Essenzielle Biofaktoren in den Wechseljahren: Vitamin D und B12, Magnesium und Calcium
In den Wechseljahren sollten Frauen auf eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Biofaktoren wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen achten. Sie spielen eine Rolle im Hormonstoffwechsel und können zur Linderung verschiedener Wechseljahresbeschwerden beitragen. Dabei geht es nicht um eine pauschale Rundumversorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln, sondern um eine gezielte Diagnostik und eine individuelle Supplementierung derjenigen Biofaktoren, deren Nutzen wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Dieser Beitrag fokussiert sich auf Vitamin D und B12 sowie Magnesium und beschreibt die Rolle von Calcium in der Osteoporose-Prophylaxe, aber auch andere Biofaktoren sind von Bedeutung.
© brizmaker/Shutterstock
Die Wechseljahre sind eine natürliche hormonelle Umstellungsphase im Leben der Frau, die meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auftritt. Hauptursache ist der Rückgang der Eierstockfunktion, was zu einer verminderten Produktion der Sexualhormone Östrogen und Progesteron führt. Diese hormonellen Veränderungen können eine Vielzahl von Beschwerden hervorrufen (1):
Typische Wechseljahresbeschwerden
- Hitzewallungen und Schweißausbrüche
- Schlafstörungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
- Stimmungsschwankungen, erhöhte Nervosität, Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Angstzustände
- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Herzklopfen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
- Schwindel
- vaginale Trockenheit und Libidoverlust
- Gelenkschmerzen, steife Gelenke, Muskelverspannungen, verringerte Muskelkraft
- verlangsamter Stoffwechsel, Gewichtszunahme
Langfristige gesundheitliche Auswirkungen
- erhöhtes Osteoporose-Risiko
- Veränderungen im Insulin- und Fettstoffwechsel, erhöhtes Risiko für metabolisches Syndrom und Diabetes
- erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen - Haut-, Haar- und Schleimhautveränderungen durch den Rückgang der Kollagensynthese
- Harnwegsinfekte
- Blasenschwäche
Neben den Sexualhormonen spielen auch essenzielle Biofaktoren eine wichtige Rolle im Hormonstoffwechsel und können Einfluss auf Wechseljahresbeschwerden wie Osteoporose, Hypertonie und kardiovaskuläre Erkrankungen, aber auch unspezifische Beschwerden wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und Stimmungsschwankungen haben.
Biofaktoren in den Wechseljahren: Ein Überblick
Zu den Biofaktoren gehören Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – Substanzen, die der Körper für seine physiologischen Funktionen benötigt und die eine gesundheitsfördernde oder krankheitsvorbeugende biologische Aktivität besitzen. Im Klimakterium ist auf eine gute Versorgung mit den Biofaktoren Vitamin D, Magnesium und Vitamin B12 zu achten.
Bitte beachten
Die Begriffe „Wechseljahre“ und „Klimakterium“ werden in diesem Beitrag weitgehend synonym verwendet, obwohl es sich streng genommen nicht um identische Zeitspannen der hormonellen Phasen der Frau handelt.
- Auch andere Biofaktoren sind im Klimakterium von Bedeutung. Dieser Beitrag fokussiert sich auf Vitamin D, Magnesium und Vitamin B12 und erwähnt die Rolle von Calcium in der Osteoporose-Prophylaxe.
- Wechseljahre beim Mann? Männer erleben im Vergleich keine abrupten Wechseljahre wie Frauen. Laut Deutscher Gesellschaft für Endokrinologie gibt es kein direktes Pendant zur Menopause. Aber auch bei Männern gibt es Hormonveränderungen. Tatsächlich sinkt der Testosteronspiegel beim Mann in der Regel sehr langsam. Ab dem 30. bis 40. Lebensjahr reduziert sich der Anteil des Testosterons im Blut pro Jahr um 1–2 %. Gerade weil dieser Prozess schleichend ist, spüren viele Männer keine Beschwerden vergleichbar mit denen der weiblichen Wechseljahre und erleben kein starkes Androgendefizit. Dennoch kommt es durch den schleichenden Testosteronabfall zu Symptomen wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Konzentrationsproblemen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressiven Verstimmungen. Auch körperliche Veränderungen wie Muskelabbau, Gewichtszunahme und verringerte Knochendichte können auftreten, ebenso wie Libidoverlust oder Potenzprobleme (2).
Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann verschiedene gesundheitliche Beschwerden verursachen und das Risiko für Krankheiten wie Osteoporose, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen. Die folgende Auflistung fasst typische Wechseljahresbeschwerden und die Rolle der genannten Biofaktoren zusammen:
Vitamin D
- Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Osteoporose-Risiko.
- Vitamin D moduliert das Immunsystem, und ein Vitamin-D-Mangel kann zu Störungen der Immunabwehr und zu Autoimmunerkrankungen führen.
