ADO 2026: Neue Therapiemöglichkeit gegen Hautkrebs erforscht
In der Kongresshalle am Zoo Leipzig fand vom 9. – 12. September der 36. Deutsche Hautkongress statt.
28.09.2026
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In der Kongresshalle am Zoo Leipzig fand vom 9. – 12. September der 36. Deutsche Hautkongress statt. Tagungspräsident Prof. Jan Simon, Leipzig, fasste die Themen des Kongresses zusammen: „Neben einem allgemeinen Überblick reflektieren wir auch die besonderen Schwerpunkte in Leipzig wie zelluläre Therapien und durch modernste Bildgebung unterstützte chirurgische Versorgung von Hautkrebs.“
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Zu der neuen S2k-Leitlinie „Kutane Lymphome“ betonte Prof. Chalid Asaaf, Krefeld: „Für Klinik und Praxis bedeutet die neue Leitlinie vor allem eines: nicht mehr Diagnostik und Therapie für alle, sondern gezieltere Diagnostik und eine stärker individualisierte Behandlung für den einzelnen Patienten.“ Vor allem in der Diagnostik von Lymphomen gibt es nämlich Neuerungen. „Die Bildgebung soll künftig konsequenter risikoadaptiert erfolgen: Während bei frühen kutanen T-Zell-Lymphomen ohne Hinweise auf eine extrakutane Beteiligung keine routinemäßige Staging-Bildgebung empfohlen wird, kommen CT und insbesondere F‑18‑Fluordesoxyglukose-Positronenemissionstomographie/Computertomographie (FDG-PET/CT) [KB1]bei fortgeschrittenen Stadien, Transformation oder Verdacht auf eine systemische Beteiligung gezielt zum Einsatz“, so Asaaf.
Aktinische Keratosen als Volkskrankheit
Auf die Frage, ob mit den steigenden Hautkrebszahlen auch die Fallzahlen der Aktinischen Keratose steigen, antwortet Prof. Ralf Gutzmer, Bochum, „Aktinische Keratosen werden in den Krebsregistern nicht erfasst. Aber jeder hellhäutige Mensch, der ein bestimmtes Alter erreicht, bekommt inzwischen Aktinische Keratosen. Insofern ist das eine Volkskrankheit, die – wenn die Läsionen isoliert sind – gut in den Griff zu bekommen ist.“ Die Therapie wird dabei unterschieden in Läsions-gerichtete Therapie (Vereisung, Operation, Laser) oder Feldtherapie (photodynamische oder verschiedene Lokaltherapien).
Zelluläre Immuntherapie
Die zelluläre Immuntherapie wird als neuer Ansatz gegen Hautkrebs erforscht. „Bei dieser Therapie werden dem Patienten eine Melanommetastase entfernt und den Tumor infiltierende Lymphozyten, eine Immunzellart, die Tumoren prinzipiell bekämpfen kann, im Labor vermehrt“, erklärte Prof. Jessica Hassel, Darmstadt.
Quellen:Pressemitteilung anlässlich des 36. Deutschen Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO), Kerstin Aldenhoff.
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