Maternale RSV-Impfung: Stellenwert aus gynäkologischer und pädiatrischer Sicht
Neugeborene sind aufgrund ihrer kleinen Atemwege und des noch nicht ausgereiften Immunsystems besonders anfällig für eine Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Mit einem breiten Nestschutz u. a. vor RSV zu schützen, ist daher essenziell.
Dr. Gabriele Altenburger, Gynäkologin aus Datteln, sprach sich anlässlich des FOKO für die maternale RSV-Impfung aus. Denn insbesondere für Säuglinge sei die Krankheitslast hoch. Zwar liege noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vor, allerdings empfehlen u. a. gynäkologische Fachverbände Schwangeren eine einmalige RSV-Impfung ab der 32. Schwangerschaftswoche (SSW).
Hohe Effektivität des RSV-Impfstoffs ab der Geburt im ersten Lebensmonat
Für die maternale RSV-Impfung steht der nicht adjuvantierte, bivalente Präfusions-F-Impfstoff ABRYSVO® zur Verfügung, der Schwangeren zwischen SSW 24 und 36 verabreicht werden kann.1 Der Impfstoff ist in der Europäischen Union außerdem zur aktiven Immunisierung von Personen ab 60 Jahren zugelassen.1 Die Zulassung für die maternale Immunisierung basiert auf der PhaseIII-Studie MATISSE2. „Die finalen Daten zeigen eine hohe Effektivität des RSV-Impfstoffs ab der Geburt im ersten Lebensmonat“, berichtete die Expertin. Die Wirksamkeit des Vakzins gegen schwere, medizinisch zu behandelnde RSV-Erkrankungen der unteren Atemwege im 1. Lebensmonat lag bei 90,0 %, in den ersten sechs Lebensmonaten bei 70,0 %.2 Die bislang fehlende STIKO-Empfehlung gehe v. a. auf die Datenlage zurück, welche die STIKO Anfang 2024 noch für unzureichend befunden hatte, so die Gynäkologin. Mittlerweile liegen jedoch neben den finalen Daten der MATISSE-Studie auch Real-World-Daten aus US-amerikanischen Beobachtungsstudien und nationalen Impfprogrammen zu ABRYSVO® vor.3,4
„Die umfassende Information zu den in der Schwangerschaft verfügbaren Impfungen – darunter die RSV-Immunisierung – bleibt ein zentrales Thema in gynäkologischen Praxen“, bekräftigte Altenburger. „Patientinnen, die verstanden haben, wie Impfungen funktionieren, fragen von sich aus danach. Die Beratung ist oft zeitaufwendig, aber lohnend. Die Kostenübernahme ist noch nicht flächendeckend gewährleistet.
1 Fachinformation Abrysvo®. Stand Dezember 2024.
2 Simões, Eric AF, et al. Obstetrics & Gynecology 2025:10-1097.
2 Robert Koch-Institut. Epid Bull 2024;50:3–10.
3 Son M, et al. JAMA Netw Open 2024;7(7):e2419268.
4 Pérez Marc G, Rearte A. TS Trials and UNSAM November 2024.
Quelle: Symposium „RSV-Impfung – aus pädiatrischer und gynäkologischer Sicht“, 15.03.2025, anlässlich des FOKO. Veranstalter: Pfizer Pharma GmbH
Ausgeblendeter Inhalt
Bitte erteilen Sie Ihre Cookie-Zustimmung, um alle Inhalte unserer
Website sehen und vollumfänglich nutzen zu können.
Wir erheben und verarbeiten Ihre Daten auf dieser Website, um besser zu verstehen, wie sie verwendet wird. Wir holen hierfür immer Ihre Einwilligung ein. Sie können Ihre Datenschutzeinstellungen hier ändern.
Sie haben noch kein Benutzerkonto?
Jetzt kostenlos registrieren und von Ihrem Mitgliedsstatus profitieren: