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Neurologie, Pädiatrie, Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Neurologie, Pädiatrie Neurologie, Pädiatrie

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Teilnahme

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Fachbeitrag

Aktuelle Diagnostik und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter

Dieser Fachbeitrag beschreibt Diagnostik und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen. Diese haben sich in letzter Zeit stark weiterentwickelt. Das betrifft insbesondere das Verständnis der Störung sowie diagnostische Kriterien und Behandlungsmöglichkeiten.


05.03.2026
E. Möhler
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Schlüsselwörter: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), 
Hyperkinetische Störung (HKS)

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Diagnose der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erheblich weiterentwickelt, sowohl in Bezug auf das Verständnis der Störung als auch auf die diagnostischen Kriterien und Behandlungsmöglichkeiten. Besondere Aufmerksamkeit erhielt ADHS als eine ernstzunehmende lebenslange Erkrankung, die nicht nur Kinder betrifft, sondern auch bis ins Erwachsenenalter fortbestehen kann, und die oft mit anderen psychischen Störungen einhergeht. Eine verstärkte Forschung und Innovation in der Behandlung, sowohl psychosozial, medikamentös als auch therapeutisch, hat dazu beigetragen, dass betroffene Personen und ihre Familien heute effektive Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen von ADHS nutzen können, die auch Gegenstand dieses Fortbildungsbeitrages sind.


Definition und Epidemiologie

Der Unterschied zwischen ADHS und Hyperkinetischer Störung (HKS) nach dem Internationalen Klassifikationssystem für Krankheiten (ICD) liegt hauptsächlich an der diagnostischen Terminologie und den spezifischen Kriterien für die Klassifi­zierung. ADHS ist nur definiert im Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-IV und -5) und wird daher in den USA sowie hierzulande oft in Forschungszusammenhängen verwendet. Im ICD-10 ist ADHS nicht explizit als eigener Begriff beschrieben; die Diagnose erfolgt unter dem Begriff der „Hyperkinetischen Störung“ (HKS). Im ICD-11, das seit 2022 in Gebrauch ist, wurde ADHS jedoch als spezifische Diagnose eingeführt, die eine klarere Unterscheidung zu anderen Verhaltensauffälligkeiten ermöglicht.

In den USA wurde in den letzten zwei Jahrzehnten ein besonders deutlicher Anstieg der Erkrankung verzeichnet, wobei Schätzungen zeigen, dass derzeit etwa 9 bis 10 % der Kinder im schulpflichtigen Alter betroffen sind. In Deutschland betrug die Prävalenzrate im Jahr 2024 etwa 6 bis 7 % bei Kindern und Jugendlichen (14). Im Jahr 2018 lag die Schätzung bei um die 5 % (10).

Ursachen von ADHS

Bildgebende Verfahren haben bei Personen mit ADHS Unterschiede in der Gehirnstruktur und -funktion aufgezeigt, insbesondere in Bereichen, die für die Regulierung von Aufmerksamkeit und Impulsivität verantwortlich sind. Umweltfaktoren, wie pränatale Exposition gegenüber Alkohol, Nikotin oder bestimmten Schadstoffen, genetische Faktoren sowie psychosoziale Aspekte, wie familiäre Belastungen oder frühkindliche Traumata, können ebenfalls das Risiko erhöhen, an ADHS zu erkranken.

Neben genetischen Faktoren sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Studienergebnisse zum Einfluss von ‚Early Life Stress‘ auf die frühkindliche Hirnreifung erschienen. Diese betreffen insbesondere den präfrontalen Kortex, die frontolimbischen Bahnen und andere Strukturen, die für Impulskontrolle und Emotionsregulation zuständig sind (für einen Überblick s. (2, 13)).

Zusätzlich zu emotionalem und sozialem Stress ist in den letzten 30 Jahren der Medienkonsum als Einflussgröße dazugekommen und mittlerweile mehrfach hinsichtlich seines negativen Einflusses auf die Gehirngesundheit von Kindern bestätigt. Umgekehrt formuliert: Weniger Bildschirmzeit führt zu besserer seelischer und körperlicher Gesundheit von Kindern (7, 16, 17). Diese Erkenntnis liegt multipel repliziert allen Kinderärztinnen und -ärzten sowie Kinderpsychiaterinnen und -psychiatern vor. Umgekehrt gilt leider auch: Mehr Bildschirmzeit verschlechtert die kognitive Entwicklung (3, 19), die Konzentration (16), die Impulskontrolle (18), die Handlungsplanung (1), die Emotionsregulation (7), die Stimmungslage (11) und die körperliche Gesundheit (9, 12) von Kindern, letzteres über verminderte Bewegung und eventuell assoziierte Fettleibigkeit (15, 22). Auch ist mehrfach durch Studien belegt, dass der Schlaf durch mehr Bildschirmzeit signifikant beeinträchtigt wird (8, 20). Dabei ist Schlaf genauso wie Bewegung für eine gesunde Entwicklung des kindlichen Organismus ein essenzielles Basisbedürfnis (2).


Merke: Medienkonsum übt einen negativen Einfluss auf die Gehirngesundheit von Kindern aus. Weniger Bildschirmzeit führt deshalb zu einer besseren seelischen und körperlichen Gesundheit.


Symptomatik

Die Symptomatik von ADHS zeichnet sich durch eine Kombination von drei Hauptmerkmalen aus: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Personen mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit auf Aufgaben oder Aktivitäten zu lenken, sei es im schulischen, beruflichen oder sozialen Kontext. Sie neigen dazu, sich leicht ablenken zu lassen und zeigen oft Probleme mit dem Organisieren von Tätigkeiten oder dem Einhalten von Fristen. 

Hyperaktivitätsverhalten äußert sich in einer ständigen motorischen Unruhe, wie etwa dem Zappeln oder dem häufigen Aufstehen aus dem Sitz, während Impulsivität sich in Schwierigkeiten äußern kann, angemessene Entscheidungen zu treffen oder Antworten sofort zu geben, ohne zuvor nachzudenken. Typischerweise zeigen sich die Symptome bereits in der Kindheit, können jedoch auch bis ins Erwachsenenalter persistieren, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinflussen kann.

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Fachleute wie Kinder- und Jugendpsychiater, Psychologen oder Kinderärzte und beinhaltet die folgenden Schritte:

 

1. Sorgfältige Anamnese und klinische Untersuchung

 

2. Standardisierte Fragebögen und Tests

Zu den häufig verwendeten Instrumenten gehören die Conners Rating Scales und der DISYPS-Fragebogen. Sie sind etablierte Instrumente zur Erfassung von ADHS-Symptomen sowie verwandten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Auswertung der Fragebögen durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen sollte, um eine genaue Interpretation der Ergebnisse sicherzustellen. Außerdem sind die Fragebögen nicht isoliert zu betrachten, sondern sollten im Kontext weiterer diagnostischer Verfahren und klinischer Beobachtungen verwendet werden.

Conners Rating Scales: Die Conners Rating Scales (4) sind eine umfassende Sammlung von Fragebögen, die von
Dr. C. Keith Conners entwickelt wurden, um die Symptome von ADHS sowie andere Verhaltens- und emotionale Probleme bei Kindern und Jugendlichen zu bewerten. Diese Skalen sind in verschiedene Versionen unterteilt, einschließlich der Elternversion, der Lehrerversion und einer Selbstbewertung für ältere Kinder und Jugendliche.

DISYPS-Fragebogen: Der DISYPS (Diagnostisches Screening für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter) ist ein weiterer wichtiger Fragebogen (5), der in deutscher Sprache entwickelt wurde, um psychische Störungen, einschließlich ADHS, bei Kindern und Jugendlichen zu screenen. DISYPS zielt darauf ab, verschiedene psychische Störungen zu erfassen, wobei ein besonderer Fokus auf den Symptomen von ADHS gelegt wird. Er wird in der Regel in klinischen Settings und zur Forschungsunterstützung eingesetzt.

3. Kognitive Tests

Kognitive Testverfahren können eingesetzt werden, um die allgemeine Intelligenz, die Aufmerksamkeitskapazität, das Arbeitsgedächtnis sowie andere kognitive Funktionen zu beurteilen. Diese Tests helfen dabei, mögliche Lernschwierigkeiten oder andere emotionale Störungen zu identifizieren, die mit ADHS einhergehen könnten.

