beschwerden Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2025;26(2):39-47.

Quelle: Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG