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Fortbildung

Diagnostik und Antikörper-Therapie der frühen Alzheimer-Krankheit

Seit 2025 stehen mit Lecanemab und Donanemab erstmals krankheitsmodifizierende Antikörper-Therapien für frühe Stadien der Alzheimer-Krankheit zur Verfügung. Sie verlangsamen den Verlauf, erfordern aber eine genaue Diagnostik und enge Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten sowie weiterer Strukturen.


03.05.2026 - 02.05.2027
K. Gehring
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3 CME-Punkte
Schlüsselwörter: Alzheimer-Krankheit, Alzheimer-Therapie, Lecanemab, Donanemab, Demenz-Diagnostik, Versorgungsstrukturen

In Deutschland leben aktuell ca. 1,8 Mio. Menschen mit Demenz, bis 2050 werden es rund 2,8 Mio. sein. Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form. Seit 2025 stehen mit Lecanemab und Donanemab erstmals krankheitsmodifizierende Antikörper für frühe Alzheimer-Stadien zur Verfügung, sofern eine biomarker-basierte Alzheimer-Pathologie vorliegt. Die Therapie verlangsamt zwar den Verlauf, birgt aber mögliche Risiken wie Flüssigkeitsansammlungen oder kleine Blutungen im Gehirn und erfordert eine engmaschige fachärztliche Überwachung. Diagnostik und Versorgung verändern sich grundlegend. Eine enge, sektorenübergreifende Zusammenarbeit von Haus- und Fachärztinnen und -ärzten sowie weiterer Strukturen ist essenziell.

CME: Diagnostik und Antikörper-Therapie der frühen Alzheimer-Krankheit 


Derzeit leben ca. 1,8 Mio. Betroffene mit Demenz in Deutschland, jedes Jahr wird bei über 400.000 Menschen in Deutschland neu eine Demenz diagnostiziert. Fast jeder kennt einen Betroffenen in der Familie oder im Bekanntenkreis. Aufgrund der demografischen Entwicklung und wachsender Lebenserwartung nimmt die Zahl der Erkrankten kontinuierlich zu. Im Jahr 2050 geht man von einer Anzahl von  2,8 Mio. aus. Demenzkrankheiten sind damit eine der größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.

Demenzen treffen die Menschen im Wesenskern. Sie haben daher vor Demenz mehr Angst als vor Krebs. Die Erkrankung betrifft stets nicht nur Patientinnen und Patienten selbst, sondern das gesamte Umfeld. Für Angehörige, die sich um die betroffenen Familienmitglieder kümmern, kann dies zu einer kaum zu bewältigenden Lebensaufgabe werden. Deshalb und aufgrund der immensen direkten und indirekten Krankheitskosten ist die Versorgung von Menschen mit Demenzkrankheiten auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Die häufigste Demenzform ist die Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT).  Diese war bislang nicht kurativ behandelbar. Der Fokus der Diagnostik lag deshalb vor allen in der Identifizierung derjenigen wenigen Betroffenen, die nicht an einer DAT, sondern ursächlich an einer anderen, potenziell behandelbaren Erkrankung, wie z. B. einem Mangel an Vitamin B12 oder einer entzündlichen Erkrankung, gelitten haben. Für Betroffene mit DAT war das medikamentöse Behandlungsangebot bislang begrenzt mit zum einen symptomatisch wirkenden Medikamenten, die den Krankheitsverlauf vorübergehend  etwas verzögern können (die sogenannten Cholinesterase-Hemmer), zum anderen Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva, auch Hypnotika) zur Glättung von Verhaltensstörungen. Besondere Bedeutung hat aber eine psychosoziale Begleitung. Der damit verbundene Versorgungsaufwand ist hoch. Aufgrund eines ausgesprochen hohen Beratungs- und Edukationsbedarfes von Betroffenen und Angehörigen ist die Behandlung notwendigerweise zu einem großen Teil auch Zuwendungsmedizin. In fortgeschrittenen Stadien stehen zunehmend Verhaltensstörungen, Weglauftendenzen oder auch aggressives Verhalten im Vordergrund, weshalb die Behandlung zusätzlich durch den Austausch mit Angehörigen und Pflegenden geprägt ist.

CME “Diagnostik und Antikörper-Therapie der frühen Alzheimer-Krankheit”: Hier weiterlesen

 

1 S3-Leitlinie Demenzen - Living Guideline, Stand 2025. AWMF-Registernummer 038 – 013. register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013
2 Alzheimer Qualitätshandbuch. alzheimer-qualitaetshandbuch.de

Autor & Korrespondenzadresse

Dr. med. Klaus Gehring
Neurozentrum am Klosterforst
Hanseatenplatz 1
25524 Itzehoe

www.neurologie-itzehoe.de
gehring@neurologieitzehoe.de