4. Traumadiagnostik

Unverzichtbar für alle Kinder mit Verhaltensstörungen (s. AWMF-Kinderschutzleitlinie (21)) ist eine Diagnostik von potentiell traumatisierenden Umgebungsbedingungen wie Kindesmisshandlung, um eventueller Kindeswohlgefährdung mit der gebotenen Konsequenz entgegenzutreten. Ein mögliches Instrument ist der Child and Adolescent Trauma Screen- Fragebogen, der für Kinder ab vier Jahren eingesetzt werden kann. Er sollte immer Anwendung finden, wenn ein Kind Verhaltensauffälligkeiten zeigt, unabhängig davon, ob diese ADHS oder eine andere psychische Störung nahelegen.

5. Physische Untersuchungen

Immer sollten auch körperliche Untersuchungen durchgeführt werden, um medizinische Ursachen für die Symptome auszuschließen oder auch evidente Zeichen möglicher Kindesmisshandlung nicht zu übersehen. Hierzu gehören die Messung von Blutdruck, Puls, Längenwachstum und Gewicht sowie eine Blutuntersuchung. Dies dient dazu, andere Erkrankungen zu identifizieren, die ähnliche Symptome hervorrufen können, wie z. B. eine Schilddrüsenüberfunktion.

6. Berücksichtigung von Komorbiditäten

Da ADHS häufig mit Teilleistungsstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie) und/oder anderen psychischen Störungen (wie Angststörungen, Depressionen oder Lernschwierigkeiten) einhergeht, müssen auch diese Komorbiditäten in der Diagnostik berücksichtig werden.

Verhaltenshinweise im Praxisalltag

Der Umgang mit hyperkinetischen Kindern, die an ADHS leiden, erfordert besondere Verhaltenshinweise für sowohl die Kinder als auch ihre Eltern, um eine förderliche Umgebung zu schaffen. Für hyperkinetische Kinder ist es wichtig, klare und konsistente Regeln aufzustellen, die ihnen Orientierung bieten und ihr Verhalten strukturieren. Ein regelmäßiger Tagesablauf kann dazu beitragen, Unsicherheiten zu minimieren und das Gefühl von Sicherheit zu stärken. Positive Verstärkung durch Lob und Belohnungen für erwünschtes Verhalten ist entscheidend, um Motivation und Selbstwertgefühl zu fördern. Für Eltern ist es wichtig, Geduld zu zeigen und Verständnis für die Herausforderungen des Kindes aufzubringen, während sie gleichzeitig realistische Erwartungen formulieren. Die Verwendung von klaren und einfachen Anweisungen mit Blickkontakt sowie die Vermeidung von Überforderung durch komplexe Sätze und Aufgaben kann die Aufmerksamkeit der Kinder verbessern. Regelmäßige Kommunikation mit Lehrern und Fachleuten ist entscheidend, um die Entwicklung des Kindes ganzheitlich zu unterstützen und gegebenenfalls frühzeitig auf Herausforderungen zu reagieren.


Merke: Kinder mit ADHS sollten von ihren Eltern klare und konsistente Regeln erhalten, die ihnen Orientierung bieten und die ihr Verhalten strukturieren. Positive Verstärkung durch Lob und Belohnungen für erwünschtes Verhalten fördert Motivation und Selbstwertgefühl.


Therapie

Medikamentöse und psychotherapeutische Interventionen

Nach erfolgter Diagnostik sollte zunächst eine sorgfältige Psychoedukation von
Eltern und Kind erfolgen, hier insbesondere über den aktuell mehrfach replizierten Zusammenhang zwischen ADHS-
Symptomatik und Medienkonsum. Denn in der Reduktion des Medienkonsums liegt auch ein ganz wesentlicher Schlüssel zur Behandlung und Stabilisierung der Symptomatik. Er sollte im Grundschulalter nicht mehr als eine halbe Stunde pro Tag betragen.

Die Involvierung der Eltern ist dabei sehr wichtig, um Techniken wie positive Verstärkung und Strukturierung des Alltags zu vermitteln.

