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Retrospektive Kohortenstudie

Depression kann Risiko für Herpes zoster erhöhen

Herpes zoster bei Depression? Depressionen können laut den Ergebnissen einer aktuellen Kohortenstudie Einfluss auf das Herpes zoster-Risiko haben.


29.05.2025
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
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Eine aktuelle retrospektive Kohortenstudie, basierend auf BARMER-Daten aus den Jahren 2012 bis 2021, die 13% der deutschen Bevölkerung repräsentieren, liefert neueste Erkenntnisse:1 Die Studie untersuchte das Risiko für Herpes zoster (HZ) bei Personen mit depressiven Störungen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe und analysierte, inwieweit Faktoren wie Schweregrad und Art der depressiven Störung das Risiko beeinflussen. 

Die Ergebnisse zeigen: Das HZ-Risiko, eine Post-Zoster-Neuralgie (PZN) sowie Rezidive eines HZ sind bei Personen mit depressiven Störungen signifikant höher. Im Detail erhöhte sich das HZ- und PZN-Risiko bei Betroffenen durchschnittlich um je 16 % – die Wahrscheinlichkeit für ein HZ-Rezidiv stieg sogar um 22 %.

„Depressive Störungen sind nicht nur eine psychische Belastung, sondern sind auch ein Risikofaktor für verschiedene körperliche Erkrankungen. So können sie z. B. die Wahrscheinlichkeit für eine Herpes-zoster-Episode signifikant erhöhen, besonders bei jüngeren Erwachsenen,“ so Prof. Dr. Christiane Hermann, Klinische Psychologie Justus-Liebig-Universität Gießen.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem – sei es durch altersbedingte Immunoseneszenz, Immunmodulation oder angeborene Immundefizienz – haben ein höheres Risiko für eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus (VZV) und schwere Verläufe eines Herpes zoster. 

Herpes zoster bei Depression

Chronische Erkrankungen spielen eine entscheidende Rolle: Im Mittel erhöhen sie das HZ-Risiko um bis zu 30 %. Das betont auch Studienautor Dr. Pavo Marijic.

„Unsere Studie zeigt: Depressive Störungen sind ein relevanter Risikofaktor für Herpes zoster. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, bei diesen Patienten nicht nur die Therapie der psychischen Erkrankung im Auge zu haben, sondern auch an mögliche Folgen zu denken“, so Marijic. „Impfprophylaxe spielt hier eine zusätzliche, wichtige Rolle, um einem Herpes zoster und dessen Folgen vorzubeugen.“ 

Da Menschen mit depressiven Störungen u. a. an Antriebslosigkeit und einem Mangel an Energie leiden, meint Hermann: „Hier können Ärztinnen und Ärzte unterstützen und die Wichtigkeit der Impfprophylaxe für diese Patientengruppe in den Fokus rücken.“ 

mos

Quelle: „Aktuelle Studienergebnisse: Depression erhöht Risiko für Herpes zoster“, Pressegespräch am 26.03.2025. Veranstalter: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG