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Dermatologie, Medizin Dermatologie Dermatologie
Nürnberger Wundkongress

Hidradenitis suppurativa/Akne inversa: Leidensdruck und Entzündung lindern – wie gelingt dies?

Nicht wenige der von Hidradenitis suppurativa/Akne inversa betroffenen Patienten leiden unter Krankheitsmanifestationen lange bevor gezielte therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Dies hat verschiedene Gründe. Ein Ansatzpunkt, um die Problematik der Diagnoselatenz anzugehen, besteht darin, die Awareness zu stärken und die interdisziplinäre Vernetzung zu verbessern. Evidenzbasis und Behandlungsmöglichkeiten haben sich in letzter Zeit erheblich erweitert. Bei den Biologika stehen inzwischen mehrere Wirksubstanzen zur Auswahl und auch bei den Antibiotika gab es einige Neuerungen.


07.03.2025
M. Peter
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Die beiden Bezeichnungen Hidradenitis suppurativa (HS) oder Akne inversa (AI) werden in den Leitlinien als gleichwertig anerkannt.*,1 Eigentlich sei die englische Beschreibung „dissecting terminal hair folliculitis“ treffender, da Veränderungen des terminalen Haartalgdrüsenapparats als zentrale pathophysiologische Komponente gelten, so Dr. Felix Sponagl, niedergelassener Dermatologe aus Heerbrugg/Schweiz anlässlich des Nürnberger Wundkongresses im Dezember 2024.2 Eine Haarfollikelentzündung führt zur Bildung schmerzhafter, rezidivierender Knoten, Abszesse und Fisteln. Prädilektionsstellen sind axilläre, inguinale und perianale Regionen.1

Entsprechende Manifestationen frühzeitig als HS zu identifizieren, stellt in der Praxis nach wie vor eine große Herausforderung dar. Diagnoselatenz sei ein gravierendes Problem, betonte Sponagl.2 Aus Studien geht hervor, dass die HS mit einer Verspätung von 7,2 ± 8,7 Jahren diagnostiziert wird.1,3 Es gebe viele Menschen, die sich mit den Krankheitsmanifestationen arrangieren, aber unter massiven Einschränkungen leiden, gab der Referent zu bedenken.1 Neben Schmerzen kann es auch zu Bewegungseinschränkungen kommen und wenn aus Knoten und Abszessen Eiter austritt, entsteht ein unangenehmer Geruch. Zwar werden die Patienten meist zuerst in der Primärversorgung vorstellig, aber die eigentliche Diagnosestellung sei Aufgabe der Dermatologen, so Sponagl. Auch bei der Therapie ist häufig interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt. In Fällen, in denen eine antientzündliche Behandlung nicht ausreicht, ist gegebenenfalls ein chirurgischer Eingriff in Betracht zu ziehen.

Klinische Merkmale erkennen und Schweregrad beurteilen

Die genaue Pathogenese der HS ist bislang nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, hormonellen und umweltbedingten Faktoren zu ihrer Entstehung beiträgt.1,24 Bei 35–40 % liegt eine positive Familienanamnese vor, was auf eine genetische Beteiligung schließen lässt. HS manifestiert sich meist erstmals nach der Pubertät und hat einen Altersgipfel bei etwa 20–25 Jahren.4,5 Bei der diagnostischen Abklärung ist die klinische Untersuchung zentral. Hautbiopsien sind meist nicht erforderlich, können aber nützlich sein, um eine Differenzialdiagnose mit einer grampositiven bakteriellen Ursache (z.B. Furunkel oder Karbunkel) auszuschließen.6 Zu den klinischen Hauptmerkmalen der HS zählen7:

  • typische anatomische Lokalisation (Axillen, Leiste, Gesäß, Brust, perianal, perigenital),
  • typische Läsionen: tiefsitzende, schmerzhafte Knoten; Abszesse; drainierende Fisteln; Vernarbungen),
  • rezidivierender oder chronischer Verlauf.