Nur wenn die o. g. Maßnahmen umgesetzt sind und keinen ausreichenden Erfolg zeigen, sollte eine medikamentöse Behandlung erwogen werden, insbesondere mit Stimulanzien (z. B. Methylphenidat, Amphetamine), die als wirksam gelten. Nicht-stimulierende Medikamente (zugelassen sind neben den Stimulantien Atomoxetin und Guanfacin) können ebenfalls eingesetzt werden, insbesondere wenn Stimulanzien nicht vertragen werden oder nicht wirksam sind.

Multimodale Therapieansätze

Eine Kombination aus psychotherapeutischen und medikamentösen Ansätzen wird als besonders effektiv erachtet.
Diese multimodale Therapie passt sich an die individuellen Bedürfnisse des Kindes oder Jugendlichen an. Auch die Einbeziehung von Schule, Therapeuten und anderen relevanten Institutionen zur Unterstützung des betroffenen Kindes in verschiedenen Lebensbereichen ist wichtig und erforderlich

Eine kontinuierliche Nachsorge ist gleichfalls essentiell. Hier sind monatliche Kontrollen von Blutdruck, Puls, Größe und Gewicht empfohlen. EKG-Kontrolle sehen die aktuellen AWMF-Leitlinien nicht vor, können jedoch bedeutsam werden bei Verdacht auf kardiale Nebenwirkungen einer medikamentösen Behandlung. Diese muss zudem durch mindestens jährliche Kontrollen von Blutbild und Leberwerten begleitet werden.

Es gibt limitierte Evidenz für zusätzliche unterstützende Maßnahmen wie Ergotherapie, Neurofeedback, Omega-Fettsäuren und spezielle Lerntherapien (z. B. Marburger Konzentrationstraining), immer begleitet von der Förderung von Lebensstiländerungen, z. B. gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, wenig Medienkonsum und Schlafhygiene, die sich positiv auf die Symptome auswirken können.

Fazit

Ein durchgängiges Muster impulsiver, unruhiger und unkontrollierter Verhaltensweisen von Kindern wird in USA nach dem DSM als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert und in Deutschland nach der ICD-10 als Hyperkinetische Störung. Aufgrund strengerer Kriterien stellen Kinder mit Hyperkinetischer Störung das auffälligste und behandlungsbedürftigste Fünftel aller Kinder mit ADHS nach DSM-Kriterien dar. Sehr aktuelle neurobiologische Studien haben die Sicht auf ADHS als vorwiegend genetische Störung verändert, da mittlerweile bekannt ist, dass Hirnfunktionen wie Impulskontrolle und Emotionsregulation viel stärker durch Stresseinwirkung oder aber auch der Einwirkung von Bildschirmmedien auf das reifende Gehirn beeinträchtigt werden, als bisher angenommen wurde. Laut Kinderschutzleitlinie soll bei jedem Kind mit Verhaltensauffälligkeiten auch eine Traumadiagnostik durchgeführt werden, so auch bei ADHS-Verdacht.

Prof. Dr. med. Eva Möhler

1 Baumgartner SE, Weeda WD, van der Heijden LL, Huizinga M. The relationship between media multitasking and executive function in early adolescents. J Early Adolesc 2014;34:1120–1144. doi.org/10.1177/0272431614523133

2 Bock J, Breuer S, Poeggel G, Braun K. Early life stress induces attention-deficit hyperactivity disorder (ADHD)-like behavioral and brain metabolic dysfunctions: functional imaging of methylphenidate treatment in a novel rodent model. Brain Struct Funct. 2017;222(2):765-780. doi: 10.1007/s00429-016-1244-7. Epub 2016 Jun 16. PMID: 27306789; PMCID: PMC5334429.

3 Cardoso-Leite P, Buchard A, Tissieres I et al. Media use, attention, mental health and academic performance among 8 to 12 year old children. Plos One 2021;16:e259163. doi.org/10.1371/journal.pone.0259163

4 Conners CK. Conners 3rd Edition (Conners 3). Multi-Health Systems, Toronto, ON 2001.

5 Döpfner M, Hennighausen K. DISYPS: Diagnostisches Screening für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter. (Diagnostisches Manual). Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2000.

