DGPRÄC 2026: Schutz von Patienten in der ästhetischen Chirurgie stärken
Vom 10.–12. September 2026 fand die 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) in Düsseldorf statt. Vorgestellt wurde u. a. eine Kampagne zum Patientenschutz.
28.09.2026
Teilen auf:
drucken
Gefällt mir
merken
Anlässlich der Pressekonferenz zum DGPRÄC-Kongress stellte Dr. Dirk Richter, Präsident der DGPRÄC, die Kampagne „Patient:innenschutz in der ästhetischen Chirurgie: Qualifikation, Rahmenbedingungen, Risiken – Aufklärung im Fokus!“ vor. Der Bedarf sei durch eine Mitgliederumfrage der DGPRÄC unterstrichen worden, betonte er. „Von den 291 Teilnehmenden gaben 26,46 % an, in den vergangenen 12 Monaten Patienten mit medizinischen Komplikationen nach ästhetischen Behandlungen durch Heilpraktiker therapiert zu haben. 20,96 % behandelten durchschnittlich 1–10 Patienten mit entsprechenden Komplikationen pro Jahr. 33,33 % gaben an, Komplikationen nach Behandlung durch Kosmetikerinnen in ihrer Praxis zu sehen. Und das, obgleich diese im Grunde keine Behandlungen mit Botulinumtoxin oder Fillern durchführen dürften.“ Ziel der Kampagne sei es, Patientinnen und Patienten über die Webseite www.sichere-aesthetische-medizin.de und Social Media niedrigschwellig und leicht verständlich zu informieren.
Ausgeblendeter Inhalt
Bitte erteilen Sie Ihre Cookie-Zustimmung, um alle Inhalte unserer
Website sehen und vollumfänglich nutzen zu können.
„Geschlechtsangleichende Operationen stehen zunehmend im Fokus, sind aber schon lange integraler Bestandteil einer umfassenden medizinischen Versorgung unseres Fachgebiets“, berichtete Prof. Ulrich Rieger, Frankfurt/Main. „Insbesondere die operative Schaffung eines Penis, Penoid oder Phalloplastik genannt, erfordert dabei häufig mikrochirurgische Techniken und damit eine Kernqualifikation unseres Faches.“ 2023 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 3.075 geschlechtsangleichende Operationen in deutschen Krankenhäusern durchgeführt. Die Zahl der vollstationären Eingriffe hat sich über die Jahre kontinuierlich erhöht; 2007 waren es noch rund 419. Etwa 60 % der Eingriffe im Jahr 2023 betrafen Transfrauen.
“Liquid Rhinoplasty”
Dr. Nuri Alamuti, Wiesbaden, berichtete über ein neues Phänomen, das ihm Sorge bereiten würde: operative Eingriffe nach vorheriger Nasenkorrektur durch Hyaluronsäure-Filler, auch „Liquid Rhinoplasty“ genannt. Die Eingriffe seien erschwert, der operative Verlauf unvorhersehbar und, anders als häufig dargestellt, sei auch die Erstbehandlung risikoreich. Hyaluronsäure-Filler in der Nase gelten laut Alamuti als risikoreich, da die Nase eine komplexe und dichte Gefäßversorgung aufweise. Im schlimmsten Fall könnten vaskuläre Okklusionen, Nekrosen und Erblindung drohen.
Quellen: Pressekonferenz anlässlich der 56. jahrestagung der DGPRÄC am 10.9.2026 in Düsseldorf.
Ausgeblendeter Inhalt
Bitte erteilen Sie Ihre Cookie-Zustimmung, um alle Inhalte unserer
Website sehen und vollumfänglich nutzen zu können.
Wir erheben und verarbeiten Ihre Daten auf dieser Website, um besser zu verstehen, wie sie verwendet wird. Wir holen hierfür immer Ihre Einwilligung ein. Sie können Ihre Datenschutzeinstellungen hier ändern.
Sie haben noch kein Benutzerkonto?
Jetzt kostenlos registrieren und von Ihrem Mitgliedsstatus profitieren: