Hämorrhoidalleiden sind multifaktoriell bedingt – und werden von Betroffenen häufig nicht abgeklärt. Eine aktuelle Umfrage zeigt: 58 % der Befragten mit anorektalen Beschwerden suchten weder ärztlichen noch pharmazeutischen Rat.1 Häufigster Grund: Die Beschwerden seien „nicht so schlimm“. Die offene Ansprache in der hausärztlichen Praxis ist daher zentral.
In der Umfrage gaben 57 % an, das Smartphone auf der Toilette zu nutzen; bei den 25- bis 39-Jährigen waren es sogar 78 %. Unter den Smartphone-Nutzenden sitzen 41 % sechs bis fünfzehn Minuten auf der Toilette, 4 % sogar länger.1 Eine US-amerikanische Querschnittsstudie fand eine Assoziation zwischen Smartphone-Nutzung auf der Toilette und Hämorrhoiden.2 Diese Daten sollten jedoch nicht kausal überinterpretiert werden, so Prof. Dr. Oliver Schwandner, Chirurg und Proktologe aus Regensburg. Seiner Ansicht nach sei das Smartphone kein „echter“ neuer Risikofaktor, sondern ein aktuelles Beispiel für ein bekanntes Problem: verlängerte Toilettensitzungen. Präventiv bleibt entscheidend, langes Sitzen und Pressen bei der Stuhlentleerung zu vermeiden.
Sport differenziert einordnen
Sport ist ebenfalls nicht pauschal zu bewerten, denn moderate Bewegung kann die Darmmotilität unterstützen. Bestimmte Belastungsformen können bei bestehendem Hämorrhoidalleiden jedoch Beschwerden verstärken. In einer Beobachtungsstudie mit sportlich aktiven Erwachsenen berichteten 34 % über ein Hämorrhoidalleiden; besonders häufig waren Beschwerden bei Radfahren oder Reiten sowie Bodybuilding.3 Die Empfehlung sollte daher individuell erfolgen, ohne grundsätzlich von Bewegung abzuraten.
Beschwerden gezielt ansprechen und bedarfsgerecht therapieren
Anorektale Beschwerden können durch Hämorrhoiden, aber auch durch andere oder zusätzlich vorliegende Analerkrankungen wie Fissuren, Ekzeme, Perianalvenenthrombosen oder Marisken bedingt sein. Die hausärztliche Ansprache kann helfen, Scham zu reduzieren, Warnzeichen zu erkennen und Betroffene frühzeitig einer passenden Behandlung zuzuführen. Grundlage bei anorektalen Beschwerden bildet immer auch die proktologische Basistherapie: ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Trinkmenge, Bewegung, Stuhlregulation sowie das Vermeiden langer Toilettensitzungen und übertriebener Analhygiene. Bei analen Beschwerden kann ergänzend eine symptomorientierte Lokaltherapie sinnvoll sein. Posterisan® akut mit Lidocain steht zur symptomatischen Behandlung von Juckreiz und Schmerzen im Analbereich zur Verfügung. FAKTU® lind mit Hamamelis eignet sich bei Hämorrhoidalleiden Grad I und II mit Juckreiz, Brennen, Nässen und leichten Blutungen.Posterisan® protect schützt die Analregion bei einem Hämorrhoidalleiden vor erneuten Reizungen und kann so studienbelegt dem erneuten Auftreten von Symptomen vorbeugen.4 Bei prolabierten, reponierbaren Hämorrhoidalpolstern Grad II und III erweitert der POSTERICARE® Hämorrhoiden-Stick die Möglichkeiten der Selbstmedikation durch physikalische Reposition.
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1 Umfrage zum Thema Hämorrhoidalbeschwerden 2026, Umfrage von Bilendi im Auftrag von DR. KADE, Stichprobe: 1.000 Personen der deutschen Bevölkerung (504 Männer, 496 Frauen) im Alter von 25 bis 69 Jahren, die mindestens einmal an anorektalen Beschwerden litten, Befragungszeitraum 19.01.2026 – 02.02.2026.
