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CME, Dermatologie Dermatologie CME
Fortbildung

Vitamin D und Hautgesundheit

Ein Vitamin-D-Mangel kann mit verschiedenen dermatologischen Erkrankungen assoziiert sein. Es zeigen sich typische klinische Hinweise. Zur Supplementierung gibt es Empfehlungen unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.


13.08.2025 - 12.08.2026
H. G. Classen/K. Kisters
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3 CME-Punkte

Schlüsselwörter: Vitamin-D-Mangel, Hautstoffwechsel, Supplementierung

Biofaktoren wie Vitamine und Mineralstoffe besitzen eine gesundheitsfördernde oder krankheitsvorbeugende biologische Aktivität – auch im Hinblick auf die Hautgesundheit. Insbesondere Vitamin D hat in der Dermatologie in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Ein Vitamin-D-Mangel kann mit verschiedenen dermatologischen Erkrankungen assoziiert sein. Dabei weisen typische klinische Zeichen auf diesen Mangel hin. Verschiedene Fachgesellschaften geben Empfehlungen zur Supplementierung von Vitamin D.

 
 

 
Fortbildung "Vitamin D und Hautgesundheit": Glas Milch, Stück Käse, Ei, Lachsfilet, Sonnenbrille mit gelbem Rahmen in Sonnenform, Fläschchen mit Kapseln.
© udra11/Shutterstock

Vitamin D bzw. Calciferol ist der Überbegriff für eine Gruppe verschiedener Steroidderivate. Diese leiten sich von den Sterinen ab. Vitamin D ist lipophil und gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Neben seinem Vitamincharakter hat es auch hormonelle Effekte und ist für zahlreiche Prozesse im Körper essenziell. Längst geht die Bedeutung des Biofaktors über seinen Nutzen für die Knochengesundheit und Osteoporose-Prophylaxe hinaus. In den vergangenen Jahren zeigten sich deutliche Zusammenhänge zwischen einem Vitamin-D-Mangel und chronischen Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen, psychischen Beschwerden oder Autoimmunerkrankungen. Studien geben zunehmend Hinweise darauf, dass Vitamin D auch eine zentrale Rolle bei verschiedenen Hauterkrankungen spielt. 

Vitamin D und Wundheilung 

Vitamin D reguliert Prozesse wie Zellproliferation, Differenzierung und Apoptose und unterstützt damit die Reifung der Keratinozyten in der Epidermis. Darüber hinaus ist der Biofaktor an immunologischen Funktionen beteiligt, die für die Wundheilung von Bedeutung sind (1). Dabei wirkt Vitamin D über verschiedene Mechanismen – unter anderem durch die Modulation des Zellwachstums sowie entzündlicher Prozesse. Bei gestörter Wundheilung tritt laut Beobachtungsstudien häufi ger ein Vitamin-D-Mangel im Vergleich zu gesunden Personen auf. Ob dieser Zusammenhang kausal oder begleitend ist, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Hier ist noch zielgerichtete Forschung nötig (2). Ein interessanter Therapieansatz ergibt sich aus einigen Interventionsstudien über den Nutzen einer Vitamin-D-Supplementierung zur Behandlung schwer heilender Wunden. So führte etwa in einer placebokontrollierten, randomisierten Doppelblindstudie eine dreimonatige Vitamin-D-Gabe zu einer signifi kanten Abnahme diabetischer Fußulzera bei Patienten mit Diabetes mellitus (3). Solche Ergebnisse legen nahe, dass eine gezielte Supplementierung, vor allem bei Patienten mit einem nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel, den Heilungsverlauf positiv beeinfl ussen kann.

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Autor
Prof. Dr. med. Hans Georg Classen

Prof. Dr. med. Hans Georg Classen

Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren e.V., Stuttgart 

Universität Hohenheim 

Autor
Foto des Arztes Klaus Kisters

Prof. Dr. med. Klaus Kisters 

Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren e.V.

MVZ Praxisklinik und Dialysezentrum Herne,
WWU Münster
Wiescherstraße 20
44623 Herne