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Allgemein- & Innere Medizin, Infektiologie Allgemein- & Innere Medizin Allgemein- & Innere Medizin
Infektionen

Eine Katzenbisswunde ist stets ein medizinischer Notfall


30.01.2018
Amelie Kaufmann
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Katzenbisswunden: Diagnostik und Therapie

Symptome einer Infektion bei einer Katzenbisswunde

Indizien dafür, dass sich die Katzenbisswunde entzündet hat, sind eine überwärmte, gerötete und geschwollene Hand.

„Sie schmerzt und es kann zu eitrigen oder blutigen Sekretionen im Wundgebiet kommen. Der Patient nimmt oftmals eine Schonhaltung ein und klagt über einen Dehnungsschmerz. Die Funktionen der Hand oder der Finger sind meist eingeschränkt“, so Dr. med. Björn Kamphues, Unfallchirurg am Eduardus-Krankenhaus in Köln.

Hier wurden bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 über 20 Patienten mit Katzenbissen behandelt. Die Dunkelziffer der Menschen mit Katzenbissen dürfte jedoch höher sein, weil viele die Infektionsgefährdung unterschätzen.

Therapie bei Katzenbisswunden

Katzenbisse an Händen und Fingern kritisch

„Es kommt auf die Lokalisation der Wunde und die Wundtiefe an. Die Wunden werden jedoch, aufgrund der oberflächlich sichtbaren, kleinen Eintrittspforte, häufig unterschätzt“, erklärt der Unfallchirurg. Zunächst sollte der Arzt die Wunde auf ihre Tiefe, Sauberkeit und die Anzeichen einer Entzündung analysieren.

„Bisse an der Hand oder in den Fingern, die direkt über Sehnen oder Nerven liegen, sind besonders kritisch.“ - Dr. med. Björn Kamphues

Kamphues sieht Bisse an der Hand oder in den Fingern als besonders kritisch an: „In diesem Fall, sollte der Patient direkt zu einem Handchirurgen oder einem Krankenhaus überwiesen werden.“

Infektion einer Katzenbisswunde innerhalb von Stunden

Lokale Infektionen treten meist innerhalb von ein paar Stunden auf.

  • Kann ein Biss an einer Stelle lokalisiert werden, die nicht über Nerven oder Sehnen liegt und es gibt keine Anzeichen für eine Infektion, kann der Arzt die Wunde ruhig stellen.
  • Er kann sie vorsichtig ausspülen.
  • Beim Ausspülen der Wunde muss jedoch darauf geachtet werden, dass keine Keime tiefer in die Wunde gedrückt werden.
  • Anschließend sollte der Hausarzt eine Antibiose verabreichen.
  • Der Arzt sollte die Wunde täglich auf eine möglicherweise fortschreitende Infektion kontrollieren und führt die Behandlung weiter bis sich die Wunde schließt.