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IGeL

Umsatz mit IGeL über zwei Milliarden

Der IGeL-Monitor hat zum fünften Mal gesetzlich Versicherte zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), zu den Kosten und zum Umgang mit IGeL in den ärztlichen Praxen befragt. Ergebnis: Patientinnen und Patienten würden in großem Umfang IGeL angeboten – dabei gebe es viele Probleme. Versicherte gäben aus Unwissenheit viel Geld für Leistungen aus, die wenig nützten und teilweise auch schaden könnten. In den Praxen werde unzureichend über IGeL aufgeklärt.


15.12.2024
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Für den IGeL-Report 2024 wurden im Auftrag des Medizinischen Dienstes Bund 2.013 Versicherte im Alter zwischen 18 und 80 Jahren vom Marktforschungsinstitut forsa befragt. Die repräsentative Befragung hat Prof. Jonas Schreyögg, Lehrstuhl für Management im Gesundheitswesen, Universität Hamburg, wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. „Unsere Studie belegt, dass gesetzlich Versicherte mindestens 2,4 Milliarden € für IGeL-Angebote ausgeben“, sagt Schreyögg. „Besorgniserregend ist, dass die meisten Patientinnen und Patienten viel zu wenig Wissen haben, um eine informierte Entscheidung für oder gegen eine IGeL treffen zu können.“ In der Befragung gab nur jeder vierte Versicherte (26 %) an, gut informiert zu sein. Zwei von drei Befragten gingen zudem von der falschen Annahme aus, dass die Selbstzahlerleistungen medizinisch notwendige Leistungen seien.

Der IGeL-Report belege, dass in den ärztlichen Praxen in großem Umfang Leistungen verkauft würden, deren möglicher Schaden den Nutzen deutlich überwiege, heißt es vom Medizinischen Dienst Bund.

Quelle: Medizinischer Dienst Bund

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