Lebensmittel retten: Clever einfrieren, sicher auftauen
Die Frühlingssonne scheint und vertreibt die letzten Gedanken an Kälte und Frost. Doch gerade in der Küche können niedrige Temperaturen ziemlich nützlich sein: Tiefkühlen ist eine einfache Möglichkeit, Lebensmittel länger haltbar zu machen und nachhaltiger zu kochen.
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Lebensmittel richtig einfrieren und auftauen – so klappt’s: In deutschen Privathaushalten landen jedes Jahr rund 6,3 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – oft, weil sie nicht rechtzeitig verbraucht werden können. Auch frische Produkte können jedoch durch fachgerechtes Einfrieren länger haltbar gemacht werden. Mit ein paar einfachen Tipps gelingt das Einfrieren und Auftauen problemlos – ganz ohne Verschwendung.
Lebensmittel retten: Die besten Lebensmittel zum Einfrieren
Manche Lebensmittel eignen sich besonders gut für die Tiefkühltruhe – zum Beispiel Erbsen, Bohnen, Brokkoli oder andere Kohlsorten. Blanchiert halten sie sich besonders lange und behalten dabei Geschmack und Nährstoffe. Auch gekochte Reste wie Suppen, Aufläufe oder Kuchen lassen sich problemlos einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Wasserreiche Lebensmittel wie Äpfel oder Erdbeeren verlieren durch das Einfrieren jedoch an Textur und Aroma. Auch viele Milchprodukte wie Sahne, Joghurt oder Crème fraîche sind ungeeignet, da sie beim Auftauen ausflocken. Anders sieht es bei wasserarmen, fetthaltigen Produkten wie Butter oder Hartkäse aus – sie lassen sich gut einfrieren.
Wie lange hält sich Tiefgekühltes wirklich?
Auch wenn die Kälte den Verderb verlangsamt, sind tiefgekühlte Lebensmittel nicht unbegrenzt haltbar. Besonders Selbstgekochtes oder Backwaren sollten innerhalb weniger Monate verbraucht werden. Rohes Gemüse hält meist deutlich länger.
Fetthaltige Produkte und bereits gegarte Speisen verlieren schneller an Qualität Magere und rohe Produkte bleiben jedoch oft mehrere Monate lang frisch. Bei gekaufter Tiefkühlkost gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum eine gute Orientierung. Produkte kurz vor Ablauf sollten zügig verwendet werden – sie sind meist noch genießbar, verlieren aber mit der Zeit an Qualität.
Vorbereiten spart Reste und erhält Qualität
Wenn Sie Lebensmittel schon vor dem Einfrieren in passende Portionen aufteilen, müssen Sie später nur das auftauen, was Sie wirklich brauchen. Das spart nicht nur Reste, sondern erhält auch die Qualität – kleinere Portionen frieren schneller durch. Für eine Hauptmahlzeit gelten etwa 200–250 Gramm pro Person als gute Menge. Wer’s genau wissen will, kann den Portionsplaner der Verbraucherzentrale nutzen.
Die Vorbereitung ist entscheidend: Gemüse sollte vor dem Einfrieren blanchiert werden – das hilft, Farbe, Konsistenz und Geschmack zu erhalten.
Ideal zum Einfrieren sind Gefrierbeutel oder stabile Kunststoffbehälter. Auch Glasschalen sind geeignet, solange sie nicht randvoll gefüllt und langsam aufgetaut werden – so verhindert man Risse durch Spannungen im Material.
Bei -18 Grad Celsius lagern tiefgekühlte Produkte am besten. Höhere Temperaturen verkürzen hingegen die Haltbarkeit deutlich.
Aufgetaut? Dann schnell verbrauchen!
Diese vier Grundregeln helfen, Geschmack, Aussehen und Nährstoffe zu bewahren: gut vorbereiten, zügig einfrieren, luftdicht verpacken und schnell durchfrieren.
Einmal aufgetaute Lebensmittel sollten möglichst rasch verarbeitet oder verzehrt werden. Durch das Auftauen können sich Keime schnell vermehren – das beeinträchtigt nicht nur die Qualität, sondern kann auch gesundheitlich bedenklich sein.
Wird ein Produkt doch erneut eingefroren, sollte es vor dem Verzehr unbedingt gründlich erhitzt werden.
Praktische Hilfe bietet die „Zu gut für die Tonne!“-App: Sie enthält nicht nur leckere Rezepte zur Resteverwertung, sondern auch viele Tipps zur richtigen Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln – vom Einkauf bis zur Verwertung.
Quelle: www.zugutfuerdietonne.de | Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft