Die frühzeitige Behandlung einer SARS-CoV-2-Infektion bleibt weiterhin relevant. Eine aktuelle Studie mit Versorgungsdaten aus Deutschland zeigt, dass etwa 2 % aller COVID-19-Patient:innen eine Post-COVID-Diagnose erhalten.2 Die Untersuchung verdeutlicht auch: Die wirtschaftliche Belastung durch Post-COVID aufgrund von verlängerten Arbeitsausfällen und Mehrkosten im Gesundheitswesen ist hoch – insbesondere bei einem Großteil der erwerbstätigen Bevölkerung.2 Ergänzend dazu zeigen Real-World-Daten, dass eine frühzeitige antivirale Therapie mit PAXLOVID® (Nirmatrelvir/Ritonavir) das relative Risiko für Post-COVID um 26 % senken kann.3 Daher ist es wichtig, Risikopatient:innen frühzeitig zu identifizieren und eine leitliniengerechte Therapie, z. B. mit PAXLOVID®, in Betracht zu ziehen, um das Risiko akuter Komplikationen zu reduzieren.
Die Studie aus Deutschland zog Abrechnungsdaten gesetzlicher Krankenversicherungen bis zum Jahr 2024 von bis zu 7,8 Mio. Versicherten heran. Sie verglich die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und die Kosten von Post-COVID-Patient:innen mit denen von Kontrollpersonen.2
Auswertung zeigt Risikofaktoren für Post-COVID und verdeutlicht wirtschaftliche Belastung
Die Daten zeigen eine deutliche Abnahme der COVID-19-Inzidenz von der Saison 2021/22 bis zur Saison 2023/24. Gleichzeitig stieg der Anteil der Patient:innen mit mindestens einem Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf von etwa 50 % auf fast 60 %. Die Inzidenz von Post-COVID blieb über die Saisons hinweg relativ stabil: Bei etwa 2 % aller Personen wurde nach der SARS-CoV-2-Infektion Post-COVID diagnostiziert, wobei Frauen um 45 % häufiger daran erkrankten als Männer. Weitere Risikofaktoren umfassen der Studie zufolge ein zunehmendes Alter ≥ 60 Jahre, schwere, hospitalisierungsbedürftige COVID-19-Verläufe sowie eine erneute SARS-CoV-2-Infektion.2
Eine (ICD-basierte) Post-COVID-Diagnose war gegenüber der Kontrollgruppe mit einer erhöhten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen verbunden, insbesondere mit mehr Krankentagen (+ 26 Tage/Jahr) sowie mit bis zu sieben zusätzlichen ärztlichen Kontakten pro Patient:in im ersten Jahr nach der Diagnose. In der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen waren die Ausfallzeiten mit 33 zusätzlichen Krankentagen gegenüber den Kontrollen besonders hoch. Die durch Post-COVID entstandenen Mehrkosten aufgrund von Krankengeldzahlungen betrugen über ein Jahr etwa 1.000 € pro Patient:in, bei den 40- bis 59-Jährigen sogar über 1.300 €. Insgesamt beliefen sich die zusätzlichen Gesundheitskosten im ersten Jahr auf 508 € und stiegen über zwei Jahre auf 1.015 €.2
Kohortenstudie unterstreicht Nutzen der frühzeitigen Behandlung mit PAXLOVID®
PAXLOVID® ist zugelassen zur Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab einem Alter von 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg, die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr benötigen und ein erhöhtes Risiko haben, einen schweren COVID-19-Verlauf zu entwickeln.4 Die frühe antivirale Behandlung mit PAXLOVID® in der Akutphase von COVID-19 reduziert die Viruslast. RWE-Daten zeigen außerdem, dass PAXLOVID® das relative Risiko für Post-COVID signifikant senken kann. Die Studie verglich in einer Kohorte von 281.793 Veteran:innen mit positivem SARS-CoV-2-Test und mindestens einem RisikofaktorA für einen schweren COVID-19-Verlauf, diejenigen, die innerhalb von fünf Tagen nach dem positiven Test PAXLOVID® erhielten, mit einer unbehandelten Kontrollgruppe. Die Studie analysierte, ob die Behandlung mit PAXLOVID® mit einem geringeren Risiko für Post-COVID, Tod nach der akuten Phase der Infektion und für einen Krankenhausaufenthalt innerhalb von 180 Tagen assoziiert war.3
Die Behandlung mit PAXLOVID® innerhalb von fünf Tagen nach positivem SARS-CoV-2-Test senkte das relative Risiko für Post-COVID gegenüber der Kontrollgruppe signifikant um 26 % (relatives Risiko: 0,74; 95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI]: 0,72–0,77). Zudem sank das relative Risiko, in der Zeit nach der akuten Infektion zu versterben, um 47 % (Hazard Ratio [HR]: 0,53; 95 %-KI: 0,46-0,61) und das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt war um 24 % reduziert (HR: 0,76; 95 %-KI: 0,73-0,80). Die Behandlung mit PAXLOVID® in der Akutphase der Infektion senkte zudem das Risiko für zehn von 13 untersuchten Folgeerscheinungen signifikant, darunter Arrhythmien, koronare Herzkrankheit, Lungenembolie, Müdigkeit und Unwohlsein, neurokognitive Beeinträchtigung und akute Nierenerkrankungen. Die Wirksamkeit von PAXLOVID® zeigte sich unabhängig vom Impfstatus und auch bei Reinfektionen.3
Frühzeitige antivirale Therapie adressiert akute und potenzielle Spätfolgen von COVID-19
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse beider Studien die Notwendigkeit eines frühzeitigen therapeutischen Handelns bei COVID-19: Ein früher Behandlungsbeginn mit PAXLOVID® in der Akutphase der Infektion kann entscheidend sein, um die individuelle Krankheitslast zu senken, die ökonomische Belastung für das Gesundheitssystem zu reduzieren und langfristige gesundheitliche Folgen zu minimieren.2, 3 Vor diesem Hintergrund ist es relevant, Risikopatient:innen zu identifizieren, für die eine SARS-CoV-2-Infektion akut oder langfristig Gefahren birgt. Zu diesen zählen auch kardiovaskulär vorerkrankte Personen, bei denen die Infektion zu erheblichen kardialen und vaskulären Komplikationen führen kann3: Das Virus bindet an das Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2), das normalerweise die Gefäße schützt. Dadurch verliert ACE2 seine gefäßprotektive Wirkung, was insbesondere bei Patient:innen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu Entzündungen und Mikrothromben führen kann.5 Mögliche Wechselwirkungen von anderen Medikamenten mit PAXLOVID® sollten im Voraus auf der Drug Interactions Website der University of Liverpool überprüft werden.6
A Risikofaktoren umfassten Alter > 60 Jahre, BMI > 25, Rauchen, chronische Lungenerkrankung, kardiovaskuläre Erkrankung, Immunschwäche, Nierenerkrankung, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs.3
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