Phänotypisch wird eine nicht-entzündliche und eine entzündliche Form unterschieden.1 Zur Beurteilung des Schweregrades werden klinische Scores eingesetzt. Während die Intensität der entzündlichen Form mithilfe der IHS4 (International Hidradenitis Suppurativa Severity Scoring)-Klassifikation in milde, mittelschwere und schwere HS eingeteilt werden kann, dient für die vorwiegend nicht-entzündliche Form die Einteilung nach Hurley als Entscheidungsgrundlage für die Auswahl der Behandlung.7,8 Der Aufbau des IHS4 ist in Tabelle 1 ersichtlich.9,10 Bei der Klassifikation nach Hurley werden in Abhängigkeit von der klinischen Ausprägung die folgenden drei Schweregrade unterschieden.11,12

  • Stufe I: Isolierte, einzelne oder multiple schmerzhafte Abszesse, keine Narbenstränge;
  • Stufe II: Rezidivierende schmerzhafte Abszesse mit Strangbildungen und Vernarbungen; einzeln oder multipel, aber nicht flächenhaft (s. Abb. 1 und 2);
  • Stufe III: Diffuse, plattenartige, entzündliche, schmerzhafte Infiltrationen, oder multiple miteinander verbundene Stränge und Abszesse. Es besteht eine Gefahr der Gelenkkontrakturen infolge schmerzbedingter Bewegungseinschränkung.

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der HS. Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, umso größer ist die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung und desto weniger körperliche Einschränkungen werden auftreten.1

Berechnung:

Anzahl entzündlicher Knoten

+ Anzahl Abszesse × 2

+ Anzahl drainierender Fisteln × 4 = IHS4

Gesamtscore

Erkrankungsschwere

≤ 3

mild

4–10

moderat

≥ 11

schwer

Tab. 1: IHS-4 (International Hidradenitis Suppurativa Severity Score System)


Breites Therapiespektrum: Individuelle Auswahl treffen

Die 2024 veröffentlichten S2k-Leitlinienempfehlungen sind als Entscheidungshilfe für die Auswahl einer geeigneten Therapie gedacht.1 Der Referent hob die folgenden Aspekte hervor:

Aktiv-entzündliche HS: Die lokale Anwendung von topischen Antibiotika (Clindamycin) ist vor allem im frühen Stadium der HS sinnvoll. Bei Patienten mit einem leichten Schweregrad habe man gesehen, dass eine antibakterielle Therapie hilfreich sein kann; diese soll aber nicht über einen zu langen Zeitraum eingesetzt werden, da sich Resistenzen bilden können. Intraläsionale Injektionen mit Kortikosteroiden können eine vorübergehende Besserung einzelner Läsionen erzielen, daher ist eine Infiltration mit Triamcinolonacetonid ebenfalls empfehlenswert.11,13 Ein Resorcinol-Peeling wirkt der Follikelverstopfung entgegen und könne ebenfalls hilfreich sein. Bei Resorcinol handelt es sich um ein Phenol-Derivat, welches keratolytische, antimikrobielle und antientzündliche Effekte aufweist.1

Bei mittelschwerer und schwerer Ausprägung zählt die systemische Antibiose zu den klassischen Therapieoptionen. Orales Doxycyclin sei von der Patientenakzeptanz her vorteilhaft, da es besser verträglich ist als Rifampicin und Clindamycin. Die Wirkung sei nicht nur antibakteriell, sondern auch antientzündlich. In der Leitlinie wird darauf hingewiesen, dass mit systemischen oralen Tetrazyklinen eine vergleichbare Wirksamkeit erzielt werden kann wie mit der Kombination von Clindamycin und Rifampicin.23 Bei den subkutan applizierten Biologika war über längere Zeit lediglich der TNF-α-Blocker Adalimumab zugelassen bei HS. Inzwischen hat jedoch auch Secukinumab (ein Interleukin(IL)-17A-Hemmer) eine Indikationserweiterung für das Indikationsgebiet HS erhalten.22 Da Secukinumab seit vielen Jahren bei Psoriasis zum Einsatz kommt, gebe es viele Daten und Erfahrungswerte zur Wirksamkeit und Sicherheit dieses Biologikums. So könne man Patienten die Angst vor Nebenwirkungen etwas nehmen, erklärte Dr. Sponagl.2 Weitere systemische Wirkstoffe werden aktuell in klinischen Studien untersucht. Der IL17A/17F-Hemmer Bimekizumab, welcher in der EU ebenfalls für HS eingesetzt werden kann, erhielt in der Schweiz bislang keine Indikationserweiterung (Stand der Information 09.01.2025).

