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FOKO 2026

RSV-Propyhlaxe: In der Schwangerschaft impfen oder Antikörper?

Angesichts anhaltend hoher Fallzahlen gewinnt die Prävention von Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Säuglingen an Bedeutung.1 


10.04.2026
Pfizer Pharma
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Besonders gefährdet sind Säuglinge aufgrund ihres unausgereiften Immunsystems und der kleinen Atemwege, schwere Verläufe treten v. a. in den ersten sechs Lebensmonaten auf, sagte Prof. Gunther Gosch, Magdeburg.

Maternale RSV-Impfung

Aktuell existieren zwei Strategien für die Primärprävention: die maternale Impfung während der Schwangerschaft sowie die passive Immunisierung des Säuglings mit monoklonalen Antikörpern (mAb).2 Erstere erfolgt mit dem Impfstoff ABRYSVO®.3 Dabei bildet die Mutter Antikörper, die über die Plazenta auf das Ungeborene übertragen werden; mit diesem Schutz lässt sich das Risiko für RSV-Erkrankungen beim Säugling ab Geburt innerhalb der ersten sechs Lebensmonate reduzieren, so PD Carsten Hagenbeck, Düsseldorf. Fachgesellschaften wie die DGGG empfehlen die Impfung bereits ab der 32. Schwangerschaftswoche, eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) steht noch aus. Neue internationale Studiendaten könnten diese Entscheidung künftig beeinflussen. Viele Krankenkassen erstatten die Kosten bereits.

RSV-Prophylaxe: Kein „Versus“ sondern „Cum“

Die STIKO empfiehlt derzeit die einmalige Gabe des mAb Nirsevimab für Neugeborene und Säuglinge unter einem Jahr, angepasst an Geburtszeitpunkt und RSV-Saison. Gosch und Hagenbeck betonten jedoch, dass nicht die Konkurrenz, sondern die Kombination beider Präventionsansätze entscheidend sei, um Schutzlücken zu schließen. Diskutiert werde ein Modell, bei dem die maternale Impfung als First-Line zur Verfügung stehe und Antikörper gezielt bei fehlender oder zu später Impfung eingesetzt werden. Die Experten plädierten für eine frühzeitige Aufklärung der Patientinnen.

Quelle: „RSV-Schutz durch Impfung in der Schwangerschaft oder Prophylaxe mit Antikörpern? ...“, 06.03.2026, anlässlich des FOKO, Düsseldorf. Veranstalter: Pfizer Pharma



Literatur

1 Robert Koch-Institut. ARE-Wochenbericht 9. KW (23.02. bis 01.03.2026).

2 Robert Koch-Institut. Epid Bull 2024;1:3–11.

3 Fachinformation ABRYSVO®. Stand: Sept 2025.