Diskussion
Ein Schwannom ist ein benigner Tumor aus den Schwannzellen des Nervensystems. Ein Schwannom des Nervus suralis ist extrem selten. Nach unserem Kenntnisstand wurden bisher nur vier Fälle publiziert (1–4).
Schwannome sind typischerweise am Kopf oder Hals lokalisiert mit einer Prädilektion für den Nervus vestibularis. Eine maligne Transformation in ein MPNST (malignant peripheral nerve sheath tumor) ist sehr selten. Histologisch präsentieren sich Schwannome mit zwei alternierten Patterns (Antoni A und B). Sie sind immunohistologisch positiv für S100- und SOX100-Protein (5).
Das Vorhandensein eines Schwannoms gehört zu den diagnostischen Kriterien einer Neurofibromatose (NF) oder einer Schwannomatose (6). Bei unserem Patienten waren die diagnostische Kriterien für NF1, NF2 und Schwannomatose nicht erfüllt.
Die intraoperative Diagnosestellung eines Neurinoms kann herausfordernd sein, insbesondere wenn klinische und bildgebende Befunde nicht eindeutig sind. In diesem Fall war die Histologie entscheidend für die korrekte Diagnose und Therapieplanung.
Die Verwendung von Propofol zur Sedierung während des Eingriffs war notwendig, um den Patientenkomfort zu erhöhen und die Schmerzintensität zu reduzieren. Eine individuell angepasste Schmerztherapie ist wichtig, um eine optimale Versorgung des Patienten zu gewährleisten. Nach unserer Erfahrung ist eine Exzision ausschließlich mit lokaler Anästhesie nicht zumutbar. Mögliche Folge bei der Exzision eines peripheren Neurinoms ist eine lokalisierte Hypoästhesie, die in unserem Fall rasch zurückging.
Fazit
Dieser Fallbericht betont die Bedeutung einer sorgfältigen Diagnosestellung und intraoperativen histologischen Untersuchung bei der Behandlung von Weichteiltumoren. Die korrekte Diagnose und Therapieplanung sind entscheidend für den postoperativen Verlauf und das Langzeitüberleben der Patienten.