Skip to main content

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder verfügbar!

Onkologie, Aus der Industrie, Gynäkologie, Pädiatrie Gynäkologie, Pädiatrie Goodie
Humane Papillomviren

18 Jahre HPV-Impfung in Deutschland

2007 wurde der erste Impfstoff gegen Humane Papillomviren (HPV) (Gardasil®) in Deutschland zugelassen und in die Impfempfehlungen der STIKO aufgenommen.1,2 Anlässlich eines MSD-Symposiums auf dem FOKO zeigte Prof. Monika Hampl, Köln/Düsseldorf, anhand von Studien, was bisher dadurch die HPV-Impfung erreicht werden konnte.


26.05.2025
MSD Sharp & Dohme GmbH
Teilen auf:
drucken Gefällt mir merken

Hampl führte aus, dass die Einführung der HPV-Impfung in verschiedenen internationalen Studien zu einer deutlichen Reduktion des Zervixkarzinoms geführt habe.3,4 

9-valenter HPV-Impfstoff

Seit 2015 sei mit Gardasil® 9 ein nonavalenter Impfstoff erhältlich, der im Vergleich zum ersten zugelassenen HPV-Impfstoff Gardasil® zusätzlich zu den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 gegen die Typen 31, 33, 45, 52 und 58 schützen könne. „Gardasil® 9 ist zur aktiven Immunisierung von Personen ab neun Jahren gegen folgende HPV-Erkrankungen indiziert: Vorstufen maligner Läsionen und Karzinome, die die Zervix, Vulva, Vagina und den Anus betreffen und die durch Impfstoff-HPV-Typen verursacht werden. Ebenso indiziert ist er gegen Genitalwarzen (Condylomata acuminata), die durch spezielle HPV-Typen verursacht werden“, so Hampl. Es zeige sich eine langandauernde Immunprotektion (> 10 Jahre) durch zwei bzw. drei Impfdosen sowie keine Indikation für eine Auffrischungsimpfung. Bisher sei keine Durchbruchsinfektion beschrieben. Ebenso empfahl Hampl die Impfung von Risikogruppen (MSM, MSM/HIV pos., Immunsupprimierte). Hampl wies darauf hin, dass das Risiko für eine HPV-Infektion lebenslang bestehen würde.

Impfung nach Konisation

Ebenso riet sie zu einer Impfung nach Konisation. Denn Frauen mit einer zervikalen intraepithelialen Neoplasie (CIN) im Stadium 3 hätten nach dem Eingriff immer noch ein erhöhtes Risiko für ein CIN-Rezidiv sowie für intraepitheliale Neoplasien der Vulva (VIN), der Vagina (VAIN) und des Analkanals (AIN). Deshalb könnten HPV-Impfstoffe präventiv wirksam sein und CIN- und Zervixkarzinomraten reduzieren. „Jedoch wirken zugelassene HPV-Impfstoffe nicht therapeutisch, allerdings zeigen kürzlich publizierte Studie5 einen potenziellen klinischen Nutzen der HPV-Impfung ergänzend zur Konisation in Bezug auf die Rezidivrate“, betonte Hampl. 

1 RKI-Ratgeber Humane Papillomviren. edoc.rki.de/handle/176904/5693

2 Paul-Ehrlich-Institut. HPV-Impfstoffe 2024.

3 Lei J et al. N Eng J Med. 2020;383(14):1340–8.

4 Kjaer SK et al. J Natl Cancer Inst 2021;113(10):1329–35.

5 Hillemanns P et al. EUROGIN Kongress 2019, Monaco.

Quelle: „Meet the Expert: Update Humane Papillomviren“, 13.03.2025 anlässlich des FOKO 2025 in Düsseldorf.
Veranstalter: MSD Sharp & Dohme GmbH