Skip to main content

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder verfügbar!

Neurologie, Medizin, Geriatrie Neurologie Neurologie

 Diesen Beitrag finden Sie als Fortbildung zur kostenlosen Teilnahme auch hier:

Teilnahme

Die Teilnahme ist vom 03.05.2026 - 02.05.2027 möglich!

Immuntherapie

Therapiestrategien bei Multipler Sklerose im Alter

Dieser Fachbeitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Datenlage zu Multipler Sklerose (MS) im Alter und liefert Ansätze für einen rationalen Umgang mit Immuntherapien. In diesem Kontext werden Strategien wie Sequenzierung, Deeskalation und Therapiepausen diskutiert.
 


05.05.2026
M Pawlitzki et al.
Teilen auf:
drucken Gefällt mir merken

Selektive Immuntherapien haben bei Multipler Sklerose (MS) zu einer langfristigen Krankheitsstabilisierung geführt und können den Übergang in eine sekundär progrediente Verlaufsform oft über Jahre verzögern oder verhindern. Die langfristige Immunmodulation wirft jedoch Fragen zur Therapiedauer auf, besonders bei älteren Patientinnen und Patienten. Mit zunehmendem Alter steigen Infektionsrisiken und möglicherweise auch Tumorinzidenzen. Der Artikel beleuchtet die Datenlage zu MS und Alter und diskutiert Strategien wie Sequenzierung, Deeskalation und Therapiepausen.

Einleitung

Das Zeitalter der selektiven Immuntherapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat bei einem Großteil der Betroffenen zu einer nachhaltigen Krankheitsstabilisierung geführt, die nicht selten über viele Jahre anhält. Insbesondere die Transition in eine sekundär chronisch progrediente Verlaufsform (SPMS: Secondary Progressive Multiple Sclerosis) kann heute häufig um Jahre bis Jahrzehnte verzögert werden oder bleibt bei einem Teil der Patientinnen und Patienten sogar aus.

Diese medizinische Errungenschaft geht jedoch fast zwangsläufig mit einem über Jahrzehnte anhaltenden Eingriff in das Immunsystem einher. Vor allem die für die Erkrankung charakteristischen klinischen Schübe treten unter den modernen Immuntherapien seltener auf, was auch die Frage aufwirft, inwieweit die anhaltende Immunsuppression oder Modulation weiter verabreicht werden sollte. Insbesondere in Hinblick auf die steigende Anzahl von MS-Betroffenen jenseits des 60. Lebensjahrs ergeben sich zwangsläufig neue Therapieüberlegungen: Angesichts der mit dem Alter zunehmenden Morbidität ist dies mit einem nicht zu unterschätzenden Infektionsrisiko verbunden. Gleichzeitig weisen Daten darauf hin, dass eine langjährige Immuntherapie, insbesondere im höheren Lebensalter, mit einer erhöhten Tumorinzidenz bei einigen Substanzen assoziiert sein kann.

Dieser Artikel soll einen Überblick über die aktuelle Datenlage zu MS und Alter geben und Ansätze für einen rationalen Umgang mit Immuntherapien in diesem Kontext einschließlich Sequenzierung, Deeskalation und potenziellen Therapiepausen diskutieren.

MS im Alter – Inzidenz, Prävalenz und Mortalität

Die Lebenserwartung von MS-Betroffenen ist nach heutigem Kenntnisstand insgesamt nur geringfügig gegenüber der Allgemeinbevölkerung reduziert (1, 2). Vor dem Hintergrund der allgemein steigenden Lebenserwartung führt dies zwangsläufig dazu, dass der Anteil älterer MS-Patienten kontinuierlich zunimmt. Dies spiegelt sich auch in Registerdaten wider: In einer großen italienischen Registerstudie gehörten bereits 18 % aller erfassten MS-Betroffenen zur Altersgruppe über 65 Jahre (3). Vor allem steigt auch der Teil an MS-Betroffenen, die erst jenseits des 50. Lebensjahres die MS-Diagnose erhalten (4). Ursächlich hierfür scheint unter anderem der niederschwellige Einsatz der Magnetresonanz­tomographie (MRT) in der Diagnostik sowie die Vereinfachung der internationalen Diagnosekriterien zu sein (5). Gerade bei Patienten über 50 Jahren ist dabei jedoch zu berücksichtigen, dass MRT-Veränderungen allein nicht ausreichen, um die Diagnose einer MS zu stellen (6).