6 Falkai P, Wittchen U. Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen – DSM-5. Göttingen 2015.

7 Frölich J, Lehmkuhl G. Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen: Risiken und Chancen. Klett-Cotta, 2023.

8 Frölich J. Zusammenhänge von Schlafproblemen und Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen. Monatsschrift Kinderheilkunde 2024;172(1):52-59.

9 Hebestreit A, Sina E. Wirkungen digitaler Medien auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Schwerpunkt auf dem Verzehr ungesunder Lebensmittel. Bundesgesundheitsbl 2024;67, 292–299 doi.org/10.1007/s00103-024-03834-4

10 Klipker K, Baumgarten F, Göbel K et al. Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Journal of Health Monitoring 2018;3(3). Robert Koch-Institut, Berlin. DOI: 10.17886/RKI-GBE-2018-077.

11 McAllister C, Hisler GC, Blake AB et al. Associations between adolescent depression and self-harm behaviors and screen media use in a nationally representative time-diary study. Res Child Adolesc Psychopathol 2021;49:1623–1634. doi.org/10.1007/s10802-021-00832-x

12 Memaran N, Schwalba M, Borchert-Mörlins B et al. Gesundheit und Fitness von deutschen Schulkindern. Monatsschrift Kinderheilkunde 2020;168:597-607.

13 Möhler E, Resch F. Early Life Stress [Early Life Stress]. Prax Kinderpsychol Kinderpsychiatr. 2019;68(7):575-591. DOI: 10.13109/prkk.2019.68.7.575. PMID: 31711395.

14 Orban E, Li LY, Gilbert M et al. Mental health and quality of life in children and adolescents during the COVID-19 pandemic: a systematic review of longitudinal studies. Front Public Health. 2024;11:1275917. DOI: 10.3389/fpubh.2023.1275917. PMID: 38259801; PMCID: PMC10800626.

15 Opez RB, Heatherton TF, Wagner DD. Media multitasking is associated with higher risk for obesity and increased responsiveness to rewarding food stimuli. Brain Imaging Behav 2020;14:1050–1061. doi.org/10.1007/s11682-019-00056-0

16 Paulich KN, Ross JM, Lessem JM, Hewitt JK. Screen time and early adolescent mental health, academic, and social outcomes in 9- and 10- year old children: Utilizing the Adolescent Brain Cognitive Development℠ (ABCD) Study. PLoS One. 2021;16(9):e0256591. doi: 10.1371/journal.pone.0256591. PMID: 34496002; PMCID: PMC8425530.

17 Santos RMS, Mendes CG, Sen Bressani GY et al. The associations between screen time and mental health in adolescents: a systematic review. BMC Psychol. 2023;11(1):127. DOI: 10.1186/s40359-023-01166-7. PMID: 37081557; PMCID: PMC10117262.

18 Santos RMS, Mendes CG, Marques Miranda D, Romano-Silva MA. The Association between Screen Time and Attention in Children: A Systematic Review. Dev Neuropsychol. 2022;47(4):175-192. doi: 10.1080/87565641.2022.2064863. Epub 2022 Apr 17. PMID: 35430923.

19 Sina E, Buck C, Ahrens W et al. Digital media exposure and cognitive functioning in European children and adolescents of the I. Family study. Sci Rep 2023;13:18855. doi.org/10.1038/s41598-023-45944-0

20 Smaldone A, Honig JC, Byrne MW. Sleepless in America: inadequate sleep and relationships to health and well-being of our nation’s children. Pediatrics 2007;119(Suppl 1): S29–S37

21 S3-Leitlinie Kindesmisshandlung, - missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (Kinderschutzleitlinie). register.awmf.org/de/leitlinien/detail/027-069

22 Worth A, Opper E, Mess F et al. Motorische Leistungsfähigkeit, körperlich-sportliche Aktivität und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. In: Bös K (Hrsg.). Motorik-Modul. Nomos 2009. .DOI:10.13140/2.1.4968.4808.

Autorin
Foto Prof. Dr. med. Eva Möhler

Prof. Dr. med. Eva Möhler

Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum des Saarlandes

Kirrberger Str. 90.2
66421 Homburg

Eva.Moehler@uks.eu

 

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