- Ein Vitamin-D-Mangel steht mit einem erhöhten Risiko für Hypertonie und kardiovaskulären Erkrankungen in Zusammenhang.
- Ein Vitamin-D-Mangel kann mit depressiven Verstimmungen, verminderter Lebensqualität und Schlafstörungen assoziiert sein.
Magnesium
- Magnesium ist für die Knochengesundheit relevant, und ein Magnesiummangel erhöht das Osteoporose-Risiko.
- Eine gute Magnesiumversorgung kann den Blutdruck senken und bei kardiovaskulären Erkrankungen von Nutzen sein.
- Ein Magnesiummangel wird mit Insulinresistenz und einer erhöhten Inzidenz für Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht.
- Magnesium spielt eine Rolle im Neurotransmitter-Stoffwechsel und kann unspezifische Symptome wie Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen und eine verminderte Stress-Resilienz hervorrufen und verstärken.
Vitamin B12
- Ein Vitamin-B12-Mangel kann eine
Hyperhomocysteinämie hervorrufen, die das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht. - Vitamin B12 ist essenziell für den Nerven- und Energiestoffwechsel, und ein Vitamin-B12-Mangel kann zu neuropsychiatrischen und kognitiven Störungen wie Konzentrationsschwäche, chronische Müdigkeit und Depressionen führen.
Welche Rolle spielt Vitamin D in den Wechseljahren (3)?
Vitamin D beeinflusst über seine Vitamin-D-Rezeptoren in verschiedenen Geweben die Regulation von Östrogen und Progesteron. Und Östrogen ist an der Regulation des Vitamin-D-Stoffwechsels beteiligt. Studien zeigen, dass postmenopausale Frauen niedrigere Vitamin-D-Spiegel haben können, da der Östrogenrückgang die Expression von Vitamin-D-Rezeptoren beeinflusst.
Was sind die Folgen eines Vitamin-D-Mangels? Der Biofaktor ist essenziell für die Calciumhomöostase und die Knochengesundheit, die durch den postmenopausalen Östrogenmangel beeinträchtigt ist. Daraus ergibt sich der Einsatz von Vitamin D in der Osteoporose-Prophylaxe. Vitamin D hat auch immunmodulatorische Eigenschaften, was entzündlichen Prozessen entgegenwirken kann. Darüber hinaus spielt Vitamin D eine wichtige Rolle im Herz-Kreislaufsystem, da es den Blutdruck reguliert und das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen senkt. Und nicht zuletzt können verschiedene psychische und mentale Beschwerden durch einen Vitamin-D-Mangel ausgelöst werden.
In der Osteoporose-Prophylaxe auf den Vitamin-D-Status achten (4-7)
Bekanntermaßen ist Calcium wichtig zur Prävention und Behandlung von Osteoporose und Frakturen. Allerdings steht Calcium ohne die optimale Versorgung mit Vitamin D dem Knochen nur eingeschränkt zur Verfügung. Bei Ausgleich eines Calciummangels durch Ernährung oder Supplementation und gleichzeitig vorliegendem Vitamin-D-Mangel werden Frakturrate und Frakturrisiko kaum reduziert. Vitamin D beeinflusst neben den Hormonen Calcitonin und Parathormon den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und ist entscheidend für die Knochengesundheit.
Ein Vitamin-D-Mangel stört die Knochenmineralisierung und kann Knochengrundsubstanz und -festigkeit reduzieren, das Osteoporose-Risiko erhöhen und vermehrt Wirbelkörper- und Hüftgelenksfrakturen auslösen. Vitamin D unterstützt zudem Muskelleistung, Schnellkraft und Koordinationsfähigkeit der Muskulatur. Laut Leitlinien des Deutschen Verbandes für Osteologie (DVO) sollten postmenopausale Frauen zum Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels 800 bis 1.000 IE Vitamin D in oraler Form einnehmen,
allerdings nur bei geringer Sonnenlichtexposition und einem erhöhten Sturz- und Frakturrisiko. Die maximale Tagesdosis sollte 2.000 bis 4.000 IE nicht überschreiten. Zudem wird betont, dass die kombinierte Einnahme von Calcium und Vitamin D effektiver zur Frakturprävention ist als die alleinige Supplementierung.
Auch bei diesen Beschwerden einen Vitamin-D-Mangel vermeiden
1. Immunfunktion (8-13)
Der veränderte Hormonstatus im Klimakterium hat Auswirkungen auf das Immunsystem. Östrogen beeinflusst die Aktivität von Genen, die Immunfunktionen steuern und Immunzellen stimulieren, verstärkt insbesondere die humorale Immunantwort und begünstigt die Entstehung von Autoimmunerkrankungen. Progesteron moduliert die Immunantwort, in dem es entzündungsfördernde Zytokine hemmt. Ein hormoneller Rückgang in den Wechseljahren kann das Immunsystem beeinflussen, wodurch das Risiko für Infektionen steigt und Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis oder Hashimoto-Thyreoiditis begünstigt werden. Zudem können bereits bestehende Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Lupus oder Multiple Sklerose verstärkt auftreten.
Wie bereits erwähnt, unterliegen Frauen in den Wechseljahren aufgrund der hormonellen Veränderungen einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Vitamin-D-Mangels. Und ein solcher Vitamin-D-Mangel wird mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. Auch gibt es Hinweise, dass sich eine Vitamin-D-Supplementation positiv auswirken kann.
2. Hypertonie und kardiovaskuläre Erkrankungen (14-17)
Ein Vitamin-D-Mangel kann zu einer Überaktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems führen, was das Risiko für die Entwicklung einer Hypertonie erhöht. Zudem beeinflusst der Biofaktor die Funktion von Endothelzellen – und wie bereits erwähnt – die Immunfunktion und den Calciumstoffwechsel.
Diese Prozesse sind entscheidend für die kardiovaskuläre Gesundheit, sodass im Umkehrschluss ein Vitamin-D-Mangel zur Entstehung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauferkrankungen beitragen kann. Frauen im Klimakterium mit entsprechender Krankheitsdisposition und einem nachgewiesenen Mangel könnten daher von einer Vitamin-D-Supplementierung profitieren.
3. Psychisch-mentale Beschwerden (18-22)
Vitamin D zeigt sich laut Datenlage hilfreich bei der Behandlung von depressiven Patientinnen, besonders bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel. Eine Supplementierung zum Ausgleich eines solchen Mangels kann auch die Lebensqualität und das Wohlbefinden klimakterischer Frauen verbessern. Zudem gibt es Hinweise auf eine Korrelation zwischen einer Hypovitaminose D und Schlafstörungen bzw. auf eine Verbesserung der Schlafregulation durch Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels.
Wie beeinflusst Magnesium die Wechseljahre (29-31)?
Magnesium spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der Osteoporose-Prophylaxe. Der Biofaktor kann die Produktion proinflammatorischer Zytokine hemmen, was entzündliche Prozesse im Körper reduziert und das Knochensystem schützt. Durch die entzündungshemmenden Eigenschaften kann Magnesium auch schmerzlindernd wirken. Zudem fördert Magnesium, insbesondere in Kombination mit Vitamin D, die Aktivität der Osteoblasten – und unterstützt dadurch den Aufbau und die Erhaltung der Knochenmasse – und hemmt die Aktivität der Osteoklasten, was den Abbau von Knochengewebe reduziert und somit das Frakturrisiko verringert.
Verdacht auf Vitamin-D-Mangel?
- Vitamin-D-Status: Gemessen wird die Speicherform von Vitamin D, das Calcidiol mit einer Halbwertszeit von ein bis zwei Monaten.
- Referenzwerte: Das Robert Koch-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die WHO empfehlen einen Calcidiolspiegel von 50 nmol/l bzw.
20 ng/ml als unteren Referenzwert (23). In einem internationalen Expertenkonsens wurden mit einem unteren Calcidiolwert von 75 nmol/l bzw. 30 ng/ml etwas höhere Referenzbereiche empfohlen (24). - Hypervitaminose D: Calcidiolwerte über 125 nmol/l bzw. 50 ng/ml können zu Hypercalcämie, Nierensteinen und Herzrhythmusstörungen führen.
- Empfohlene Dosierung: Zum Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels wird nach momentaner Datenlage eine orale Dosis von 1.000 bis 4.000 IE Vitamin D empfohlen. Da Adipositas das Risiko eines Vitamin-D-Mangels erhöht, können adipöse Patienten (25), aber auch solche mit chronischen Resorptionsstörungen in den ersten Behandlungswochen Tagesdosen bis zu 6.000 IE benötigen (26, 27).
- Synergismus von Vitamin D und Magnesium: Vitamin D fördert die intestinale Magnesiumresorption und benötigt Magnesium für die Umwandlung von Calcidiol in das aktive Calcitriol. Bei Verdacht auf einen Mangel sollten beide Biofaktoren geprüft und bei Bedarf supplementiert werden. Bei Magnesium werden orale Tagesdosen von 300 mg und etwas höher empfohlen.
Wie wirkt Magnesium auf die kardiovaskuläre Gesundheit (32-37)?
Frauen in den Wechseljahren haben aufgrund der hormonellen Veränderungen ein erhöhtes Risiko für Hypertonie und Herz-Kreislauferkrankungen. Der sinkende Östrogenspiegel beeinträchtigt die Gefäßgesundheit und kann zu Bluthochdruck führen. Zusätzlich tragen Gewichtszunahme, verminderte Stressresistenz und Schlafstörungen zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauferkrankungen bei.
Magnesium wirkt gefäßerweiternd und blutdrucksenkend. Der Biofaktor kann die Herzfrequenz normalisieren und das Herzmuskelgewebe schützen. Ein Magnesiummangel hingegen kann einen Bluthochdruck verursachen und gilt als Risikofaktor für essenzielle Hypertonie. Studien zeigen, dass orale Magnesiumsupplemente den Blutdruck bei manifester Hypertonie und Grenzwerthypertonie senken können.
Auch bei Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und koronarer Herzkrankheit ist ein Magnesiummangel eine mögliche Ursache. Eine Magnesiumtherapie kann dazu dienen, den Mangel auszugleichen und die kardiovaskuläre Gesundheit zu unterstützen.
Wechseljahre: Erhöhtes Risiko für metabolisches Syndrom und Diabetes (38, 39)
Bei Frauen in den Wechseljahren steigt die Wahrscheinlichkeit, am metabolischen Syndrom und an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Das metabolische Syndrom ist eine Kombination aus vier Risikofaktoren: abdominale Adipositas, arterielle Hypertonie, Störungen des Lipidstoffwechsels und erhöhter Nüchternblutzucker bzw. Insulinresistenz. Diese Kombination gilt als Vorläufer des Diabetes mellitus.
- Insulinresistenz und Glukoseverwertung: Die Insulinresistenz führt zu einer gestörten Glukoseverwertung und einer übermäßigen Insulinproduktion, was den Lipidstoffwechsel und Blutdruck negativ beeinträchtigt.
- Entzündungsfördernde Zytokine und Adipositas: Abdominale Adipositas führt zu einer vermehrten Freisetzung entzündungsfördernder Zytokine, die die Insulinresistenz weiter verstärken.
- Umverteilung des Körperfetts: Der Östrogenmangel begünstigt die Umverteilung des Körperfetts von gynoider zu androider Fettverteilung. Viszerales Fett ist metabolisch aktiver und fördert Insulinresistenz und Entzündungen.
- Cholesterin- und Triglyzeridwerte: Der Östrogenrückgang führt oft zu höheren LDL-Cholesterin- und Triglyzeridwerten sowie niedrigeren HDL-Werten. Dies kann zu einer gestörten Glukosetoleranz und einem Prä- bzw. manifesten Diabetes beitragen.
Wie Magnesium das metabolische Syndrom und Diabetes beeinflusst (40-44)
Unter den Biofaktoren spielt Magnesium eine Schlüsselrolle im Insulin- und Glukosestoffwechsel und wird daher im Krankheitsbild vom metabolischen Syndrom und Typ-2-Diabetes als möglicher Risikofaktor diskutiert. Ein Magnesiummangel korreliert mit Insulinresistenz und schlechter Blutzuckerkontrolle.
- Blutdrucksenkende Wirkung und
Lipidprofile: Magnesium wirkt blutdrucksenkend, verbessert die Lipidprofile durch Erhöhung des HDL-Cholesterins und Senkung der Triglyceridwerte und besitzt antiinflammatorische Eigenschaften, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. - Reduktion des Risikos von Typ-2-Diabetes: Studien zeigen, dass Magnesium einem Typ-2-Diabetes vorbeugen kann, indem es die Insulinempfindlichkeit verbessert und die Blutzuckerkontrolle stabilisiert. Auch bei Patienten mit bestehendem Diabetes mellitus kann eine ausreichende Magnesiumzufuhr die glykämische Kontrolle verbessern.
Wenn die mentale Gesundheit leidet (45-48)
In den Wechseljahren können sich verschiedene unspezifische mentale Beschwerden verstärken:
Zinkmangel: Auswirkungen auf Glukosestoffwechsel und Immunsystem
Zink spielt eine zentrale Rolle in der Regulation des Glukosestoffwechsels. Ein Zinkmangel kann zu einer Insulinresistenz beitragen und das Risiko für Prädiabetes und Diabetes erhöhen.
Mehr dazu erfahren Sie im CME-Beitrag „Metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus und diabetische Folgeerkrankungen: Die Bedeutung von Biofaktoren“
- Schwäche, Müdigkeit, Leistungsminderung
- Schlafstörungen
- verminderte Stress-Resilienz
- Konzentrationsprobleme
- Chronic-Fatigue-Syndrom
- Stimmungsschwankungen
- Depressionen, Angstzustände
- Nervosität, Unruhe, Reizbarkeit
Auch wenn es Hinweise gibt, dass diese Symptome nicht kausal mit den Veränderungen durch die Menopause zusammenhängen müssen (49), leiden viele Frauen während der Wechseljahre verstärkt unter psychischen und mentalen Beschwerden. Ein Magnesiummangel steht häufig in Verbindung mit diesen Beschwerden. Daher ist es sinnvoll, den Magnesiumstatus zu überprüfen und bei einem nachgewiesenen Mangel gezielt zu supplementieren.
Wie wird ein Magnesiummangel diagnostiziert (50-51)?