In der Literatur hat sich eine differenzierte Begriffsverwendung etabliert: Zum einen wird von „Late-onset-MS“ (LOMS) gesprochen, wenn die Erstmanifestation bzw. Erstdiagnose der Erkrankung im Alter zwischen etwa 50 und 60 Jahren erfolgt. Zum anderen wird der Begriff „Very-late-onset-MS“ (VLOMS) für Krankheitsbeginne verwendet, bei denen die Diagnose erst nach dem 60. Lebensjahr gestellt wird (7, 8). Auch wenn diese Unterscheidung im klinischen Alltag nur selten explizit verwendet wird, weist sie daraufhin, dass sich Spätverläufe hinsichtlich klinischer Präsentation, Komorbiditäten, Bildgebung und Therapieansprechen von den klassischen Erstdiagnosen im jungen Erwachsenenalter unterscheiden könnten (7). Insbesondere scheinen vaskuläre Risikofaktoren eine entscheidende Rolle hinsichtlich der weiteren Prognose zu spielen und bei MS-Betroffenen vor allem im Alter häufig vorzuliegen (9). Mehrere große Studien zeigen, dass MS-Patientinnen und -Patienten ein erhöhtes Risiko für vaskuläre Komorbiditäten haben, ähnlich wie bei anderen chronisch-inflammatorischen Erkrankungen (10, 11). Ursachen umfassen prothrombotische Veränderungen, proinflammatorische Zytokine, reduzierte körperliche Aktivität aufgrund der MS bedingten Behinderung sowie metabolische Faktoren (12).

Trotz dieser Studien erhalten MS-Betroffene deutlich seltener eine leitliniengerechte medikamentöse Optimierung der Behandlung kardiovaskulärer Begleiterkrankungen als vergleichbare Populationen (13). Ob solch eine Optimierung den MS-Verlauf direkt verbessert, ist ungeklärt; Studien mit Statinen und anderen Strategien waren bisher nicht überzeugend (14, 15). Ebenso wenig ist klar, ob Immuntherapien das erhöhte kardiovaskuläre Risiko bei MS reduzieren können; hierzu liegen bislang kaum systematische Daten vor (16). Interessant ist hierbei, dass eine Alzheimer-Pathologie bei MS-Betroffenen scheinbar selten eine Rolle spielt (17,18). Ob dies durch die MS oder deren langjährige Immuntherapie beeinflusst wird, bleibt ungeklärt.

Immuntherapie im Alter: Aktuelle Evidenz

Grundsätzlich gibt es nur wenig Daten über den Einsatz von Immuntherapien bei MS Patienten im höheren Lebensalter (12, 19–21). Insbesondere wird dieses Klientel in vielen Zulassungsstudien für sowohl schubförmige als auch chronisch progrediente MS-Verläufe nur unzureichend abgebildet oder explizit ausgeschlossen (22). Retrospektive Analysen legen nahe, dass bei LOMS-Verläufen bezogen auf die Krankheitsprogression teilweise keine klare Wirksamkeit mehr nachweisbar ist (23, 24). Für Fingolimod konnte beispielhaft bei Patientinnen und Patienten über 40 Jahren keine signifikante Reduktion der jährlichen Schubrate gezeigt werden, wobei die geringe Gruppengröße als mögliche Ursache für die fehlende Signifikanz diskutiert wird (25). Für chronisch progrediente Verläufe verschärft sich das Problem zusätzlich: Viele antiinflammatorische Therapieansätze konnten in Studien keine überzeugende Wirksamkeit zeigen (26–28). Auch für Ocrelizumab, bislang die einzige für primär progrediente MS zugelassene Substanz, ist die Evidenz bei Patientinnen und Patienten über 45 Jahren begrenzt (29). Trotz dieser insgesamt eingeschränkten Evidenz für viele Immuntherapien im höheren Lebensalter existieren bislang nur wenige formale Altersbegrenzungen für Beginn oder Absetzen einer Therapie, sodass Entscheidungen überwiegend individuell getroffen werden (30).

