Der Einsatz von Laktobazillen im vaginalen Mikrobiom
Das vaginale Mikrobiom, seine Rolle für die weibliche Intimgesundheit und seine Beeinflussbarkeit waren Themen eines Meet the Expert mit Prof. Dr. Werner Mendling, Wuppertal, auf dem FOKO 2025 in Düsseldorf.
Die Vaginalflora wird im Normalfall durch verschiedene Laktobazillenstämme dominiert und ausbalanciert. Stress, hormonelle Veränderungen, Maßnahmen der Intimhygiene und medizinische Eingriffe können das Gleichgewicht jedoch stören. Die Folgen einer solchen Dysbiose können über lokale Beschwerden hinaus bis hin zu einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftskomplikationen und sexuell übertragbare Infektionen reichen. Besonders Antibiotikabehandlungen, oft bedingt durch Fälle bakterieller Vaginose oder Vulvovaginalkandidose, hinterlassen das vaginale Mikrobiom im Bestfall zwar erregerfrei, greifen aber auch die wichtigen Laktobazillenstämme an. So sind Behandelnde und Betroffene mit hohen Rezidivraten konfrontiert, da sich die Laktobazillenpopulation oft nicht ausreichend regeneriert.
Probiotische Therapie mit Laktobazillen
Um Rezidiven vorzubeugen und eine langfristige Stabilisierung des vaginalen Mikrobioms zu fördern, kann leitliniengerecht eine ergänzende probiotische Therapie mit Laktobazillen eingesetzt werden. Mit KadeFlora® Milchsäurebakterien Vaginalkapseln steht seit Januar eine Therapieoption zur Verfügung, die speziell den vaginaltypischen Stamm L. plantarum P176301 nutzt. Als Arzneimittel, das lebende, gefriergetrocknete Milchsäurebakterien enthält, ist die Wirkung der Kapseln entsprechend durch Studien dokumentiert. Der Einsatz dieses Laktobazillenstammes eignet sich laut Prof. Mendling sowohl zur Therapie und Prophylaxe von Dysbiosen als auch von Vulvovaginitis durch Candida albicans. Der spezifische Stamm zeichnet sich dabei durch eine ausgeprägte Fähigkeit zur Adhäsion an vaginalen Epithelzellen aus.2,3 Dadurch unterstützt er die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der natürlichen Vaginalflora und kann gleichzeitig pathogene Mikroorganismen wie Candida albicans verdrängen.2 Das Arzneimittel ist jedoch im Besonderen auf die Normalisierung der gestörten Scheidenflora nach Antibiotikabehandlung bei einer bakteriellen Vaginose, wie auch zur Aufrechterhaltung einer normalen Vaginalflora bei wiederkehrenden Infektionen konzipiert.
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1 Lactiplantibacillus plantarum (früher: Lactobacillus plantarum), Stamm P17630.
2 Culici M et al. Italian journal of medical microbiology and clinical dentistry, 2004:34–41.
3 Bonetti A et al. Minerva Ginecol 2003; 55(3): 279–284, 84–87.
Quelle: Pressegespräch „Das vaginale Mikrobiom im Leben einer Frau - Möglichkeiten der Einflussnahme“ am 14.03.2025 anlässlich des FOKO 2025 in Düsseldorf. Veranstalter: DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin.
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