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Zweitmeiner

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

Ausbildungsmarkt: MFA weiter hoch im Kurs •  Weltkrebstag: Risiken durch Alkohol verdeutlichen • Zweitmeiner: Zahlen steigen


18.02.2025
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Ausbildungsmarkt

MFA weiter hoch im Kurs

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Januar 2025 die Ranglisten der Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen aus dem Jahr 2024 veröffentlicht. „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in“, „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ und „Verkäufer/-in“ sind bundesweit die drei am häufigsten aufgenommenen dualen Ausbildungsberufe. Frauen haben 2024 die meisten Verträge im Beruf „Kauffrau für Büromanagement“ abgeschlossen. Mit 15.720 Neuverträgen bleibt dieser Beruf weiter auf Rang 1. Es folgen die „Zahnmedizinische Fachangestellte“ mit 15.597 neuen Verträgen vor der „Medizinischen Fachangestellten“ mit 15.432 neuen Verträgen, die im Vergleich zum Vorjahr die Plätze tauschten. Insgesamt wurden bei der Erhebung 486.711 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge erfasst.

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Weltkrebstag

Risiken durch Alkohol verdeutlichen

Anlässlich des 25. Weltkrebstages am 4. Februar 2025 forderte die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) mehr Aufklärung über Krebsrisiken – insbesondere auch bei Alkohol. Zudem müssten die Angebote zur Früherkennung weiter ausgebaut werden. In Deutschland würden nicht alle Krebsrisiken gleichermaßen behandelt, heißt es von der Ärztekammer. So seien bei Zigaretten und Tabakprodukten Warnhinweise gesetzlich vorgeschrieben und die Werbemöglichkeiten deutlich eingeschränkt. Bei Alkohol hingegen gäbe es keine vergleichbaren Auflagen. „Alkohol steigert das Krebsrisiko erheblich und das mit jedem Tropfen. Auf die negativen Konsequenzen des Konsums muss genauso wie bei Tabakprodukten deutlich hingewiesen und die Alkoholwerbung beschränkt werden,“ forderte Dr. Martina Wenker, Präsidentin der ÄKN.

Quelle: Ärztekammer Niedersachsen

Zweitmeiner

Zahlen steigen

Die Neuanträge der Ärztinnen und Ärzte, die sich für eine Zweitmeinung zur Verfügung stellen möchten, gingen 2023 spürbar zurück. Allgemeinhin wächst aber die Zahl der Zweitmeiner.

Dies geht aus dem Bericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zu den erteilten Anträgen und Genehmigungen zum Zweitmeinungsverfahren hervor. Wollten sich im Jahr 2022 noch 910 Ärztinnen und Ärzte neu bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als Zweitmeiner registrieren lassen, stellten im Folgejahr 2023 nur noch 413 und damit knapp halb so viele dazu einen Antrag. 

Bei den planbaren Eingriffen verteilten sich die Zweitmeiner 2023 wie folgt. 

  • Schulterarthroskopie: 525 (Vorjahr 512),
  • Implantation einer Knieendoprothese: 468 (Vorjahr 443),
  • Hysterektomie: 411 (Vorjahr 417),
  • Eingriffe an der Wirbelsäule: 349 (Vorjahr 302),
  • Tonsillektomie: 258 (Vorjahr 252),
  • Amputation beim diabetischen Fußsyndrom: 131 (Vorjahr 106),
  • Herzkatheteruntersuchungen und Ablationen am Herzen: 95 (Vorjahr 62),
  • Implantation Herzschrittmacher,
  • Defibrillator oder CRT-Aggregat: 107 (Vorjahr 82),
  • Cholezystektomie: 54 (neu im Jahr 2023).

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss

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