Nicht-entzündliche HS: Für vorwiegend nicht-entzündliche Formen stehen verschiedene chirurgische Verfahren zur Verfügung. Grundsätzlich fungieren chirurgische Eingriffe in allen Stadien als Option bzw. als ergänzende Intervention. Das Spektrum reicht von der Einzelentfernung von Zysten, dem sog. Deroofing (Eröffnung der Abszesshöhle mit Stanze oder Skalpell) bis hin zur Komplettsanierung ganzer Areale. Bei Konfluenz der Abszesse und Vorhandensein von Tunnelgängen (Hurley-Grad III) ist die radikale Exzision der betroffenen Areale die Methode der Wahl.14–16 Als Alternativtherapie zur Chirurgie kann auf die Ablation von HS-Läsionen mit Laserverfahren ausgewichen werden.

Lebensstilmodifikation und weitere Maßnahmen

Eine regelmäßige Hautpflege dient der Verbesserung der Barrierefunktion in den betroffenen Arealen und ist in allen HS-Stadien eine wichtige allgemeine Maßnahme. Da Rauchen und Fettleibigkeit als Triggerfaktoren der HS gelten, sind darüber hinaus Gewichtsreduktion und Raucherentwöhnung wichtige Lebensstilmaßnahmen. Die Bestandteile des Zigarettenrauchs, von denen angenommen wird, dass sie zur Pathogenese von HS beitragen, sind Nikotin, das über Nikotinrezeptoren wirkt, und Teerkomponenten, die den Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor aktivieren.1 Bezüglich molekularer Mechanismen, die HS und Adipositas miteinander verbinden, sind die Erkenntnisse aktuell noch lückenhaft. Aber bekannt ist, dass Fettgewebe wichtige Entzündungsmediatoren freisetzen kann, die an der HS-Pathogenese beteiligt sind, wie z.B. TNF-α, IL-6 und IL-36.25 Und es hat sich gezeigt, dass die medikamentöse oder chirurgische Behandlung von Adipositas in Einzelfällen zu einer deutlichen Verbesserung der HS führen konnte.17,26,27 Auch übermäßig starkes Schwitzen (Hyperhidrose) und mechanische Reizung der Haut zählen zu den Triggerfaktoren. Um mechanische Beanspruchung zu vermeiden, wird lose anliegende Kleidung empfohlen.17

HS-Patienten sind häufig psychisch stark belastet und nicht selten kommt es zu sozialem Rückzug und der Entwicklung depressiver Störungen. Entsprechende Anzeichen sollte man beachten und ansprechen, wenn man den Patienten helfen möchte.17,18,28 In diesem Zusammenhang ist auch Schmerztherapie ein wichtiges Thema.1 Denn Schmerzen können erwiesenermaßen mit depressiven Störungen assoziiert sein.20,21 Eine erfolgreiche Behandlung der HS-Läsionen kann Schmerzsymptome lindern, doch bei manchen Patienten persistieren die Schmerzen.19 In der Leitlinie wird empfohlen, gegebenenfalls eine interdisziplinäre Versorgung aufzugleisen (z. B. Beizug von Primärversorgern oder Schmerzspezialisten). Eine wirksame Schmerzlinderung kann zu einer erheblichen Verbesserung der Schlaf- und Lebensqualität führen, was auch günstige Auswirkungen auf depressive Verstimmungen haben kann.