Das Serummagnesium ist der am häufigsten verwendete Laborparameter zur Beurteilung des klinischen Magnesiumstatus. Ein unterer Serumwert von 0,85 mmol/l Magnesium gilt als Mindestziel. Dennoch sollten bei Verdacht auf einen Magnesiummangel auch die Ergebnisse von Untersuchung und Anamnese berücksichtigt werden.
Serummagnesium und intrazelluläres Magnesium
Nur 5 % des gesamten Magnesiumbestandes befinden sich extrazellulär und weniger als 1 % im Serum und der interstitiellen Flüssigkeit. Die freie extrazelluläre Magnesiumkonzentration wird durch Anpassung von Resorption und Elimination mit den Speichern im Skelett weitgehend konstant gehalten. Bei Magnesiummangel setzt der Organismus den Biofaktor aus Knochen oder Muskelzellen frei, um den Magnesiumblutgehalt aufrechtzuerhalten. Daher kann trotz Serumwerten im Referenzbereich intrazellulär ein Magnesiummangel vorliegen.
Was ist bei der Magnesium-Supplementierung zu beachten (52-53)?
Ein Magnesiummangel kann durch eine orale Supplementierung in Tagesdosen von etwa 300 mg Magnesium, gelegentlich höher, ausgeglichen werden. Dabei sollten keine Nahrungsergänzungsmittel gewählt, sondern als Arzneimittel geprüfte und zugelassene Präparate bevorzugt werden, die zudem gut bioverfügbar sind. Studien zeigen überwiegend, dass organisch gebundene Magnesiumsalze eine höhere Bioverfügbarkeit im Vergleich zu anorganisch gebundenen Salzen haben. Besonders das organisch gebundene Magnesiumorotat zeichnet sich durch eine hohe Absorptionsrate und schnelle Wirkstoff-Freisetzung aus.
Verdacht auf einen Vitamin-B12-Mangel (61, 62)?
Die Messung des Gesamt-Vitamin-B12-Serumspiegels gilt als kostengünstiger Labormarker für die Diagnose:
- Referenzbereich: 200 – 1.000 ng/l
- Serumspiegel < 200 ng/l: Vitamin-B12-Mangel bestätigt
Allerdings ist der Gesamt-Vitamin-B12-Serumspiegel ein später und wenig sensitiver Marker, da überwiegend die inaktive Speicherform gemessen wird. Bei Konzentrationen im sogenannten Graubereich zwischen 200 und 400 ng/l kann daher ein intrazellulärer Vitamin-B12-Mangel vorliegen, was eine weiterführende Diagnostik sinnvoll macht:
- Holotranscobalamin (Holo-TC) und Methymalonsäure (MMA) messen
Holo-TC ist die biologisch aktive Form von Vitamin B12 und ein sensitiver und spezifischer Marker für einen Vitamin-B12-Mangel. MMA ist ein funktioneller Marker für die intrazelluläre Vitamin-B12-Versorgung:
- Holo-TC-Serumspiegel < 50 pmol/l: Vitamin-B12-Mangel bestätigt
- MMA-Serumspiegel > 271 nmol/l: Vitamin-B12-Mangel bestätigt
Zu beachten: MMA-Serumspiegel können auch bei eingeschränkter Nierenfunktion erhöht sein, weshalb auch die Nierenwerte untersucht werden sollten. Ist die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) erniedrigt, ist der Holo-TC-Wert ausschlaggebend. Bleibt der Vitamin-B12-Status unklar, ist aufgrund der guten Verträglichkeit eine Supplementierung ratsam, deren Erfolg klinisch verifiziert werden sollte.
Herz-Kreislauferkrankungen in der Menopause: Die Rolle von Vitamin B12 und Homocystein (54)
- Erhöhtes Risiko durch Homocystein: Homocystein ist eine Aminosäure, die im Körper als Zwischenprodukt beim Abbau der Aminosäure Methionin entsteht. Dadurch spielt Homocystein eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und wird mit Hilfe von Vitamin B12, gemeinsam mit Vitamin B6 und Folsäure in andere Aminosäuren wie Methionin und Cystein und harmlose Substanzen wie Glutathion umgewandelt. Erhöhte Homocysteinspiegel sind jedoch mit
einem vermehrten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen verknüpft. Östrogen hat eine regulierende Wirkung auf den Homocysteinspiegel. Bei Frauen im Klimakterium kann der sinkende Östrogenspiegel zu einer Hyperhomocysteinämie führen, was in Kombination das Risiko für Thrombosen und andere kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht. - Was kann Vitamin B12 bewirken? Vitamin B12, gemeinsam mit Vitamin B6 und Folsäure, spielt eine wichtige Rolle im Homocysteinstoffwechsel. Auch wenn die aktuelle Datenlage nicht homogen ist, gibt es Hinweise darauf, dass ein Mangel an einem dieser B-Vitamine zu einer Hyperhomocysteinämie führen kann, die wiederum mit der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist (55, 56).
Vitamin B12 unterstützt die mentale Gesundheit im Klimakterium (57-60)
Während der Menopause kommt es zu neuroendokrinen Veränderungen wie Schlafstörungen, kognitiven Defiziten, chronischer Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Eine optimale Vitamin-B12-Versorgung kann auch bei diesen Beschwerden von Nutzen sein. Vitamin B12 ist essenziell für den Nerven- und Energiestoffwechsel und die Synthese von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin. Ein Vitamin-B12-Mangel steht nicht nur mit neurologischen Erkrankungen wie der peripheren Neuropathie in Zusammenhang. Er kann auch zu neuropsychiatrischen und kognitiven Symptomen wie Konzentrationsschwäche, Stimmungsschwankungen, Gedächtnisproblemen, depressiven Verstimmungen und chronischer Müdigkeit führen. Beispielsweise gibt es Hinweise auf eine Korrelation zwischen niedrigen Vitamin-B12-Blutspiegeln und kognitiven Dysfunktionen im Klimakterium. Wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass eine frühzeitige Vitamin-B12-Supplementierung den Beginn einer Depression verzögern und die Wirksamkeit klassischer Antidepressiva verbessern kann.
Vitamin-B12-Mangel gezielt ausgleichen (63-66)
Die Therapie kann hochdosiert oral oder parenteral durchgeführt werden, da beide Applikationsformen vergleichbar wirksam sind. In schweren und akuten Fällen sollte initial parenteral supplementiert werden. Für die Langzeittherapie zum Ausgleich eines Vitamin-B12-Mangels wird die orale Supplementierung bei vielen Patienten aufgrund der häufig lebenslangen Therapie als angenehmer angesehen. Selbst bei Patienten mit Resorptionsstörungen kann durch eine orale Hochdosistherapie in Tagesdosen von 1.000 µg Vitamin B12 ein Mangel ausgeglichen werden – unabhängig vom Intrinsic-Faktor durch passive Diffusion.
Fazit
Am Beispiel von Vitamin D, Magnesium und Vitamin B12 zeigt dieser Beitrag die positiven Effekte von Biofaktoren bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden im Klimakterium. Die fundierte Diagnostik eines Mangels der genannten Biofaktoren und ein gezielter Ausgleich eines solchen Mangels durch entsprechende Supplemente ist dabei einer unspezifischen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorzuziehen.
1 register.awmf.org/de/leitlinien/detail/015-062
2 www.endokrinologie.net/pressemitteilungen-archiv/150316.php
3 Mei Z et al. The role of vitamin D in menopausal women‘s health. Front Physiol 2023 Jun 12; 14: 1211896.
4 Dawson-Hughes B. Vitamin D and muscle function. J Steroid Biochem Mol Biol 2017 Oct; 173: 313-316.
5 Weaver CM et al. Calcium plus vitamin D supplementation and risk of fractures: an updated meta-analysis from the National Osteoporosis Foundation. Osteoporos Int 2016 Jan; 27(1): 367-376.
6 Bischoff-Ferrari HA. Vitamin D in geriatric patients. Internist 2020 Jun; 61(6): 535-540.
7 DVO Leitlinie Osteoporose 2023 (https://leitlinien.dv-osteologie.org).
8 Min J et al. Vitamin D and the Immune System in Menopause: A Review. J Menopausal Med 2021 Dec; 27(3): 109-114.
9 Wang et al. Cutting edge: 1,25-dihydroxyvitamin D3 is a direct inducer of antimicrobial peptide gene expression. J Immunol 2004 Sep 1; 173(5): 2909-2912.
10 Pham H et al. Acute respiratory tract infection and 25-Hydroxyvitamin D concentration: A systematic review and meta-analysis. Int J Environ Res Public Health 2019 Aug 21; 16(17): 3020.
11 Martineau AR et al. Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. BMJ 2017 Feb; 15: 356.
12 Illescas-Montes R et al. Vitamin D and autoimmune diseases. Life Sci 2019; 8(233): 116744.
13 Klein SL, Flanagan KL. Sex differences in immune responses. Rev Immunol 2016 Oct; 16(10): 626-638.
14 Holick MF et al. Vitamin D deficiency: a worldwide problem with health consequences. Am J Clin Nutr 2008; 87(4): 1080S-1086S.
15 Pilz S et al. Association of vitamin D deficiency with heart failure and sudden cardiac death in a large cross-sectional study of patients referred for coronary angiography. J Clin Endocrinol Metab 2008; 93: 3927-3935.
16 Pilz S et al. Effects of Vitamin D on Blood Pressure and Cardiovascular Risk Factors: A Randomized Controlled Trial. Hypertension 2015; 65: 1119-1201.
17 Virtanen JK et al. Vitamin D supplementation and prevention of cardiovascular disease and cancer in the Finnish Vitamin D Trial: a randomized controlled trial. Am J Clin Nutr 2022 May 1; 115(5): 1300-1310.
