Die richtige Praxisbeleuchtung unterstützt Sehkomfort, Konzentration und Wohlbefinden. Was bei der Lichtplanung in Arztpraxen zu beachten ist – von Tageslicht bis Blendfreiheit.
08.09.2025
A. Knoop
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Licht ist für uns Menschen ebenso lebensnotwendig wie die Luft zum Atmen. Dabei hat das Licht für uns drei wichtige Funktionen: Primär sorgt es dafür, dass wir scharf sehen können. Zusätzlich wirkt es sich auf unser emotionales Empfinden aus, da Helligkeit, Farben und Kontraste nachweislich unsere Stimmung prägen. Als dritte Dimension beeinflusst Licht unsere biologischen Funktionen. Es ist daher unumgänglich, bei der Neuplanung, Modernisierung oder dem Umbau einer Arztpraxis einen kritischen Blick auf die Praxisbeleuchtung zu werfen.
Tageslicht als Teil der Praxisbeleuchtung
Grundsätzlich ist Tageslicht, das durch Fenster in die Innenräume gelangt und eine Sichtverbindung nach außen bietet, einer künstlichen Beleuchtung vorzuziehen. Genügend Tageslicht befindet sich in Arbeitsräumen gemäß einem vorgeschriebenen Tageslichtquotienten, wenn ein Zehntel der Grundfläche eines Raumes aus einer Fensterfläche besteht.
Indirektes Licht kombiniert mit Akzentbeleuchtung ist angenehm für den Patienten und optimal für den Arzt. Dies erreicht man beispielsweise durch Wandleuchten, direkt oder indirekt strahlende Pendel- oder Stehleuchten, die die Decken und Wände erhellen. Ein solches Zusammenspiel aus funktionaler und akzentuierender Beleuchtung schafft den nötigen Sehkomfort, der die Konzentrationsfähigkeit fördert und eine vertrauensvolle Atmosphäre schafft.
Kunstlicht im Lichtkonzept für Arztpraxen
Tageseslicht ist zeitlich und saisonal beschränkt verfügbar, sodass es nicht ungehindert zu jeder Zeit genutzt werden kann. Außerdem verfügen nicht alle Räume über eine Sichtverbindung nach außen, wie die meist innenliegende Bereiche Eingang, Empfang oder Flur. Hier muss mit künstlichem Licht Abhilfe geschaffen werden.
Als Arbeitsstätte muss sogar jeder Raum einer Arztpraxis für eine der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein. Maßgebend hierfür sind die Beleuchtungsstärke und die Lichtfarbe.
Beleuchtungsplanung in der Arztpraxis
Tipp
Indirektes Licht kombiniert mit Akzentbeleuchtung ist angenehm für den Patienten und optimal für den Arzt. Dies erreicht man beispielsweise durch Wandleuchten, direkt oder indirekt strahlende Pendel- oder Stehleuchten, die die Decken und Wände erhellen. Ein solches Zusammenspiel aus funktionaler und akzentuierender Beleuchtung schafft den nötigen Sehkomfort, der die Konzentrationsfähigkeit fördert und eine vertrauensvolle Atmosphäre schafft.
Die Beleuchtungsplanung beginnt mit der richtigen Auswahl des Leuchtmittels, die wiederum von den technischen und architektonischen Anforderungen abhängt. Hierbei sind viele Aspekte zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Lebensdauer und der Wirkungsgrad der Leuchtmittel. Eine gute Wartbarkeit der Leuchten und der Einsatz langlebiger und energieeffizienter Leuchtmittel begrenzen die Unterhaltskosten. Ein zusätzlicher wichtiger Faktor bei der Planung von Kunstlicht ist es, die richtige Leuchte mit der technisch richtigen Anordnung auszuwählen.
Blendfreies Licht für Arbeitsbereiche
Grundsätzlich werden zwei Arten der Blendung unterschieden, die Direktblendung und Reflexblendung.
Direktblendung entsteht durch ungeeignete bzw. ungeeignet angebrachte Leuchten mit zu hohen Leuchtdichten.
Reflexblendung bezeichnet störende Reflexe, die durch Tageslicht oder Lampen an spiegelnden oder glänzenden Flächen entstehen.
Für Sprech- und Untersuchungszimmer ist es daher unumgänglich, blendfreie Leuchten zu verwenden, da hier am PC gearbeitet wird. Zusätzlich ist speziell an der Anmeldung darauf zu achten, dass weder Personen noch Gegenstände einen Schatten auf ihren Arbeitsplatz werfen durch eine ungünstige Position der Deckenleuchten.
Es sind viele Faktoren bei der Planung der Belichtung und Beleuchtung einer Praxis zu bedenken, um eine funktionale und angenehme Beleuchtung zu realisieren. Diese ergibt sich jeweils aus den spezifischen Anforderungen der Fachrichtung des Arztes und den Rahmenbedingungen, die die Praxisräume mit sich bringen.
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