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Allgemein- & Innere Medizin, Gynäkologie, Onkologie, CME Allgemein- & Innere Medizin, Gynäkologie CME
Fortbildung

Circadiane Rhythmen in der Onkologie: Chronomedizin am Beispiel des Gebärmutterhalskrebses

Diese Fortbildung erklärt die Rolle des circadianen Rhythmus in der Onkologie. Sie erläutert die Grundlagen der Chronomedizin am Beispiel des Zervixkarzinoms und zeigt auf, inwiefern eine an die innere Uhr angepasste Therapie die Wirksamkeit steigern und Nebenwirkungen reduzieren kann.


16.09.2026 - 15.09.2027
A. Wiater
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3 CME-Punkte
Schlüsselwörter: Circadianer Rhythmus, Chronomedizin, Onkologie, Zervixkarzinom, Individualmedizin

Zellteilung, DNA-Reparatur, Hormonhaushalt – all das folgt einem circadianen Rhythmus. Gerät er aus dem Takt, kann dies Krebserkrankungen begünstigen. Ein Blick auf die wissenschaftlichen Grundlagen und Perspektiven der personalisierten Chronotherapie am Beispiel des Gebärmutterhalskrebses.
 

© WindNight / Shutterstock

CME: Circadiane Rhythmen in der Onkologie: Chronomedizin am Beispiel des Gebärmutterhalskrebses


Ein inneres Uhrensystem steuert unseren circadianen Rhythmus und ist von entscheidender Bedeutung für unser allgemeines Wohlbefinden. Der circadiane Rhythmus liegt nicht nur unserem Schlaf-Wach-Rhythmus und unserem Wachheitsgefühl zugrunde, er reguliert auch andere wichtige Körperfunktionen wie die Körpertemperatur, die Hormonproduktion, den Stoffwechsel, die Zellreparatur und -regeneration sowie die Funktionen des Immunsystems. Mit der Bedeutung des circadianen Systems für Gesundheit und Krankheit beschäftigt sich die Chronomedizin.

Seit November 2025 bietet eine gesetzliche Krankenkasse Versicherten mit der Diagnose Gebärmutterhalskrebs einen Speicheltest zur präzisen Bestimmung des individuellen inneren Rhythmus an. Eine an den persönlichen circadianen Rhythmus, der auch als Chronotypus bezeichnet wird, angepasste Gestaltung von Schlaf-, Bewegungs-, Tageslicht- und Essenszeiten soll Patientinnen dabei unterstützen, ihren Alltag während der Krebstherapie besser zu bewältigen und ihr Wohlbefinden zu stärken. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse den Zusammenhang zwischen biologischen Rhythmen und Zervixkarzinom erklären.

1. Die circadiane Gesundheit

Der Zusammenhang zwischen der inneren Uhr und Erkrankungen im Allgemeinen basiert auf einer Störung der circadianen Gesundheit (1). Circadiane Gesundheit bezeichnet die optimale Funktion, Rhythmik und Ausrichtung des circadianen Schlaf-Wach-Rhythmus in Synchronie mit dem Hell-Dunkel-Zyklus, den Ernährungszeiten, der körperlichen Belastung und den psychosozialen Einflüssen zur Aufrechterhaltung der physiologischen und verhaltensbezogenen Homöostase.

CME “Circadiane Rhythmen in der Onkologie: Chronomedizin am Beispiel des Gebärmutterhalskrebses”: Hier weiterlesen

 

1 Roenneberg T, Foster RG und Klerman EB: Chronobiologie und circadiane Gesundheit In: Wiater A und Roenneberg T: Praxishandbuch Chronomedizin. Elsevier 2024:S.1-12
2 Wiater A. Steuerungsmechanismen des circadianen Rhythmus In Wiater A und Roenneberg T: Praxishandbuch Chronomedizin. Elsevier 2024: S.13-19
3 Draguhn A. Zeit als Rhythmus (2015). In: Hartung, G. (eds) Mensch und Zeit. Studien zur Interdisziplinären Anthropologie. Springer VS, Wiesbaden. DOI: 10.1007/978-3-658-05380-2_8
4 Coelho J et al. Sleep Med Rev (2026); Apr:86:102244. DOI: 10.1016/j.smrv.2026.102244.
5 Munteanu C et al. Int J Mol Sci (2024); May 28;25(11):5846. DOI: 10.3390/ijms25115846
6 Zhou L et al. J Hematol Oncol. (2022); Mar 4;15(1):21. DOI: 10.1186/s13045-022-01238-y
7 Maier B et al. Proc Natl Acad Sci USA (2026): Mar 31;123(13):e2514928123. DOI: 10.1073/pnas.2514928123
8 Banerjee A. (2018). DETERMINATION OF CELL CYCLE DOUBLING TIME OF CERVICAL CANCER CELLS LIKE HELA, SIHA, AND C33A.
9 Potter GDM et al. Endocr Rev (2016); Dec;37(6):584-608. DOI: 10.1210/er.2016-1083
10 Agorastos A et al. Front. Psychiatry (2020); Jan 28:10:1003. DOI: 10.3389/fpsyt.2019.01003
11 Wang Z et al. Gene (2022); Jan 30:809:146003. DOI: 10.1016/j.gene.2021.146003
12 Peng L et al. Front Oncol (2025); Jan 29:15:1422122. DOI: 10.3389/fonc.2025.1422122
13 Sun X et al. Acta Biochim Biophys Sin (Shanghai) (2026); Jan 25;58(1):90-105. DOI: 10.3724/abbs.2025203
14 Lorusso D et al Lancet (2024); Oct 5;404(10460):1321-1332. DOI: 10.1016/S0140-6736(24)01808-7 
15 Nagy S et al. Cureus (2025); Apr 25;17(4):e82994. DOI: 10.7759/cureus.82994
16 Wang Y et al. Chronobiol Int (2023); Mar;40(3):353-360. DOI: 10.1080/07420528.2023.2174880

Autor & Korrespondenzadresse

Dr. med. Alfred Wiater 
Schlafmediziner und Somnologe (DGSM), Köln

praxis-wiater@t-online.de