2 Ramprasad C et al. Smartphone use on the toilet and the risk of hemorrhoids. PLoS One. 2025; 20(9). doi:10.1371/journal.pone.0329983.
3 Romano L et al. Sport practice and hemorrhoidal disease: results from a self-assessment questionnaire among athletes. Int J Colorectal Dis. 2025; 40: 8. doi:10.1007/s00384-024-04797-3.
4 Williams R et al. Klinische Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Medizinproduktes zur Prophylaxe des Auftretens akuter Symptome bei Patienten mit Hämorrhoidalleiden. Akt. Dermatol. 2013; 39: 504–508.
Posterisan® akut 50 mg/g Rektalsalbe. Wirkstoff: Lidocain Zus.: 1 g Rektalsalbe enth. 50 mg Lidocain. Sonst. Bestandt.: Cetylalkohol, Macrogole, gereinigtes Wasser. Anw.: Anwendung bei Erwachsenen; Linderung von Schmerzen im Analbereich vor proktologischer Untersuchung; Symptomatische Behandlung von Juckreiz und Schmerzen im Analbereich (z. B. aufgrund von Hämorrhoiden). Gegenanz.: Überempfindlichkeit gg. Lidocain od. einen der sonst. Bestandteile. Nebenw.: Sehr häufig: Lokale Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Jucken u. Brennen); häufig: Durchfall; gelegentlich: Anorektales Unwohlsein (z. B. leichte Schmerzen), Rötung (perianales Erythem) Enthält Cetylalkohol. Packungsbeilage beachten. DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin Stand: 04/2024
Faktu®lind Hämorrhoidensalbe; Faktu® lind Hämorrhoidenzäpfchen. Wirkstoff: Hamamelisblätter- und -zweigedestillat/Hamamelisblätter-Auszug. Zus.: 1 g Salbe enth. 62,5 mg Destillat aus frischen Hamamelisblättern und -zweigen (1:1,12-2,08), Destillationsmittel: Ethanol 6 % (m/m). Sonst. Bestandt.: Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Citronensäure-Glycerolmonooleat-Glycerolmonostearat-L-(+)-6-O-Palmitoylascorbinsäure-all-rac-alpha-Tocopherol-Lecithin (2,5:7,5:20:20:25:25); Natriumedetat (Ph. Eur.); Glycerol(mono/di/tri)[adipat/alkanoat(C6-C20)/isostearat]; dickflüssiges Paraffin; mikrokristalline Kohlenwasserstoffe (C40-C60); Propylenglycol; weißes Vaselin; gereinigtes Wasser; Wollwachs (enth. Butylhydroxytoluol). 1 Zäpfchen enth. 400 mg Auszug aus Hamamelisblättern (1:2), Auszugsmittel: Ethanol 60 % (V/V). Sonst. Bestandt.: Glycerolmonooleate; Hartfett; mikrokristalline Kohlenwasserstoffe (C40-C60); Polyglycerolpoly(12-hydroxystearat); hochdisperses Siliciumdioxid, methyliert; alpha-Tocopherol (Ph. Eur.). Anw.: Salbe: Zur Besserung der Beschwerden bei Hämorrhoiden Grad I und II. Zäpfchen: Zur Linderung von Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, leichte Blutungen bei Hämorrhoiden Grad I u. II. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gg. Hamamelis, Wollwachs (bei Salbe) oder einen d. sonst. Bestandteile. Nebenw.: Salbe sehr selten: allergische Reaktionen durch Überempfindlichkeit gg. Inhaltsstoffe. Zäpfchen Häufig: kurz anhaltende Irritationen; sehr selten: allergische Reaktionen gegenüber Hamamelis-haltigen Externa. Die Salbe enthält Wollwachs, Butylhydroxytoluol, Cetylstearylalkohol und Propylenglycol. Packungsbeilage beachten. DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin Stand: 03/2023
Mit freundlicher Unterstützung der DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
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