Gleichzeitig gewinnt das Sicherheitsprofil mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Unter Natalizumab gilt das Risiko einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) zwar als altersunabhängig, ältere Patientinnen und Patienten entwickeln jedoch häufiger früher eine PML und haben eine ungünstigere Prognose (31,32). Auch unter Fingolimod und Dimethylfumarat scheint das PML-Risiko im höheren Alter erhöht zu sein, möglicherweise abhängig vom Ausmaß der therapieinduzierten Lymphopenie (33–35). Generell ist zu beachten, dass sich der gewünschte immunmodulatorische Effekt mit der altersbedingten Immunschwäche („Immunoseneszenz“) überlagert und so zu einer deutlich eingeschränkten Infektabwehr führen kann – insbesondere bei zelldepletierenden Substanzen, bei denen dieser Effekt auch nach Absetzen der Therapie über längere Zeit anhalten kann (36).

Neben den Infektionsrisiken ist auch ein – insgesamt niedriges – jedoch potenziell erhöhtes Malignomrisiko unter einigen Immuntherapien zu berücksichtigen (32, 37). Für Fingolimod wurde dabei insbesondere ein vermehrtes Auftreten von Basalzellkarzinomen und Melanomen beschrieben (38, 39). Auch der Einsatz von Glukokortikoiden sollte im höheren Alter kritisch hinterfragt werden. Wiederholte Kortisonstoßtherapien sind mit Langzeitkomplikationen wie Osteopo­rose, Magenulzera und Entgleisungen des Glukosestoffwechsels assoziiert (40). Diese Komplikationen können den Allgemeinzustand deutlich verschlechtern und den erwarteten Nutzen der Behandlung relativieren.

Unabhängig von MS und ihrer Behandlung steigt im höheren Lebensalter das Risiko für Tumorerkrankungen, sodass auch der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) in den Blick rückt (41). Diese haben die Prognose vieler fortgeschrittener Krebserkrankungen in den letzten 15 Jahren deutlich verbessert, indem sie durch Blockade von Checkpoints wie CTLA-4, PD-1 oder PD-L1 die körpereigene T-Zell-Antwort gegen Tumorzellen verstärken (42). Gleichzeitig sind ICIs mit einer hohen Rate immunvermittelter Nebenwirkungen (irAEs) assoziiert, die vielfältige Organsysteme betreffen können. Für MS-Patientinnen und -Patienten zeigen die bisherigen Daten zwar kein grundsätzlich erhöhtes Risiko für ein Wiederaufflammen der MS unter ICI-Therapie (43). Dennoch wird deutlich, wie komplex die Abwägung bei älteren Betroffenen wird, wenn mehrere – zum Teil gegenläufig wirkende – Immuntherapien parallel eingesetzt werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines engmaschigen Monitorings und strukturierter Entscheidungsprozesse, inwieweit verlaufsmodifizierende Immuntherapien bei der MS fortgesetzt werden sollten im höheren Alter.

Immuntherapie im Alter: Absetzen oder nicht?

Die Entscheidung, Immuntherapien bei MS Patienten abzusetzen, wird zunehmend diskutiert und auch untersucht (12, 22, 44, 45). Die meisten früheren Studien fokussierten auf spezifische Situationen wie das „Rebound“-Phänomen nach Absetzen von Natalizumab oder Fingolimod. Diese Arbeiten untersuchten jedoch nicht den Langzeitverlauf ohne Disease-Modifying Therapies (DMTs), sondern zielten eher auf kurzfristige Strategien zur Minderung des Rebound-Risikos (44, 46). Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob eine niedrig- oder hochwirksame Immuntherapie ganz abgesetzt oder von einer hochwirksamen auf eine weniger wirksame Therapie deeskaliert werden soll. Letzteres ist bislang nur in wenigen Arbeiten systematisch untersucht (47), sodass im Folgenden vor allem das vollständige Absetzen betrachtet wird.

