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Herzinsuffizienz

Frühdiagnose von Vorhofflimmern durch Protein-Screening?

Forschende vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW) streben eine Frühdiagnose von Vorhofflimmern (VHF) an, indem sie spezifische Proteine als Biomarker für VHF identifizieren.


26.02.2025
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Die Wissenschaftler Prof. Thomas Fischer und Dr. Moritz Huttelmaier vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW) streben an, Vorhofflimmern (VHF) künftig gezielter zu diagnostizieren, indem sie spezifische Proteine als Biomarker für VHF identifizieren. Die klinische Studie dazu, die im Rahmen der Herzinsuffizienz-Forschung am UKW durchgeführt wird, erhält eine finanzielle Unterstützung von 10.000 Euro von der Adolf-und-Edith-Schießer-Stiftung.

Gemeinsam mit der Universitätsklinik Mainz untersuchen die Kardiologen in einer Herzinsuffizienz-Kohorte Proteine und Signalwege, die bei dieser Risikogruppe Vorhofflimmern ausgelöst haben könnten. Somit könnten sie möglicherweise einer Frühdiagnose von Vorhofflimmern näher kommen.

Vorhofflimmern verschlechtert Herzinsuffizienz

Der durch das Vorhofflimmern beschleunigte und unregelmäßige Puls verursacht in der Regel deutliche Symptome. Werden diese nicht wahrgenommen oder bleiben sie aus, sind die Konsequenzen für Patientinnen und Patienten mit einer zugrundeliegenden Herzschwäche weitaus gravierender. 

„Wir wissen, dass Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes mit dem Auftreten von Vorhofflimmern verbunden sind, aber die grundlegenden Mechanismen und Signalwege sind nicht ausreichend verstanden“, erklärt Dr. Moritz Huttelmaier, Facharzt für Kardiologie und Clinician Scientist am UKW mit dem Schwerpunkt Herzrhythmusstörungen. Bestimmte Signalwege stehen im Verdacht, ursächlich mit dem Auftreten der Herzrhythmusstörungen in Verbindung zu stehen.

Frühdiagnose von Vorhofflimmern per Protein-Screening?

In der Mainzer MyoVasc-Kohorte wurden 3.300 Patientinnen und Patienten aller Stadien der Herzinsuffizienz über einen Zeitraum von sechs Jahren beobachtet. Es wurden zu verschiedenen Zeitpunkten umfangreiche klinische Daten erhoben und biologische Proben einschließlich Serum, DNA, RNA und Zellen analysiert, um möglicherweise einer Frühdiagnose von Vorhofflimmern näher zu kommen.

„Uns interessiert vor allem, welche der 536 analysierten Proteine bei Vorhofflimmern eine entscheidende Rolle spielen“, so Huttelmaier. Erste Vorarbeiten haben bereits gezeigt, dass bei Herzinsuffizienz-Betroffenen mit Vorhofflimmern einzelne Proteine in unterschiedlicher Quantität im Vergleich zu Herzinsuffizienz-Betroffenen ohne Vorhofflimmern vorliegen. Jetzt wollen die Forscher zusätzlich die Herzinsuffizienz-Patientinnen und -Patienten, die im Studienzeitraum neu Vorhofflimmern entwickelt haben, genauer ansehen und untersuchen, welche Proteine oder Proteinmuster und welche Signalwege hoch- oder herunterreguliert waren. Auf diese Weise will das Team wichtige Schlüsselwege identifizieren, die perspektivisch einen neuen Ansatz bieten, um Vorhofflimmern noch besser zu behandeln. 

Darüber hinaus hoffen sie, ein Set von Proteinen zu finden, die als Biomarker die Vorhersage von Vorhofflimmern in Zukunft erleichtern könnten. In einer Folgestudie wollen die Würzburger Forschenden die Daten der MyoVasc-Kohorte mit einem elektrophysiologisch-rhythmologischen Blick betrachten und mit elektroanatomischen 3-D-Karten verknüpfen, die im Zuge der Katheterablation von Vorhofflimmern erstellt werden. Ziel ist es, einen Biomarker für stark geschädigte Vorhöfe (Vorhofkardiomyopathie) zu entwickeln.

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Quelle: Universitätsklinikum Würzburg



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