In Bezug auf die Zufriedenheit der Versorgungssituation von pAVK-Patientinnen und -Patienten gaben etwa 25 % an, eher oder sehr zufrieden zu sein. Als eindeutigen Trend äußerten ca. 90 % der teilnehmenden Personen, dass es eher oder sogar sehr sinnvoll erscheint, pAVK-Erkrankte z. B. im Rahmen von Informationsveranstaltungen gesundheits- bzw. krankheitsspezifisches Wissen und Kompetenzen zu vermitteln (Abb. 1). Etwa 70 % würden weitere Untersuchungen für pAVK anbieten, sofern diese vergütet würden, und ca. 75 % hielten ein DMP für pAVK für sinnvoll.
Für jedes DMP existiert sowohl ein indikationsübergreifender als auch ein spezifischer Dokumentationsbogen. Ein Dokumentationsbogen für pAVK könnte z. B. neben Anamnese und klinischer Untersuchung, die Überprüfung der Medikation, Angebote für Patientenschulungen oder Planung weiterer diagnostischer Maßnahmen beinhalten. Ein Beispiel für einen Dokumentationsbogen finden Sie hier. Dieser Dokumentationsbogen beinhaltet neben Anamnese und klinischer Untersuchung z. B. die Prüfung der Medikation, Angebote für Patientenschulungen oder Planung weiterer diagnostischer Maßnahmen. Ein DMP-Programm für pAVK kann die Rahmenbedingungen des Gemeinsamen Bundesausschusses erfüllen.
Diskussion
DMP sind strukturierte Behandlungsprogramme, die durch regelmäßige Untersuchungen, koordinierte Betreuung und Schulungen zu einer besseren Versorgung beitragen. Eine Literaturrecherche zeigte Optimierungsmöglichkeiten für die Therapie von pAVK-Patientinnen und -Patienten. In einer Onlineumfrage im ambulanten Sektor wurde Unterstützung für ein DMP für pAVK signalisiert. Aufgrund einer geringen Teilnehmerzahl erfolgte die Auswertung rein deskriptiv. Um die Bedeutung eines DMP für pAVK im ambulanten Ber-eich zu bewerten, wäre eine größere Umfrage nötig. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil besteht in der Evaluation der Patientenperspektive. Hierfür könnten Umfragen zur Lebensqualität von pAVK-Erkrankten analysiert werden, wie sie beispielsweise vor dem Kontext der zunehmenden Digitalisierung durchgeführt worden sind (2).
→ Beispiel für einen Dokumentationsbogen
Der Beitrag beruht auf einem Vortrag auf der 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin in Karlsruhe am 09.–12.10.2024.