Mirjam Peter

Expertenstatement von Dr. med. Felix Sponagl, Facharzt für Dermatologie und Venerologie

 

Fachärztliche Versorgung im Praxisalltag

Zur Klassifikation der HS/AI stehen mittlerweile neben der Hurley-Einteilung verschiedene weitere Scores (z. B. Sartorius, IHS4) zur Verfügung. Welche Scores setzen Sie im Praxisalltag routinemäßig ein?

Dr. Sponagl: Im Praxisalltag verwende ich typischerweise die Hurley-Klassifikation zur Beurteilung der Schwere der Krankheit. Diese Skala ist weit verbreitet, besonders wenn es um die Entscheidung für chirurgische Interventionen geht. Sie unterscheidet zwischen drei Stadien:

  • Stadium I: Abszesse, keine Fisteln, keine Vernarbung
  • Stadium II: mehrere entzündete Knoten/
    Abszesse mit Fisteln und/oder Narben
  • Stadium III: flächiger Befall mit Abszessen, Fisteln und Narbenzügen

Zusätzlich wird der IHS4-Score (International Hidradenitis Suppurativa Severity Score) zunehmend genutzt, da er eine genauere Beurteilung der entzündlichen Krankheitsaktivität auf der Basis von Knoten, Abszessen und Fisteln ermöglicht. Dies ist insbesondere wichtig, da man die entzündliche Aktivität der Erkrankung hierbei gut beschreiben kann.

Bei den Biologika steht mittlerweile neben Adalimumab auch in der Schweiz der IL-17A-Hemmer Secukinumab als Therapieoption zur Verfügung. In der EU ist zusätzlich zu den beiden Wirkstoffen noch der IL17A/17F-Hemmer Bimekizumab zugelassen. Welche Patienten profitieren erfahrungsgemäß besonders? Gibt es ein „Window of opportunity“ für bestmögliche Therapieeffekte?

Dr. Sponagl: Secukinumab hat sich als wirksam in der Behandlung von HS/AI erwiesen und steht nun als weitere systemische Therapieoption zur Verfügung. Wir kennen das Produkt bereits aus der Behandlung der Psoriasis, sind also gut mit dem Management des Medikaments vertraut. Patienten, die besonders profitieren, sind häufig diejenigen mit moderatem bis schwerem Verlauf und mit anhaltender Krankheitsaktivität. Sie sollten idealerweise in einem frühen Stadium der Erkrankung oder vor einer ausgeprägten narbigen Veränderung behandelt werden, um eine bessere Kontrolle der Krankheitsprogression und eine verbesserte Lebensqualität zu erreichen. Ein „Window of opportunity“ existiert in dem Sinne, dass man möglichst frühzeitig therapieren sollte, um Narbenbildungen zu verhindern.

Es wird empfohlen, chirurgische Eingriffe mit einer systemischen entzündungshemmenden Behandlung zu kombinieren. Haben Sie Erfahrungswerte hierzu?

Dr. Sponagl: Zunächst muss die spezifische Situation des Patienten genau erfasst werden. Auf dieser Grundlage wird ein individuell zugeschnittenes Krankheitskonzept entwickelt. Besonders wichtig ist es, dass bei Patienten, bei denen sich die Erkrankung im entzündlichen Stadium befindet und gleichzeitig eine chirurgische Intervention erforderlich ist – zum Beispiel aufgrund von Narben oder Strikturen –, eine kombinierte Therapie sehr empfehlenswert ist. Zu Beginn kann eine antientzündliche Behandlung mit Doxycyclin, Adalimumab oder Secukinumab durchgeführt werden (auch als „Downstaging“ bezeichnet), gefolgt von einer Operation zur Entfernung von Narben und Strikturen. Die SHARPS-Studie konnte zeigen, dass die Behandlung mit Adalimumab vor Operationen im Rahmen der HS/AI Akne nicht unterbrochen werden musste.

Dass es eine Assoziation zwischen Übergewicht sowie Rauchen und HS/AI gibt, wurde in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen. Wie wirkt sich eine Gewichtsreduktion und ein Rauchstopp auf den Krankheitsverlauf aus?

Dr. Sponagl: Eine Gewichtsreduktion und der Rauchstopp können sich beide positiv auf den Krankheitsverlauf von HS/AI auswirken.

