Allgemein- & Innere Medizin, Infektiologie
Allgemein- & Innere Medizin
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Infektionen
Eine Katzenbisswunde ist stets ein medizinischer Notfall
Fazit - Wie sollten Ärztinnen und Ärzte eine Katzenbisswunde behandeln?
Dr. Kamphues rät Ärzten: „In jedem Fall, sollten Bissverletzungen durch Katzen ernst genommen und als Notfall eingestuft werden, auch wenn die Verletzung zunächst harmlos erscheinen sollte.“
Katzenbisse sind keine Bagatellverletzungen, sondern bedürfen wegen des Infektionsrisikos einer umgehenden ärztlichen Behandlung.
Wie sollte der Arzt eine Katzenbisswunde behandeln?
- Ein Patient mit einer Katzenbisswunde sollte immer als Notfall eingestuft werden.
- Patienten mit Katzenbissverletzungen an Händen oder Fingern direkt zu einem Handchirurgen oder in ein Krankenhaus überweisen. In diesem Falle keine Antibiose verabreichen, da so das Keimspektrum intraoperativ nicht sicher bestimmt werden kann und Resistenzen entstehen können.
- Im Falle einer konservativen Therapie stellen Sie die Wunde ruhig und spülen Sie diese aus.
- Vorsicht: Drücken Sie die Keime während der Reinigung keinesfalls tiefer in die Haut hinein.
- Verordnen Sie in solch einem Fall eine Antibiose.
- Kontrollieren Sie die Wunde täglich, bis sie sich schließt und keine Hinweise für einen Infekt aufgetreten sind.
- Indikation für ein operatives Vorgehen breit stellen, da im Falle einer fortgeschrittenen Infektion die Folgen gravierend sein können (z.B. Sepsis).
Informationen
Literatur:
1 Deutsches Ärzteblatt 93, Heft 15, 12. April 1996 (49), S. A-969 – A-972