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Ausstellung

Ein großes Geschenk: die Tübke-Sammlung des Ehepaars Beaucamp

Das Städel-Museum in Frankfurt am Main erhält die Tübke-Sammlung des Sammlers und Kunstkritikers Eduard Beaucamp und seiner Frau Barbara. Das Städel präsentiert diese Zuwendung in seiner neuen Ausstellung der Öffentlichkeit.


13.08.2025
E. Wanner
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Zitierweise: HAUT 2025; 36 (4): 220

Werner Tübke war einer der bedeutendsten Maler der DDR und ein wichtiger Vertreter der ersten Leipziger Malerschule. Seine Werke waren bald auch international bekannt und begehrt. Als Kulturjournalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lernte Beaucamp Tübke schon früh kennen und begann, dessen Werk zu sammeln, da er sofort von der malerischen und zeichnerischen Qualität überzeugt war.

Von besonderer Bedeutung dieses Werks sind die jetzt ausgestellten Zeichnungen. Umso groß­zügiger ist es, dass das Ehepaar Beaucamp seine Sammlung dem Städel geschenkt hat. Manche dieser Zeichnungen stehen in einem gewissen Zusammenhang mit dem Bauernkriegspanorama (1976 – 1987) im thüringischen Frankenhausen. 

Information:

Werner Tübke. Metamorphosen

Städel-Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt. Bis 28. September 2025. Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So und Feiertage 10 – 18 Uhr, Do 10 – 21 Uhr.
Eintritt: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Sa und So 18 bzw. 16 Euro.
www.staedelmuseum.de
Katalog: 158 Seiten, 25,50 Euro.

Die monumentale Darstellung der Kämpfe im Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts ist dabei ebenso eindrucksvoll wie die Portraits wichtiger Zeitgenossen wie Luther, Münzer und Cranach. Hervorragende Zeichnungen sind Tübke auch in seinen Landschaftsbildern geglückt. Sie erinnern in ihrer altmeister­lichen Ausstrahlung an Größen wir Dürer und Altdorfer.

Beaucamp zeichnet in seiner Einleitung zur Ausstellung auch das Leben Tübkes nach, insbesondere dessen Schwierigkeiten mit der offiziellen DDR-Kultur­politik. Nach der Wende waren Tübkes Werke im Westen gefragt. Auch seitens der Kirchen blieb er anerkannt, wie sein großer Altar in Chemnitz beweist. Eine große Ausstellung zur Kultur der Nachkriegszeit in Deutschland.

 
 

Autor

Dr. Ernst Wanner

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