Upadacitinib reduziert Glukokortikoid-Anwendung und erhöht Remissionsraten
Mit Upadacitinib (RINVOQ®) hat die Europäische Kommission erstmals einen Januskinase (JAK)-Inhibitor für die Behandlung von Erwachsenen mit neu aufgetretener oder rezidivierender Riesenzellarteriitis (RZA) zugelassen.1
Die Daten der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie SELECT-GCA zeigen, dass 46,4 % der Patienten unter Upadacitinib 15 mg in Kombination mit einem 26-wöchigen Glukokortikoid (GC)-Ausschleichschema eine anhaltende Remission erzielten, verglichen mit 29,0 % unter Placebo plus 52-wöchigem GC-Ausschleichschema in Woche 52 (p = 0,002). Auch bei der anhaltenden vollständigen Remission zeigte sich ein deutlicher Vorteil für Upadacitinib 15 mg (37,1 % vs. 16,1 %, p < 0,001). Gleichzeitig konnte die GC-Dosis um fast die Hälfte reduziert werden. Die kumulative GC-Gabe in der Upadacitinib-Gruppe 15 mg lag mit 1.615 mg im Median signifikant niedriger als unter Placebo (2.882 mg, p = 0,0001). Zudem wiesen Patienten unter Upadacitinib 15 mg eine erheblich niedrigere Rezidivrate auf (34,3 % vs. 55,6 %, p = 0,001).2,3 Das Sicherheitsprofil von Upadacitinib in der RZA entsprach den bisher bekannten Daten bei anderen entzündlichen Erkrankungen.2–4 Während der 52-wöchigen placebokontrollierten Phase traten keine unerwarteten Sicherheitssignale auf.2,3
Neben der Riesenzellarteriitis ist Upadacitinib auch für die Behandlung rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis zugelassen.1
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