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Proktologie

Hämorrhoiden: Früh behandeln und individuell beraten

Hämorrhoidalleiden im Frühstadium erfordern eine auf individuelle Risiko- und Symptomkonstellationen ausgerichtete symptomatische Behandlung und Beratung, so der Rat von Prof. Derek Zieker-Fischer, Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Proktologie in Reutlingen.


05.06.2025
DR. KADE
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Eine symptomatische Behandlung im Frühstadium der Erkrankung und angepasste Verhaltensweisen (ausgewogene, ballaststoffhaltige Ernährung, Trinkverhalten mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr, Bewegung, Hygiene) könnte das Fortschreiten von Gewebeveränderungen vermeiden. Zu den Therapieoptionen im Frühstadium zählen eine symptomatische Therapie mit Salben oder Zäpfchen, sagte Derek.

Sensibler Umgang mit dem Thema Hämorrhoiden 

Andrea Wohlers, Apothekerin aus Eberbach, richtet ihre Beratung ebenfalls nach der vorherrschenden Symptomatik aus. Zu den häufig genannten Beschwerden zählen z. B. Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Stuhlgang und Verstopfung. Das Thema Hämorrhoidalleiden sei häufig mit Scham behaftet, sodass ein sensibler Umgang, offene Rückfragen und aktives Zuhören etwaige Schamgefühle nehmen und Empathie vermitteln können, so die Erfahrung von Wohlers.

Kombination von Hämorrhoidensalben

Wenn starker Juckreiz und Schmerzen im Vordergrund stehen, kommen beispielsweise Präparate mit einem Lokalanästhetikum in Betracht. Wenn der Erkrankte vornehmlich unter Nässen und leichten Blutungen leide, empfehle Wohlers etwa Präparate mit adstringierender Wirkung, wie Hamamelis-­Extrakte. Ideal wäre ggf. auch eine parallele Anwendung beider Produkttypen, um die Regenerationsprozesse optimal zu unterstützen, so die Einschätzung der Apothekerin. Tagsüber, wenn die Symptome am meisten stören, das Lokalanästhetikum (z. B. lidocainhaltige Salben, wie z. B. Posterisan® akut) und zur Nacht das pflanzliche Hamamelis-Präparat (z. B. FAKTU® lind).

Dr. rer. nat. Christine Willen



Quelle: Digitales Fachpressegespräch „Hämorrhoidalleiden – Von möglichen Ursachen zu praxisnahen Therapieoptionen“, 27.02.2025. Veranstalter: DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH