Bei diesen Patienten wurde in 14 Fällen die V. marginalis mit Perforantes und Seitenästen, siebenmal atypische Venen und Perforantes und viermal eine atypische V. saphena magna und/oder parva mit Perforantes behandelt. In sechs Fällen wurde zugleich operativ eine massiv erweiterte oder schwer zugängliche Perforansvene ligiert.
Zusätzlich wurden atypische Venen oder einer Laserbehandlung nicht zugängliche Venenabschnitte (z. B. am Fuß) gefäßchirurgisch behandelt. Bei jedem Patienten erfolgte in gleicher Sitzung eine zusätzliche Schaumsklerosierung. Für die langen Venensegmente benutzten wir eine 2ring-Faser, für die kurzen eine Infinity Side Fiber. Die Operation wurde immer in Maskennarkose kurzstationär durchgeführt.
Postoperativ traten keine Komplikationen auf. Alle Patienten berichteten, dass sie postoperativ weniger bis keine Schmerzen und Schwellneigung des Beines mehr hätten.
Die Nachuntersuchungen erfolgten nach einem Tag, sechs Wochen und drei Monaten und anschließend jährlich. Es zeigte sich bei 19 Patienten bei allen Nachuntersuchungen ein kompletter Verschluss der behandelten Abschnitte. Bei sechs Patienten kam es bereits eine Woche postoperativ zu einer Reperfusion in kleinen Venensegmenten. Klinisch waren die Patienten unauffällig und profitierten von der verbesserten Hämodynamik mit weniger Schmerzen und Schweregefühl des Beines.
Zusammenfassend können wir sagen, dass anders als bei der Laserbehandlung der Varikose bei der venösen Malformationen jedes Segment komplett gelasert werden muss. Kurze, nicht ausreichend behandelte Segmente oder von der zu behandelten Vene kleine, parallel verlaufende Venen okkludieren sich nicht selbständig durch die Druckminderung im Gefäßsystem. Dieses deutet unserer Meinung nach auf das Vorhandensein von kleinsten AV-Fisteln hin.
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die endoluminale Lasertherapie von venösen Malformationen vom Patienten sehr gut toleriert wird und eine gute Behandlungsmöglichkeit in Kombination mit anderen Techniken darstellt.
Der Beitrag beruht auf einem Vortrag bei der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie am 02.-05.10.2024 in Freiburg im Breisgau.
Autoren
C. Gebhardt, D. A. Loose, K. H. Klein
Abteilung für Chirurgie und Gefäßchirurgie, ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg