Dupilumab eröffnet neue Perspektiven bei chronischer spontaner Urtikaria
Seit dem 6. November 2025 ist der gegen Interleukin (IL)-4 und IL-13 gerichtete monoklonale Antikörper Dupilumab (Dupixent®) auch zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria (CSU) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen.
In Deutschland sind etwa 0,5–1,0 % der Menschen von einer CSU betroffen.1 Zu Beginn der Therapie einer CSU sieht die S3-Leitlinie zur Urtikaria2 den Einsatz von H1-Antihistaminika der zweiten Generation vor, deren Dosis wenn nötig laut Leitlinie auf das Vierfache erhöht werden sollte (in Deutschland Off-Label-Use). Wird damit keine ausreichende Kontrolle erreicht, können Omalizumab und Ciclosporin eingesetzt werden.2 „Bei vielen Patientinnen und Patienten bleibt die Krankheit mit den bisherigen Optionen unkontrolliert. Diese Menschen leiden weiterhin unter Symptomen, die ihre Lebensqualität maßgeblich beeinträchtigen können“, so Prof. Petra Staubach-Renz, Mainz.
Seit November 2025 steht nun Dupilumab zur Therapie der CSU zur Verfügung.3 Der monoklonale Antikörper wurde von der Europäischen Kommission für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer CSU bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die auf eine Behandlung mit H1-Antihistaminika unzureichend ansprechen und im Rahmen ihrer CSU-Therapie bisher keine Anti-IgE-Antikörper erhalten haben, zugelassen.3
Signifikanter Rückgang der Beschwerden und bessere Lebensqualität
In den pivotalen Studien CUPID A und CUPID C führte Dupilumab zu einem signifikanten Rückgang der Beschwerden und einer besseren Lebensqualität der Teilnehmenden.4 Die Studienergebnisse zur Sicherheit standen im Allgemeinen im Einklang mit dem bekannten Sicherheitsprofil von Dupilumab in seinen zugelassenen dermatologischen Indikationen.3,5,6 Die insgesamt berichteten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse, die bei mindestens 5 % der Patientinnen und Patienten in jeder Behandlungsgruppe auftraten, waren für Placebo und Dupilumab vergleichbar.5 Zu den unerwünschten Ereignissen, die in den Studien mit Erwachsenen und Jugendlichen mit CSU bei mehr als 5 % der Teilnehmenden beobachtet wurden, gehörten Nasopharyngitis und Erytheme an der Injektionsstelle.5
Quelle: Sanofi Deutschland
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