Für das Absetzen hochwirksamer Therapien liegen wichtige Daten aus dem französischen OFSEP-Register vor (48). Eingeschlossen waren überwiegend ältere Patientinnen und Patienten mit langer Krankheitsdauer (ca. 20 Jahre) und mehrjähriger klinischer und MRT-Stabilität (ca. 4 Jahre ohne Schub oder neue Läsionen). Das Absetzen war insgesamt mit einem deutlich erhöhten Schubrisiko assoziiert (Hazard Ratio 4,1), besonders nach Beendigung von Natalizumab (HR 7,2) und Fingolimod (HR 4,5). Für CD20-Antikörper fand sich hingegen kein klar erhöhtes Relapserisiko (HR 1,1). Aufgrund des Registerdesigns und begrenzter Subgruppen ist die Interpretation jedoch mit Vorsicht vorzunehmen.

Zur Frage des Absetzens von Plattformtherapien wurden zwei randomisierte Studien durchgeführt: DISCOMS (49) und DOT-MS (50). Beide schlossen klinisch und radiologisch stabile Patienten mit schubförmigem oder sekundär progredientem Verlauf ein, die über mehrere Jahre schubfrei und ohne neue MRT-Läsionen waren. In DISCOMS (n = 259, medianes Alter ca. 62 Jahre) konnte für das Absetzen von Erstlinien-DMTs gegenüber der Fortführung keine Nicht-Unterlegenheit gezeigt werden. Es trat häufiger neue Krankheitsaktivität (Schub und/oder neue MRT-Läsionen) auf (HR 2,89), ohne relevanten Unterschied in der Behinderungsprogression oder im Nebenwirkungsprofil. Eine Verlängerungsbeobachtung zeigte auch langfristig seltene Schübe, aber weiterhin eine kürzere Zeit bis zu neuer Aktivität in der Absetzgruppe. DOT-MS (n = 89 auswertbare Patienten, medianes Alter ca. 55 Jahre) wurde nach einer Interimsanalyse vorzeitig beendet, da in der Absetzgruppe eine deutlich erhöhte Krankheitsaktivität beobachtet wurde (8/45 vs. 0/44 unter Fortführung), trotz zuvor langjähriger Stabilität. Die Ergebnisse dieser drei Arbeiten deuten zusammenfassend darauf hin, dass insbesondere ältere Patientinnen und Patienten mit im Verlauf stabiler Erkrankung über mehr als zwei Jahre und ohne kürzliche Schübe – im Mittel etwa im Alter von 59 Jahren – potenziell geeignete Kandidaten für ein Absetzen der DMT sein könnten.

Monitoring bei Therapiebeendigung

Ergänzend zur klinischen und bildgebenden Beurteilung mittels Kernspintomographie werden in diesem Kontext zunehmend serologische Biomarker wie Neurofilament light chain (sNfL) und glial fibrillary acidic protein (GFAP) als Bausteine eines engmaschigen Monitorings diskutiert (51–53). NfL ist ein etablierter Marker für entzündliche Aktivität und neuroaxonale Schädigung, steigt jedoch altersbedingt an und verliert damit an Spezifität (54). GFAP gilt als vielversprechender Marker für ein erhöhtes Progressionsrisiko (55, 56), ist für die Routinediagnostik aber noch nicht etabliert. Dennoch kann insbesondere sNfL nach einer Therapiedeeskalation oder -beendigung als zusätzliches Monitoringinstrument herangezogen werden, um subklinische Aktivität frühzeitig zu erkennen und so eine fundiertere Entscheidungsgrundlage zu schaffen sowie Patientinnen, Patienten und Behandlern mehr Sicherheit zu geben (57).

Zusammenfassung und Ausblick

Selektive Immuntherapien haben die MS-Behandlung grundlegend verändert. Schübe werden effektiv reduziert, die Transition zur sekundär chronischen progredienten MS oft verzögert und viele Patientinnen und Patienten bleiben über Jahre stabil. Mit dem Älterwerden der MS-Population rücken jedoch neue Fragen in den Vordergrund. Die Evidenz für Wirksamkeit vieler Immuntherapien im höheren Lebensalter ist begrenzt, das Risiko für Infektionen, Tumoren und therapieassoziierte Komplikationen steigt, und altersbedingte Immunoseneszenz überlagert die gewünschte immunmodulatorische Wirkung. Gleichzeitig zeigen Register- und Studiendaten, dass das Absetzen von Immuntherapien, insbesondere nach hochwirksamen Substanzen, ein relevantes Risiko für erneute Krankheitsaktivität birgt, selbst nach jahrelanger klinischer und radiologischer Stabilität. Künftig wird es daher entscheidend sein, Therapiestrategien im höheren Lebensalter stärker zu personalisieren: zwischen Fortführung, Deeskalation und selektivem Absetzen. Ein aktueller Vorschlag der Autoren hinsichtlich der Therapieüberlegungen ist in der Abbildung 1 ersichtlich.

