Aktuelles aus der Gesundheitspolitik
Suizidprävention: Bundesregierung legt Gesetzentwurf vor • Terminservicestellen: Neuauflage der 116117 • Künftige Bundesregierung: Was Ärzte hierzulande erwarten
Suizidprävention
Bundesregierung legt Gesetzentwurf vor
Mit einem Ausbau von Hilfestrukturen soll die Zahl der Suizide und Suizidversuche nachhaltig gesenkt werden. Die Suizidprävention soll durch Information, Aufklärung, Forschung und Unterstützung verbessert werden, heißt es in einem Gesetzentwurf (20/14987) der Bundesregierung.
Jährlich seien in Deutschland mehr als 9.000 Suizide zu beklagen, in den Jahren 2022 und 2023 sogar mehr als 10.000. Die Suizidversuche würden auf mindestens 100.000 pro Jahr geschätzt.
Das Suizidpräventionsgesetz ziele darauf ab, die Rahmenbedingungen für eine effektive Suizidprävention nachhaltig abzusichern und zu verbessern, heißt es in dem Entwurf. Auch müsse die Tabuisierung von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Schizophrenie, die mit einem erhöhten Risiko für suizidales Verhalten einhergingen, weiter bekämpft werden. Der Gesetzentwurf sieht u. a. die Errichtung einer Bundesfachstelle für Suizidprävention im Bundesgesundheitsministerium vor, um zielgerichtete und evidenzbasierte Initiativen zur Suizidprävention zu konzipieren und umzusetzen.
Quelle: heute im bundestag (hib), 96/2025
Terminservicestellen
Neuauflage der 116117
Es gibt seit Ende Februar 2025 eine neue Version des 116117 Terminservice für Terminservicestellen. Die Anwendung wurde grundlegend überarbeitet durch optimierte Prozesse und eine intuitive Benutzeroberfläche. Sie bietet nun präzisere Suchfunktionen, um eine passgenaue Terminvergabe zu ermöglichen. Flexible Bearbeitungsoptionen sorgen dafür, dass auch bei Umbuchungen zeitnah Ersatztermine gefunden werden können. Gleichzeitig bietet die Anwendung neue Filter- und Favoritenfunktionen, die eine individuellere Arbeitsweise unterstützen. Mit der überarbeiteten Anwendung sollen die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Patienten schneller und präziser mit passenden Facharztterminen versorgen. Ziel ist es, die Arbeit der Terminservicestellen zu optimieren und die Patientenversorgung zu verbessern.
Quelle: kv.digital GmbH
Künftige Bundesregierung
Was Ärzte hierzulande erwarten
Das Wahlergebnis spiegele die Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung der letzten Jahre wider, heißt es von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Es sei zu hoffen, „[...] dass es möglichst schnell zu einer handlungsfähigen Regierung kommen wird. Viele Probleme harren einer Lösung, nicht zuletzt im Gesundheitswesen. Patientensteuerung, Notfallreform, Entbürokratisierung, Digitalisierung und nicht zuletzt eine angemessene Finanzierung lauten die leider wohlbekannten und alles andere als neuen Schlagworte. Die vergangenen Jahre waren insgesamt gesundheitspolitisch verlorene Jahre. Politik muss handeln! Jetzt! Wir wollen und können unseren Teil zu sachgerechten Lösungen beitragen und haben ein Portfolio an Vorschlägen.“
Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung