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Facharzttermine

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

Termingarantieversprechen: Starke Kritik aus der Ärzteschaft • Diabetes: Experten erwarten einen Anstieg der Fälle • Kassen-Umfrage: Wartezeiten auf Arzttermine oft zu lang


18.02.2025
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Termingarantieversprechen

Starke Kritik aus der Ärzteschaft

Die Debatte um Wartezeiten auf Facharzttermine und die Forderung nach einer Gleichbehandlung von GKV- und Privatpatientinnen und -patienten ist mitbestimmendes Thema auf der gesundheitspolitischen Agenda. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat offengelegt, welche Pläne die SPD diesbezüglich in der kommenden Legislatur hegt. Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) warnt vor einem staatlichen Eingriff in die privatrechtliche Praxisorganisation und damit einem Angriff auf das persönliche Eigentum von Niedergelassenen.

Für den Fall, dass derartige Regelungen tatsächlich in der neuen Legislatur kommen sollten, kündigt der SpiFa bereits jetzt entsprechende Maßnahmen an.

Quelle: Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e. V.

Kassen-Umfrage

Wartezeiten auf Arzttermine oft zu lang

Eine Befragung, die 2024 im Auftrag des GKV-Spitzenverbands durchgeführt wurde, zeigt: Gesetzlich Versicherte wünschen sich einen schnelleren Zugang zu fachärztlichen Behandlungen; in der hausärztlichen Versorgung sind sie mehrheitlich zufrieden.

44 % der befragten GKV-Versicherten sind mit der telefonischen Erreichbarkeit der Praxen unzufrieden. 27 % bewerten die Praxisöffnungszeiten als „zu kurz“ oder „viel zu kurz“. Für gut die Hälfte der Befragten sind diese „noch akzeptabel“.

Positiv beurteilen GKV-Versicherte Wartezeiten bei ihren Hausarztpraxen: 52 % empfinden die Wartezeiten dort als „genau meinen Wünschen entsprechend“, 36 % als „noch akzeptabel“ und nur 12 % sind unzufrieden. Bei der Fachärzteschaft hingegen sind für 31 % die Wartezeiten „zu lang“ oder „viel zu lang“. 25 % warten länger als 30 Tage auf einen Facharzttermin, aber jeder Zweite kommt innerhalb von zehn Tagen dran. In Hausarztpraxen wartet die Hälfte der Befragten nur einen Tag und 25 % warten länger als drei Tage. Zudem geben im 5-Jahresvergleich 43 % an, dass sich die Wartezeiten generell verschlechtert haben.

Der GKV-Spitzenverband schlägt für eine verbesserte Terminvergabe eine gesetzliche Regelung vor, nach der alle Arztpraxen einen festzulegenden Anteil ihrer GKV-Termine täglich auf einem Onlineportal zur Verfügung stellen sollen. Das solle Terminoptionen transparenter machen und auch Krankenkassen ermöglichen, Termine für ihre Versicherten zu vermitteln. Befragt wurden online 3.512 GKV-Versicherte vom 05.03.2024 bis 29.04.2024.

Quelle: GKV-Spitzenverband

Diabetes

Experten erwarten einen Anstieg der Fälle

Diabetesschwerpunktpraxen sind hierzulande ein elementarer Bestandteil des Disease-Management-Programms (DMP) Diabetes mellitus. Die Patientenschaft in den spezialisierten Einrichtungen hat sich insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den vergangenen Jahren verändert, schreibt die Unionsfraktion in einer Kleinen Anfrage (20/14351). Ihrer Ansicht nach bewegt sich Deutschland ohne weitere gesetzliche Maßnahmen auf einen Mangel an diabetologischen Schwerpunktpraxen zu – und das bei einer prognostizierten Verdoppelung der Diabetesprävalenz bis 2050.*

Wissenschaftliche Prognosen weisen nach Angaben der Bundesregierung auf einen Anstieg der Diabetes-Fallzahlen in den nächsten Dekaden hin. Allerdings wichen die Prognosen je nach Szenario zur Entwicklung der Inzidenz und Sterblichkeit teils erheblich voneinander ab, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Unionsfraktion.

Insgesamt ergebe sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) ein wahrscheinlich steigender, jedoch nicht verlässlich quantifizierbarer Versorgungsbedarf hinsichtlich Diabetes. Zugleich müsse die Versorgungsqualität weiter verbessert werden.

* GBD 2021 Diabetes Collaborators (2023). Lancet (London, England), 402(10397), 203–234. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(23)01301-6

Quelle: heute im bundestag (hib), 69/2025

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