Benötigt werden zusätzlich prospektive Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit von Immuntherapien bei älteren und langjährig erkrankten MS-Patienten, ebenso belastbare Marker für „biologische Krankheitsaktivität“ und individuelles Risiko (Schub, Progression, Infektion, Malignom). Parallel dazu müssen strukturierte Entscheidungsalgorithmen und engmaschige Monitoringkonzepte entwickelt werden, um den Nutzen einer fortgesetzten Immuntherapie gegen ihre Risiken im Alter besser abwägen zu können.

Marc Pawlitzki, Anne Mrochen, Steffen Pfeuffer, Sven G. Meuth

1 Willumsen JS et al. Mortality and cause of death in multiple sclerosis in western Norway 1950–2021: a registry-based linkage study. J. Neurol. Neurosurg. Psychiatry 2022;93: 1154–1161.
2 Lunde HMB, Assmus J, Myhr KM et al. Survival and cause of death in multiple sclerosis: a 60-year longitudinal population study. J. Neurol. Neurosurg. Psychiatry 2017;88:621–625.
3 Simpson S et al. Trends in the epidemiology of multiple sclerosis in Greater Hobart, Tasmania: 1951 to 2009. J. Neurol. Neurosurg. Psychiatry 2011;82:180–187.
4 Naseri A, Nasiri E, Sahraian MA et al. Clinical Features of Late-Onset Multiple Sclerosis: a Systematic Review and Meta-analysis. Mult. Scler. Relat. Disord. 2021;50:102816.
5 Tena-Cucala, R. et al. The 2024 McDonald criteria show comparable sensitivity to previous criteria for late-onset multiple sclerosis. Mult. Scler. Relat. Disord. 2025;103:106658.
6 Barkhof F et al. 2024 MAGNIMS–CMSC–NAIMS consensus recommendations on the use of MRI for the diagnosis of multiple sclerosis. Lancet Neurol. 2025;24:866–879.
7 Vaughn CB et al. Epidemiology and treatment of multiple sclerosis in elderly populations. Nat. Rev. Neurol. 2019;15:329–342.
8 Palathinkara M, Razzak AN, Ababneh OE et al. Clinical and radiologic differences between early onset, late onset, and very late onset adult multiple sclerosis. Mult. Scler. Relat. Disord. 2023;80:105132.
9 Coerver EM et al. Aging is associated with reduced inflammatory disease activity independent of disease duration in relapsing multiple sclerosis trial populations. Mult. Scler. J. 2024;30:1296–1308.
10 Salter A, Lancia S, Kowalec K et al. Comorbidity and Disease Activity in Multiple Sclerosis. JAMA Neurol.2024;81:1170.
11 Marrie RA et al. Vascular comorbidity is associated with more rapid disability progression in multiple sclerosis. Neurology 2010;74:1041–1047.
12 Mrochen A, Meuth S G, Pfeuffer S. Should we stay or should we go? Recent insights on drug discontinuation in multiple sclerosis. Neurol. Res. Pract. 2025;7:25.
13 Palladino R, Marrie RA, Majeed A et al. Management of vascular risk in people with multiple sclerosis at the time of diagnosis in England: A population-based study. Mult. Scler. J. 2023;29:671–679.
14 Nezamzadeh F, Masroor A, Esmailkhani A et al. Exploring the complex interplay: insulin resistance and gut microbiome dysbiosis in multiple sclerosis. Neuroscience 2025;582:134–145.
15 Chataway J et al. Effect of repurposed simvastatin on disability progression in secondary progressive multiple sclerosis (MS-STAT2): a phase 3, randomised, double-blind, placebo-controlled trial. The Lancet 2025;406:1611–1624.
16 Khambhati, J. et al. Immunotherapy for the prevention of atherosclerotic cardiovascular disease: Promise and possibilities. Atherosclerosis 2018;276:1–9.
17 Dal Bianco, A. et al. Multiple sclerosis and Alzheimer’s disease. Ann. Neurol. 2008;63:174–183.
18 Luczynski P, Laule C, Hsiung GYR et al. Coexistence of Multiple Sclerosis and Alzheimer’s disease: A review. Mult. Scler. Relat. Disord. 2019;27:232–238.