18 Menon V et al. Vitamin D and depression: a critical appraisal of the evidence and future directions. Indian J Psycol Med 2020 Jan-Feb; 42(19): 11-21.
19 Cheng YC et al. The effect of vitamin D supplement on negative emotions: A systematic review and meta-analysis. Depress Anxiety 2020 Jun; 37(6): 549-564.
20 Manoy P et al. Vitamin D Supplementation Improves Quality of Life and Physical Performance in Osteoarthritis Patients. Nutrients 2017; 9: 799.
21 Mikola T et al. The effect of vitamin D supplementation on depressive symptoms in adults: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Crit Rev Food Sci Nutr 2023 Nov; 63(33): 11784-11801.
22 Romano F et al. Vitamin D and Sleep Regulation: Is there a Role for Vitamin D? Curr Pharm Des 2020; 26(21): 2492-2496.
23 www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html
24 Pludowski P et al. Clinical Practice in the Prevention, Diagnosis and Treatment of Vitamin D Deficiency: A Central and Eastern European Expert Consensus Statement. Nutrients 2022 Apr 2; 14(7): 1483.
25 Holick MF et al. Evaluation, treatment, and prevention of vitamin D deficiency: an Endocrine Society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol Metab 2011 Jul; 96(7): 1911-1930.
26 Pludowski P et al. Clinical Practice in the Prevention, Diagnosis and Treatment of Vitamin D Deficiency: A Central and Eastern European Expert Consensus Statement. Nutrients 2022 Apr 2; 14(7): 1483.
27 Pludowski P et al. Vitamin D Supplementation: A Review of the Evidence Arguing for a Daily Dose of 2000 International Units (50 microg) of Vitamin D for Adults in the General Population. Nutrients 2024 Jan 29; 16(3): 391.
28 Uwitonze AM et al. Role of magnesium in vitamin D activation and function. J Am Osteopath Assoc 2018 Mar 1; 118(3): 181-189.
29 Classen HG, Kisters K. Magnesium and osteoporosis. Trace Elem and Electrolytes 2017; (34): 100-103.
30 Veronese N et al. Dietary magnesium intake and fracture risk: data from a large prospective study. Br J Nutr 2017 Jun; 117(11): 1570-1576.
31 Willis KS et al. Vitamin D status and biomarkers of inflammation in runners. Open Access J Sports Med 2021; 3: 35-42.
32 Wannamethee SG et al. Serum magnesium and risk of incident heart failure in older men: The British Regional Heart Study. Eur J Epidemiol 2018; 33(9): 873-882.
33 Verma H et al. Effect of magnesium supplementation on type 2 diabetes associated cardiovascular risk factors: A systematic review and meta-analysis. J Hum Nutr Diet 2017; 30: 621-633.
34 Zhang X et al. Effects of magnesium supplementation on blood pressure. A meta-analysis of randomized double-blind placebo-controlled trials. Hypertension 2016 Aug; 68(2): 324-333.
35 Kisters K, Classen HG et al. Magnesiumhaushalt und Therapie bei Hypertonie. Nieren- und Hochdruckkrankheiten 2020; 245-251.
36 Tangvoraphonkchai K et al. Magnesium and Cardiovascular Disease. Adv Chronic Kidney Dis 2018 May; 25(3): 251-260.
37 Kieboom BCT et al. Serum Magnesium and the Risk of Death From Coronary Heart Disease and Sudden Cardiac Death. J Am Heart Assoc 2016 Jan 22; 5(1): e002707.
38 Utzschneider KM et al. Insulin resistance is the best predictor of the metabolic syndrome in subjects with a first-degree relative with type 2 diabetes. Obesity (Silver Spring) 2010 Sep; 18(9): 1781-1787.
39 Gluvic Z et al. Link between Metabolic Syndrome and Insulin Resistance. Curr Vasc Pharmacol 2017; 15(1): 30-39.
40 Kisters S, Kisters K et al. Positive effects of magnesium supplementation in metabolic syndrome. Int J Clin Pharmacol Ther 2024 Dec; 62(12): 569-578.
41 Simental-Mendía LE et al. A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials on the effects of magnesium supplementation on insulin sensitivity and glucose control. Pharmacol Res 2016; 111: 272-282.
42 Arpaci D et al. Associations of serum Magnesium levels with diabetes mellitus and diabetic complications. Hippokratia 2015; 19(2): 153-157.
43 Barragán-Rodríguez L et al. Efficacy and safety of oral magnesium supplementation in the treatment of depression in the elderly with type 2 diabetes: a randomized, equivalent trial. Magnes Res 2008 Dec; 21(4): 218-223.
44 Veronese N et al. Magnesium and health outcomes: an umbrella review of systematic reviews and meta-analyses of observational and intervention studies. Eur J Nutr 2020 Feb; 59(1): 263-272.
45 Nielsen FH et al. Magnesium supplementation improves indicators of low magnesium status and inflammatory stress in adults older than 51 years with poor quality sleep. Magnes Res 2010 Dec; 23(4): 158–168.