Gewichtsreduktion: Übergewicht verstärkt entzündliche Prozesse im Körper, da Fettgewebe proinflammatorische Substanzen produziert, welche die Entzündungsreaktionen fördern. Durch eine Gewichtsreduktion können diese entzündungsfördernden Stoffe verringert werden, was zu einer Milderung der Krankheitssymptome führen kann. Darüber hinaus kann weniger Körpergewicht den Druck und die Reibung auf betroffene Hautareale verringern, was von Vorteil ist, da die Erkrankung häufig an Hautfalten und Stellen mit Haut-auf-Haut-Kontakt auftritt. Weniger Druck und Reibung können das Risiko von Entzündungen und Abszessen mindern und so den Krankheitsverlauf verbessern.

Rauchstopp: Rauchen gilt als Risikofaktor für die Entstehung und Verschlechterung von HS/AI. Es wird teilweise auch als Katalysator der Erkrankung bezeichnet. Zigarettenrauch schädigt das Immunsystem und fördert entzündliche Prozesse. Das Aufhören mit dem Rauchen kann daher die Entzündung verringern und die Hautgesundheit verbessern. Studien zeigen, dass Rauchen die Heilung von Wunden und das Entzündungsgeschehen negativ beeinflusst, sodass der Rauchstopp eine signifikante Verbesserung der Symptome von HS/AI begünstigen kann.

Insgesamt können sowohl eine Gewichtsreduktion als auch der Rauchstopp in Kombination mit anderen medizinischen Behandlungen zu einer besseren Kontrolle der Erkrankung und einer Milderung der Symptome führen. Sie stellen wichtige Bestandteile eines ganzheitlichen Therapieansatzes dar, der den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

Herzlichen Dank für das Interview!

Das Interview führte Mirjam Peter

Experte

Dr. med. Felix Sponagl

Ärzte am Markt AG
Marktstrasse 4, 9435 Heerbrugg, Schweiz
info(at)aerzte-am-markt.ch 

Fidamedi – Fortbildungsinstitut
Dermatologie in der Allgemeinmedizin

Erstveröffentlichung des Beitrags in der schweizerischen Fachzeitschrift DERMATOLOGIE PRAXIS 2025;35(1):18-20.

Der Beitrag beruht auf dem Vortrag „Einblick in die S2k-Leitlinie“ von Dr. med. F. Sponagl anlässlich des Nürnberger Wundkongresses am 05.– 06.12.2024.

1 Zouboulis CC, et al. S2k-Leitlinie zur Therapie der Hidradenitis suppurativa/Acne inversa (ICD-10 Ziffer: L73.2). 2024: AWMF-Registernr.: 013-012. register.awmf.org/assets/guidelines/013- 012l_S2k_Therapie-Hidradenitis-suppurativa-Acne-inversa_2024-08.pdf, (letzter Abruf 28.11.2024).  

2 “Einblick in die S2K-Leitlinie”, Hauptsitzung 13 – Akne inversa. Dr. med. F. Sponagl, Nürnberger Wundkongress, 5.– 6.12.24  

3 Saunte DM, et al. Diagnostic delay in hidradenitis suppurativa is a global problem. Br J Dermatol 2015; 173: 1546–1549.  

4 Revuz JE, et al. Prevalence and factors associated with hidradenitis suppurativa: results from two case-control studies. JAAD 2008; 59: 596–601.  

5 Jemec GB, Heidenheim M, Nielsen NH: The prevalence of hidradenitis suppurativa and its potential precursor lesions. JAAD 1996; 35: 191–194.  

6 Hunger RE, et al. Schweizer Praxisempfehlungen für die Behandlung der Hidradenitis suppurativa (Acne inversa). Kompass Dermatol 2019; 7(1): 8–13.  

7 Zouboulis CC, et al. Hidradenitis Suppurativa/Acne Inversa: Criteria for Diagnosis, Severity Assessment, Classification and Disease Evaluation. Dermatology 2015; 231: 184–190.  