19 Fernández Ó et al. Managing multiple sclerosis in individuals aged 55 and above: a comprehensive review. Front. Immunol. 2024;15:1379538.
20 Al-Araji S et al. Effectiveness of Disease-Modifying Therapies in Patients With Late-Onset Relapsing-Remitting Multiple Sclerosis. Neurology 2025;105:e213967.
21 Pfeuffer S et al. Association of Clinical Relapses With Disease Outcomes in Multiple Sclerosis Patients Older Than 50 Years. Neurology 2024;103:e209574.
22 Pawlitzki M, Meuth SG. MS-Therapie im Alter - Was gilt es zu bedenken? DNP - Neurol. Psychiater 2020;21:36–41.
23 Shirani A et al. Multiple Sclerosis in Older Adults: The Clinical Profile and Impact of Interferon Beta Treatment. BioMed Res. Int. 2015:1–11.
24 Mouresan EF et al. Clinical Characteristics and Long-Term Outcomes of Late-Onset Multiple Sclerosis: A Swedish Nationwide Study. Neurology 2024;102:e208051.
25 Devonshire V et al. Relapse and disability outcomes in patients with multiple sclerosis treated with fingolimod: subgroup analyses of the double-blind, randomised, placebo-controlled FREEDOMS study. Lancet Neurol. 2012;11:420–428.
26 Wolinsky JS et al. Glatiramer acetate in primary progressive multiple sclerosis: Results of a multinational, multicenter, double‐blind, placebo‐controlled trial. Ann. Neurol. 2007;61: 14–24.
27 Lublin F et al. Oral fingolimod in primary progressive multiple sclerosis (INFORMS): a phase 3, randomised, double-blind, placebo-controlled trial. The Lancet 2016;387:1075–1084.
28 Hawker K et al. Rituximab in patients with primary progressive multiple sclerosis: Results of a randomized double‐blind placebo‐controlled multicenter trial. Ann. Neurol. 2009;66:460–471.
29 Montalban X et al. Ocrelizumab versus Placebo in Primary Progressive Multiple Sclerosis. N Engl J Med 2017;376:209–220.
30 Weideman AM, Tapia-Maltos MA, Johnson K et al. Meta-analysis of the Age-Dependent Efficacy of Multiple Sclerosis Treatments. Front. Neurol. 2017;8:577.
31 Prosperini L et al. Age as a risk factor for early onset of natalizumab-related progressive multifocal leukoencephalopathy. J. Neurovirol. 2017;23:742–749.
32 Pierret C et al. Cancer Risk Among Patients With Multiple Sclerosis: A 10-Year Nationwide Retrospective Cohort Study. Neurology 2024;103:e209885.
33 Gieselbach RJ et al. Progressive multifocal leukoencephalopathy in patients treated with fumaric acid esters: a review of 19 cases. J. Neurol. 2017;264:1155–1164.
34 Mills EA, Mao-Draayer Y. Aging and lymphocyte changes by immunomodulatory therapies impact PML risk in multiple sclerosis patients. Mult Scler 2018;24:1014–1022.
35 Sriwastava S et al. Progressive multifocal leukoencephalopathy and sphingosine 1-phosphate receptor modulators used in multiple sclerosis: an updated review of literature. J. Neurol. 2022;269:1678–1687.
36 Mears V et al. Predictors of hypogammaglobulinemia and serious infections among patients receiving ocrelizumab or rituximab for treatment of MS and NMOSD. J. Neuroimmunol. 2023;377:578066.
37 Monschein T et al. Safety of disease-modifying therapies in multiple sclerosis: real-world data from the Austrian MS Treatment Registry (AMSTR). J. Neurol. 2025;272:774.
38 Alping P et al. Cancer Risk for Fingolimod, Natalizumab, and Rituximab in Multiple Sclerosis Patients. Ann Neurol 2020;87:688–699.
39 Askari M et al. Incidence of cancer in patients with multiple sclerosis (MS) who were treated with fingolimod: A systematic review and meta-analysis. Mult. Scler. Relat. Disord. 2022;59:103680.
