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Gynäkologie, Urologie, Frauen & Medizin, Medizin Urologie Gynäkologie, Urologie
Katheterisieren

Inkontinenz: Unterstützung für querschnittgelähmte Frauen

Etwa vier- bis achtmal am Tag benötigen querschnittgelähmte Menschen einen neuen Katheter, um ihre Blase zu entleeren. Aufgrund ihrer Anatomie brauchen vor allem Frauen dabei meist externe Hilfe. Ein neues Gerät kann querschnittgelähmten Frauen dabei helfen, die Blase allein zu entleeren.

 


02.12.2025
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Anders als bei Männern ist die Harnröhre bei Frauen im Körper verborgen. Das erschwert den Patientinnen den selbstständigen Tausch, weshalb sie häufig auf Unterstützung von Pflegepersonal angewiesen sind. Das möchte Dr. Urs Schneider vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart ändern. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen entwickelte er im Projekt 2LIP ein Gerät, das querschnittgelähmten Frauen das selbstständige Katheterisieren erleichtert. „Mit unserem Hilfsmittel möchten wir querschnittgelähmten Patientinnen ihre Intimität zurückgeben.“

Sitzschale für querschnittgelähmte Frauen 

Dafür hat das Team eine Art Sitzschale entwickelt, die Patientinnen nutzen können, ohne den Rollstuhl verlassen oder nach vorne rutschen zu müssen. Zwei Schalen halten die Beine der Patientinnen leicht auseinander: Mussten sie diese bisher um etwa 110 Grad spreizen, damit sie sich selbst einen neuen Katheter einführen konnten, ist mit dem neuen Gerät nur noch eine Spreizung von 20 Grad erforderlich. 

Querschnittgelähmte Frauen können selbständig Katheterisieren

Mithilfe eines Hebels können die Patientinnen anschließend selbstständig sanft und mit wenig Kraftaufwand ihre Schamlippen öffnen; ein integrierter Spiegel und eine Lampe geben der Patientin Einblick in ihren Intimbereich und erleichtern ihr damit das selbstständige, hygienische Einführen des Katheters. 
Erste Prototypen des Hilfsmittels zum Katheterisieren gibt es bereits, das Feedback von Patientinnen, Pflegenden und Versicherungen fällt nach ersten Tests überaus positiv aus. Aktuell arbeiten die Forschenden an vier bis sechs unterschiedlichen geometrischen Formen, damit sich das Gerät an möglichst viele Anatomien anpassen lässt. Beflügelt vom Erfolg, plant das Team nun die Gründung eines Start-ups, um das Hilfsmittel selbst herstellen zu können.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft
 



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