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Januar 2025

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

Barometer: Stimmung der Ärzteschaft stabilisiert sich • Arzneimittel: Lieferengpässe bestehen weiterhin • Chancen: Die Rolle der ePA


21.01.2025
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Barometer

Stimmung der Ärzteschaft stabilisiert sich

Die Stimmung der niedergelassenen Ärzteschaft hat sich im 4. Quartal 2024 um 0,9 Punkte verbessert. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Stimmungsbarometer-Erhebung der Stiftung Gesundheit. „Damit hat sich die Stimmung der Ärzte seit dem 2. Quartal 2024 auf dem derzeitigen Niveau stabilisiert“, erläutert Forschungsleiter Prof. Konrad Obermann. Die Gesamtlage präsentiere sich mit einem Stimmungswert von -25,6 Punkten jedoch noch immer deutlich negativ. Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage verbesserte sich um 2,9 Punkte. Dagegen ging die Erwartung für die kommenden sechs Monate um 0,7 Punkte zurück. Eine Verbesserung der Stimmung zeigte sich bei den Fachärztinnen und -ärzten (plus 4,5 Punkte) und Hausärztinnen und -ärzten (plus 0,6 Punkte). An der repräsentativen Erhebung im 4. Quartal 2024 nahmen 792 Ärztinnen und Ärzte teil.


Quelle: Stiftung Gesundheit

 

Arzneimittel

Lieferengpässe bestehen weiterhin

Lieferengpässe mit Arzneimitteln sind in den vergangenen Jahren zu einem empfindlichen Dauerthema in der vertragsärztlichen Versorgung geworden. Als Reaktion darauf hatte der Bundestag 2023 das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) verabschiedet, das Ende Juli 2023 in Kraft trat. Derzeit sind mehr als drei Millionen Versicherte von Arzneimittellieferengpässen betroffen. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der vertragsärztlichen Arzneiverordnungsdaten für die Jahre 2022–2024, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Dezember 2024 veröffentlicht hat. „Die mit der Sonder-Pharmazentralnummer dokumentierten Engpässe haben Ende des dritten Quartals 2024 wieder das Niveau von Anfang 2022 erreicht. Kurzum: Das ALBVVG hat keinen nachhaltigen Effekt“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. Die Politik müsse das ungelöste Strukturproblem lösen.


Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi)

Chancen

„Erheblicher Nutzen“ der elektronischen Patientenakte

Die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, freut sich auf die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) für alle – trotz kürzlich bekanntgewordener gravierender Sicherheitslücken. „Das ändert für mich wenig“, sagt sie in der Ausgabe der Wochenzeitung Die ZEIT vom 9. Januar 2025. In erster Linie habe die ePA einen „erheblichen Nutzen“. Sie könnte etwa Patienten dabei helfen, ihre Tabletten richtig einzunehmen, „denn ungefähr die Hälfte aller Medikamente werden nicht so genommen, wie sie eigentlich verschrieben worden sind“. Auch helfe sie, Datensätze aller gesetzlich Versicherten zu gewinnen und damit etwa den Nutzen neuer Leitlinien bei bestimmten Krankheiten zu überprüfen.

Auf die Frage, ob die COVID-Pandemie wirksamer hätte bekämpft werden können, wenn es schon damals die elektronische Patientenakte gegeben hätte, antwortet Buyx: „Es ist wirklich ein Jammer! Man darf nicht zu viel darüber nachdenken, was da möglich gewesen wäre, sonst wird man schwermütig.“


Quelle: DIE ZEIT

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