40 Rice JB, White AG, Scarpati LM et al. Long-term Systemic Corticosteroid Exposure: A Systematic Literature Review. Clin. Ther. 2017;39:2216–2229.
41 Marsili L et al. Neurological immune-related adverse events of immune checkpoint inhibitors: clinical and hematological risk factors. J. Neurol. 2026;273:5.
42 Pawlitzki M, Baermann BN, Dietrich S, Meuth SG. Multiple Sklerose und Onkologie: Neue Perspektiven an der Schnittstelle zweier Disziplinen. Dtsch Arztebl 2025;122(16):6; doi: 10.3238/PersNeuro.2025.08.08.012025.
43 Quinn CM et al. Neurologic Outcomes in People With Multiple Sclerosis Treated With Immune Checkpoint Inhibitors for Oncologic Indications. Neurology 2024;103:e210003.
44 Pawlitzki M et al. Umstellung von Fingolimod - wie gelingt der sichere Wechsel? NeuroTransmitter 2025;36:42–47.
45 Bsteh G et al. Discontinuation of disease-modifying therapies in multiple sclerosis - Clinical outcome and prognostic factors. Mult Scler 2017;23:1241–1248.
46 Lo Re M et al. Natalizumab Discontinuation and Treatment Strategies in Patients with Multiple Sclerosis (MS): A Retrospective Study from Two Italian MS Centers. Neurol. Ther. 2015;4:147–157.
47 Konen FF et al. Switching from anti-CD20 therapies to cladribine and vice versa – Analysis of a German relapsing multiple sclerosis cohort. Neurotherapeutics 2025;e00812. doi:10.1016/j.neurot.2025.e00812.
48 Jouvenot G et al. High-Efficacy Therapy Discontinuation vs Continuation in Patients 50 Years and Older With Nonactive MS. JAMA Neurol. 2024;81:490.
49 Corboy JR et al. Risk of new disease activity in patients with multiple sclerosis who continue or discontinue disease-modifying therapies (DISCOMS): a multicentre, randomised, single-blind, phase 4, non-inferiority trial. Lancet Neurol. 2023;22:568–577.
50 Coerver EME et al. Discontinuation of First-Line Disease-Modifying Therapy in Patients With Stable Multiple Sclerosis: The DOT-MS Randomized Clinical Trial. JAMA Neurol. 2025;82:123.
51 Pawlitzki M et al. Gekommen, um zu bleiben - die Rolle von Serum-NfL als Biomarker. NeuroTransmitter 2025;36:52–61.
52 Abdelhak A et al. Serum neurofilament light chain reference database for individual application in paediatric care: a retrospective modelling and validation study. Lancet Neurol 2023;22(9):826-833. doi: 10.1016/S1474-4422(23)00210-7.
53 Bittner S, Oh J, Havrdova EK et al. The potential of serum neurofilament as biomarker for multiple sclerosis. Brain 2021;144:2954–2963.
54 Abdelhak A et al. Neurofilament Light Chain Elevation and Disability Progression in Multiple Sclerosis. JAMA Neurol. 2023;80:1317.
55 Abdelhak A et al. Blood GFAP as an emerging biomarker in brain and spinal cord disorders. Nat Rev Neurol 2022;18:158–172.
56 Ammitzbøll C et al. NfL and GFAP in serum are associated with microstructural brain damage in progressive multiple sclerosis. Mult. Scler. Relat. Disord. 2023;77:104854.
57 Yaldizli Ö et al. Personalized treatment decision algorithms for the clinical application of serum neurofilament light chain in multiple sclerosis: A modified Delphi Study. Mult. Scler. J. 2025;31:932–943.

Autor
Autorenbild von Marc Pawlitzki

PD Dr. med. Marc Pawlitzki
Facharzt für Neurologie

Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinik für Neurologie
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
MarcGuenter.Pawlitzki@med.uni-duesseldorf.de

 Diesen Beitrag finden Sie als Fortbildung zur kostenlosen Teilnahme auch hier:

Teilnahme

Die Teilnahme ist vom 03.05.2026 - 02.05.2027 möglich!