2007 wurde der erste Impfstoff gegen Humane Papillomviren (HPV) (Gardasil®) in Deutschland zugelassen und in die Impfempfehlungen der STIKO aufgenommen.1,2 Anlässlich eines MSD-Symposiums auf dem FOKO zeigte Prof. Monika Hampl, Köln/Düsseldorf, anhand von Studien, was bisher dadurch die HPV-Impfung erreicht werden konnte.
Hampl führte aus, dass die Einführung der HPV-Impfung in verschiedenen internationalen Studien zu einer deutlichen Reduktion des Zervixkarzinoms geführt habe.3,4
9-valenter HPV-Impfstoff
Seit 2015 sei mit Gardasil® 9 ein nonavalenter Impfstoff erhältlich, der im Vergleich zum ersten zugelassenen HPV-Impfstoff Gardasil® zusätzlich zu den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 gegen die Typen 31, 33, 45, 52 und 58 schützen könne. „Gardasil® 9 ist zur aktiven Immunisierung von Personen ab neun Jahren gegen folgende HPV-Erkrankungen indiziert: Vorstufen maligner Läsionen und Karzinome, die die Zervix, Vulva, Vagina und den Anus betreffen und die durch Impfstoff-HPV-Typen verursacht werden. Ebenso indiziert ist er gegen Genitalwarzen (Condylomata acuminata), die durch spezielle HPV-Typen verursacht werden“, so Hampl. Es zeige sich eine langandauernde Immunprotektion (> 10 Jahre) durch zwei bzw. drei Impfdosen sowie keine Indikation für eine Auffrischungsimpfung. Bisher sei keine Durchbruchsinfektion beschrieben. Ebenso empfahl Hampl die Impfung von Risikogruppen (MSM, MSM/HIV pos., Immunsupprimierte). Hampl wies darauf hin, dass das Risiko für eine HPV-Infektion lebenslang bestehen würde.
Impfung nach Konisation
Ebenso riet sie zu einer Impfung nach Konisation. Denn Frauen mit einer zervikalen intraepithelialen Neoplasie (CIN) im Stadium 3 hätten nach dem Eingriff immer noch ein erhöhtes Risiko für ein CIN-Rezidiv sowie für intraepitheliale Neoplasien der Vulva (VIN), der Vagina (VAIN) und des Analkanals (AIN). Deshalb könnten HPV-Impfstoffe präventiv wirksam sein und CIN- und Zervixkarzinomraten reduzieren. „Jedoch wirken zugelassene HPV-Impfstoffe nicht therapeutisch, allerdings zeigen kürzlich publizierte Studie5 einen potenziellen klinischen Nutzen der HPV-Impfung ergänzend zur Konisation in Bezug auf die Rezidivrate“, betonte Hampl.
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