8 Zouboulis CC, et al. Hidradenitis suppurativa/acne inversa: a practical framework for treatment optimization – systematic review and recommendations from the HS ALLIANCE working group. JEADV 2019; 33: 19–31.  

9 Zouboulis CC, et al. European Hidradenitis Suppurativa Foundation Investigator Group. Development and validation of the International Hidradenitis Suppurativa Severity Score System (IHS4), a novel dynamic scoring system to assess HS severity. Br J Dermatol 2017; 177(5): 1401–1409.  

10 Tzellos T, et al. Development and validation of IHS4-55, an IHS4 dichotomous outcome to assess treatment effect for hidradenitis suppurativa. JEADV 2023; 37(2): 395–401.  

11 Revuz J. Hidradenitis suppurativa. JEADV 2009; 23(9): 985–998.  

12 Hurley HJ. Axillary hyperhidrosis, apocrine bromhidrosis, hidradenitis suppurativa and familial benign pemphigus: surgical approach. In: Roenigk RK, Roenigk HH, Jr [Eds] Dermatologic surgery: principles and practice. 2nd ed. New York: Marcel Dekker 1996: 623–645.  

13 Riis PT, et al. Intralesional triamcinolone for flares of hidradenitis suppurativa (HS): A case series. J Am Acad Dermatol 2016; 75: 1151–1155.  

14 Altmann S, Fansa H, Schneider W. Axillary hidradenitis suppurativa: a further option for surgical treatment. J Cutan Med Surg 2004; 8: 6–10.  

15 Rompel R, Petres J. Long-term results of wide surgical excision in 106 patients with hidradenitis suppurativa. Dermatol Surg 2000; 26: 638–643.  

16 Wollina U, et al. Management of severe anogenital acne inversa (hidradenitis suppurativa). Dermatol Surg 2012; 38: 110–117.  

17 Ingram JR, et al. British Association of Dermatologists guidelines for the management of hidradenitis suppurativa (acne inversa) 2018. British Journal of Dermatology 2019; 180 (5): 1009–1017.  

18 Frings VG, et al. Assessing the psychological burden of patients with hidradenitis suppurativa. Eur J Dermatol 2019; 29: 294–301.  

19 Zouboulis CC. Pain Index: a new prospective hidradenitis suppurativa patient-reported outcome measure instrument. Br J Dermatol 2021; 184: 1203–1204.  

20 Chernyshov PV, et al. Quality of life measurement in hidradenitis suppurativa: position statement of the European Academy of Dermatology and Venereology task forces on Quality of Life and Patient-Oriented Outcomes and Acne, Rosacea and Hidradenitis Suppurativa. JEADV 2019; 33: 1633–1643.  

21 Chernyshov PV, et al. Quality of Life in Hidradenitis Suppurativa: An Update. Int J Environ Res Public Health 2021; 18: 6131  

22 Swissmedic: www.swissmedicinfo.ch, (letzter Abruf 10.01.2025).  

23 van Straalen KR, et al. The efficacy and tolerability of tetracyclines and clindamycin plus rifampicin for the treatment of hidradenitis suppurativa: Results of a prospective European cohort study. JAAD 2021; 85: 369–78.  

24 Scala E, et al. Hidradenitis Suppurativa: Where We Are and Where We Are Going. Cells 2021, 10, 2094.  

25 Hayran Y, et al. Serum IL-36α, IL-36β, and IL-36γ levels in patients with hidradenitis suppurativa: association with disease characteristics, smoking, obesity, and metabolic syndrome. Arch Dermatol Res 2020; 312: 187–196.  

26 Gallagher C, et al. Remission of hidradenitis suppurativa after bariatric surgery. JAAD Case Rep 2017; 3: 436–437.  

27 Sivanand A, et al. Weight Loss and Dietary Interventions for Hidradenitis Suppurativa: A Systematic Review. J Cutan Med Surg 2020; 24: 64–72.  

28 Ooi XT, et al. The psychosocial burden of hidradenitis suppurativa in Singapore. JAAD Int 2023; 10 :89– 94.