46 Pickering G et al. Magnesium Status and Stress: The Vicious Circle Concept Revisited. Nutrients 2020 Nov 28; 12(12): 3672.
47 Zogovi´c D et al. Pituitary-gonadal, pituitary-adrenocortical hormonal and IL-6 levels following long-term magnesium supplementation in male students. J Med Biochem 2014; 33: 291-298.
48 Pochwat B et al. Antidepressant-like activity of magnesium in the olfactory bulbectomy model is associated with the AMPA/BDNF pathway. Psychopharmacology 2015; 232(2): 355-367.
49 Brown L et al. Promoting good mental health over the menopause transition. The Lancet 2024 Mar; 403: P969-983.
50 Rosanoff A et al. Recommendation on an updated standardization of serum magnesium reference ranges. Eur J Nutr 2022 Oct; 61(7): 3697-3706.
51 Micke et al. Serum magnesium: time for a standardized and evidence-based reference range. Magnes Res 2021 May 1; 34(2): 84-89.
52 Rylander R. Bioavailability of magnesium salts – A review. J Pharm Nutr Sci 2014; 4: 57-59.
53 Blancquaert L et al. Predicting and Testing Bioavailability of Magnesium Supplements. Nutrients 2019 Jul 20; 11(7): 1663.
54 Gambacciani M, Mannella P. Homocysteine, menopause and cardiovascular disease. Menopause Int 2007 Mar; 13(1): 23-26.
55 Yuan S et al. Homocysteine, B vitamins, and cardiovascular disease: a Mendelian randomization study. BMC Med 2021; 19: 97.
56 Gilfix BM. Vitamin B12 and homocysteine. CMAJ 2005 Nov 22; 173(11): 1360.
57 Moorthy D et al. Status of vitamins B-12 and B-6 but not of folate, homocysteine, and the methylenetetrahydrofolate reductase C677T polymorphism are associated with impaired cognition and depression in adults. J Nutr 2012; 142: 1554-1560.
58 Morris MS et al. Vitamin B-12 and folate status in relation to decline in scores on the mini-mental state examination in the Framingham heart study. J Am Geriatr Soc 2012; 60: 1457-1464.
59 Sangle P et al. Vitamin B12 Supplementation: Preventing onset and improving prognosis of depression. Cureus 2020 Oct 26; 12(10): e11169.
60 Syed EU et al. Vitamin B12 supplementation in treating major depressive disorder: A randomized controlled trial. Open Neurol J 2013; 7: 44-48.
61 Reiners K. Vitaminkrankheiten. In: Hoffmann GF, Grau AJ (Hrsg): Stoffwechselerkrankungen in der Neurologie. Stuttgart: Thieme, 2004; 163-176.
62 Djukic M, von Arnim CAF. B-Vitamine in der Geriatrie – was bestimmen, was ersetzen? Dtsch Med Wochenschr 2021; 146(3): 152-156.
63 Obeid R et al. Diagnosis, Treatment and Long-Term Management of Vitamin B12 Deficiency in Adults: A Delphi Expert Consensus. J Clin Med 2024; 13(8): 2176.
64 Andrès et al. Systematic review and pragmatic clinical approach to oral and nasal vitamin B12 (Cobalamin) treatment in patients with vitamin B12 deficiency related to gastrointestinal disorders. J Clin Med 2018 Sep 26; 7(10): 304.
65 Sanz-Cuesta T et al. Oral versus intramuscular administration of vitamin B12 for vitamin B12 deficiency in primary care: a pragmatic, randomised, non-inferiority clinical trial. BMJ Open 2020; 10: e03367.
66 Vidal-Alaball J et al. Oral vitamin B12 versus intramuscular vitamin B12 for vitamin B12 deficiency. Cochrane Database Syst Rev 2005 Jul 20; 20(3): CD004655.
Prof. Dr. med. Klaus Kisters
MVZ Praxisklinik und Dialysezentrum Herne, WWU Münster
Wiescherstraße 20
44623 Herne
Gesellschaft für Biofaktoren e.V.
daniela.birkelbach(at)gf-biofaktoren.de
www.gf-biofaktoren.de
Interessenskonflikte
Finanzielle Interessen
Prof. Dr. med. Klaus Kisters: keine finanziellen Interessen hinsichtlich der Tätigkeit bei der Gesellschaft für Biofaktoren e. V. Referententätigkeit zu anderen Gelegenheiten für Ganzimmun Diagnostics, Wörwag Pharma, Verla Pharma.
Prof. Dr. med. Hans Georg Classen: keine finanziellen Interessen.
Nicht-finanzielle Interessen
Prof. Kisters: Stv. Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren e. V., Vizepräsident der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e. V.; Deutsche Hochdruckliga, Kommission Blutdruck und Sport.
Prof. Classen: Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren e. V.; Ehrenpräsident der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e. V.