Die Akne ist die häufigste dermatologische Erkrankung mit einem Erkrankungsgipfel zwischen 15 und 18 Jahren. Bei 40 % der Patienten entsteht Narbenbildung als Komplikation. Verschiedene Therapiemaßnahmen einschließlich der Lasertherapie stehen zur Verfügung.
Die Ursachen von Akne sind multifaktoriell. Je nach Ausprägung gibt es verschiedene Formen der Akne: die Acne comedonica, die Acne papulopustulosa und die Acne conglobata. Klinisch zeigen sich Papeln, Komedonen, Knötchen und Pusteln. Akne ist eine multifaktorielle Erkrankung. So tragen u. a. eine gesteigerte Talgproduktion, eine follikuläre Verhornungsstörung und eine mikrobielle Hyperkolonisation mit Cutibacterium acnes zur Erkrankung bei. Neben hormonellen Faktoren werden als weitere Ursachen Stress, Rauchen, genetische Faktoren, bestimmte Medikamente, unsachgemäße Hautpflege und Ernährung diskutiert. Molkereiprodukte und Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index (Zucker/Weißbrot) erhöhen die Konzentration von Insulin-like Growth Factor. Der Insulin-like Growth Factor erhöht die Proliferation von Talgdrüsen und auch die Verhornung in den Haarfollikeln. Deshalb wird empfohlen, bei Akne Nahrungsmittel mit hohem glykämischem Index sowie Molkereiprodukte nicht übermäßig zu verzehren. Als Basispflege sollte die Haut morgens und abends mild gereinigt werden.
Wie wird Akne behandelt?
Die Therapie der Akne richtet sich nach dem klinischen Bild. An Therapeutika stehen die folgenden Substanzen zur Verfügung:
Kombipräparate aus Benzoylperoxid und Retinoid
Kombipräparate aus Benzoylperoxid und Antibiotika Azelainsäure (auch bei Schwangeren zugelassen)
Retinoide topisch
Benzoylperoxid (BPO)
Antibiotika topisch – (nicht mehr als Monotherapie empfohlen)
Antiandrogene topisch
systemische Antibiotika
systemische Retinoide
Spironolacton (off-label)
Darüber hinaus werden an ergänzenden kosmetischen Behandlungen die medizinische Ausreinigung und das Peeling angewandt.
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Seit 2024 ist als neue Therapieoption ein Laser mit einer Wellenlänge von 1.726 nm verfügbar, der selektiv auf Talgdrüsen zielt. In der Regel werden drei Behandlungen im Abstand von einem Monat durchgeführt. Besonders bei schweren Akneverläufen ist die Laserbehandlung eine gute Therapiealternative. Denn: Im Vergleich zu systemischen Retinoiden weisen Laserbehandlungen kaum Nebenwirkungen auf.
Dr. med. Matthias Bonczkowitz
Korrespondenzadresse
Dr. med. Matthias Bonczkowitz
Hautmedizin Kelkheim Frankenallee 1 65779 Kelkheim am Taunus E-Mail: mb@bonczkowitz.com
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